SPD drängt auf Ende des Ehegattensplittings

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SPD drängt auf Ende des Ehegattensplittings

Berlin () – Die SPD drängt auf ein Ende des Ehegattensplittings. „Das Ehegattensplitting begünstigt Alleinverdiener-Ehen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Wiebke Esdar, dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe).

Es setze negative Erwerbsanreize für Frauen, führe zu einer hohen Teilzeitbeschäftigung mit Folgen wie geringe Lohnersatzleistung bei Kurzarbeitergeld oder Erwerbslosigkeit und auch zu geringen Rentenansprüchen. „Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, ein völlig überholtes Rollenbild sowie Ungleichheit zu fördern, was für Frauen vor allem in Abhängigkeit münden kann. Vor diesem Hintergrund sehen wir bei diesem Thema grundsätzlich einen Reformbedarf.“

Auch die Vorsitzende der nordrhein-westfälischen SPD, Sarah Philipp, sieht Reformbedarf: „Wenn es darum geht, das Ehegattensplitting in ein gerechtes Familiensplitting zu überführen, sind wir gerne bereit, mit der Union zu verhandeln“, sagte sie dem „Handelsblatt“. Wer glaube, Haushaltslücken allein durch Kürzungen im Sozialstaat zu schließen, liege falsch, sagte Philipp mit Blick auf die laufende Debatte zur Reform des Sozialstaats. „Einen sozialen Kahlschlag wird es mit der SPD nicht geben. Vielmehr sollten wir den Blick auf die Einnahmenseite richten.“

Unterstützung bekommt die SPD aus der Wissenschaft. So empfahl jüngst auch die Vorsitzende des Sachverständigenrats, Monika Schnitzer, in einem Gutachten für den deutsch-französischen Ministerrat eine Abschaffung des Ehegattensplittings. Das Wirtschaftsinstitut RWI kam vor einigen Jahren zum Schluss, dass eine Abschaffung des Ehegattensplittings zu mehr als einer halben Million zusätzlichen Vollzeit-Arbeitskräften führen könnte. Das Ehegattensplitting ist ein Steuervorteil für Ehepaare, bei dem vor allem Paare profitieren, bei denen einer viel und der andere wenig verdient.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Wiebke Esdar, Sarah Philipp, Monika Schnitzer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD, Handelsblatt, nordrhein-westfälische SPD, Union, Monika Schnitzer, Sachverständigenrat, deutsch-französischer Ministerrat, RWI

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Worum geht es in einem Satz?

Die SPD fordert eine Reform des Ehegattensplittings, da es Frauen benachteiligt und ein überholtes Rollenbild fördert, während auch wissenschaftliche Stimmen die Abschaffung vorschlagen, um negative Erwerbsanreize zu beseitigen und die Beschäftigungsquote zu erhöhen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Hintergrund dieses Ereignisses liegt in der kritischen Bewertung des Ehegattensplittings durch die SPD. Die stellvertretende Vorsitzende Wiebke Esdar argumentiert, dass das Ehegattensplitting vor allem Alleinverdiener-Ehen begünstigt und negative Erwerbsanreize für Frauen schafft. Es führe zu einer hohen Teilzeitbeschäftigung und damit zu geringen Rentenansprüchen, was als überholtes Rollenbild sowie Ungleichheit betrachtet wird. Der Reformbedarf wird auch von Wissenschaftlern unterstützt, die positive Auswirkungen auf die Arbeitsmarktsituation für Frauen prognostizieren.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Die SPD fordert ein Ende des Ehegattensplittings, da es negative Anreize für Frauen schafft und traditionelle Rollenbilder fördert. Wissenschaftler unterstützen diese Forderung und betonen, dass eine Abschaffung zu mehr Vollzeit-Arbeitskräften führen könnte.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: negative Erwerbsanreize für Frauen, hohe Teilzeitbeschäftigung, geringe Lohnersatzleistung bei Kurzarbeitergeld, geringe Lohnersatzleistung bei Erwerbslosigkeit, geringe Rentenansprüche, Förderung eines überholten Rollenbildes, Förderung von Ungleichheit, Abhängigkeit von Frauen, mögliche Schaffung von mehr als einer halben Million zusätzlichen Vollzeit-Arbeitskräften.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Wiebke Esdar, die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, sagte: "Das Ehegattensplitting begünstigt Alleinverdiener-Ehen" und forderte eine Reform, um negative Erwerbsanreize für Frauen zu beseitigen, die oft zu geringen Rentenansprüchen führen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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