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Zollgewerkschaft warnt vor Päckchensteuer auf Billigimporte
Berlin () – Der Vorsitzende der Zollgewerkschaft BDZ, Thomas Liebel, spricht sich gegen die von der EU geplante Einführung einer pauschalen Zollabgabe auf Kleinsendungen aus. Ziel der sogenannten „E-Commerce-Steuer“ ist es, Billigversender wie Temu oder Shein unattraktiver zu machen, weil diese massenhaft Direktlieferungen aus China nach Europa schicken.
„Das Problem ist die schiere Masse an Päckchen, die per Luftfracht an den Flughäfen ankommt“, sagte Liebel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. In den Milliarden Paketen steckten Waren im Wert von oft nur wenigen Euro. Selbst mit Einfuhrumsatzsteuer bringe jedes Päckchen nur ein paar Cent ein, während die Prüfung aufwendig ist. „Der Zöllner muss die Anmeldungen manuell prüfen und immer wieder mit physischen Formularen arbeiten“, kritisierte Liebel.
Hinzu komme, dass viele dieser Produkte kein CE-Siegel hätten, oder Stoffe enthielten, die in der EU nicht zugelassen sind. Bei gefälschten Markenartikeln müsse der Zoll die Ware an die Marktüberwachungsbehörden weitergeben, die meist personell überlastet seien und die Lieferungen vernichten oder zurückschicken müssten. „Wer mit Shein-Leggings beschäftigt ist, kann in dieser Zeit keine Schiffscontainer auf Kokain untersuchen“, warnte der BDZ-Chef.
Liebel forderte, die Zöllner zu entlasten, indem sie unzulässige Ware künftig selbst zurückschicken dürften. Das spare Arbeit und hätte zugleich einen „erzieherischen Effekt“ auf Verbraucher.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Pakete in einem Späti (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Thomas Liebel
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
BDZ, EU, Temu, Shein, Neue Osnabrücker Zeitung
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Flughäfen in Europa.
Worum geht es in einem Satz?
Thomas Liebel, Vorsitzender der Zollgewerkschaft BDZ, lehnt die von der EU geplante E-Commerce-Steuer auf Kleinsendungen ab, da sie die Zöllner überfordert und ineffektiv ist, und plädiert stattdessen für die Erlaubnis, unzulässige Waren selbst zurückzuschicken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund für das Ereignis ist die geplante Einführung einer pauschalen Zollabgabe auf Kleinsendungen durch die EU, um Billigversender wie Temu und Shein, die viele Direktlieferungen aus China nach Europa schicken, unattraktiver zu machen. Dies soll die Probleme der massenhaften Ankunft billiger und oft nicht konformer Waren an den Flughäfen der EU adressieren, die die Zollbehörden stark belasten.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel äußert der Vorsitzende der Zollgewerkschaft BDZ, Thomas Liebel, Bedenken gegen die geplante "E-Commerce-Steuer" der EU, da die massive Menge an Kleinsendungen die Zollbehörden überfordert. Er fordert eine Entlastung der Zöllner und schlägt vor, unzulässige Waren direkt zurückzuschicken, um die Effizienz zu steigern und Verbraucher zu sensibilisieren.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
- schiere Masse an Päckchen, die per Luftfracht an den Flughäfen ankommt,
- Waren im Wert von oft nur wenigen Euro in diesen Paketen,
- geringe Einnahmen durch Einfuhrumsatzsteuer,
- aufwendige manuelle Prüfung der Anmeldungen durch Zöllner,
- viele Produkte ohne CE-Siegel oder mit nicht zugelassenen Stoffen,
- Überlastung der Marktüberwachungsbehörden,
- Vernichtung oder Rücksendung gefälschter Markenartikel,
- Zöllner können keine Schiffscontainer auf Kokain untersuchen,
- erforderliche Entlastung der Zöllner,
- erzieherischer Effekt auf Verbraucher.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Thomas Liebel, dem Vorsitzenden der Zollgewerkschaft BDZ. Er spricht sich gegen die geplante "E-Commerce-Steuer" aus und betont, dass die Vielzahl der ankommenden Päckchen mit geringem Warenwert die Zöllner überlastet. Liebel fordert außerdem, dass Zöllner unzulässige Ware selbst zurückschicken dürfen, um ihre Arbeit zu erleichtern und Verbraucher zu sensibilisieren.
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