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Thüringen meldet gestiegene Ernteerträge
Berlstedt () – Die Getreideernte in Thüringen ist 2025 deutlich besser ausgefallen als im Vorjahr. Nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John (SPD) wurden rund 2,6 Millionen Tonnen eingefahren – ein Plus von etwa zwölf Prozent gegenüber 2024. Damit liegt das Ergebnis spürbar über dem mehrjährigen Durchschnitt.
Problematisch bleibe jedoch die Preisentwicklung: Die Erlöse für Getreide seien zu niedrig, um die gestiegenen Produktionskosten zu decken.
Besonders im Wettbewerb mit Anbietern aus Frankreich, Polen und dem Baltikum entstehe dadurch wirtschaftlicher Druck auf die heimischen Betriebe.
Beim Winterraps stiegen Anbaufläche und Gesamtertrag ebenfalls deutlich. Die Erntemenge lag bei rund 340.000 Tonnen, ein Zuwachs von 13,6 Prozent.
Mit durchschnittlich 35 Dezitonnen je Hektar blieb der Ertrag allerdings unter den Erwartungen. Für Kartoffeln und Mais deuten die vorliegenden Hochrechnungen ebenfalls auf überdurchschnittliche Ergebnisse hin.
Auffällig sei zudem, dass die Kartoffelanbaufläche erstmals seit Jahren wieder zugenommen habe – auf insgesamt 1.718 Hektar, ein Plus von 38 Prozent.
Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse kündigte Boos-John eine Initiative zur Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage an, die sie auf der Herbst-Agrarministerkonferenz Ende September vorstellen will. Damit sollen Betriebe besser vor existenzbedrohenden Schäden durch Starkregen oder Hagel geschützt werden.
Ein Schwerpunkt der Konferenz wird zudem die Diskussion über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab 2026 sein.
Thüringen lehnt die geplanten Kürzungen und Deckelungen der Direktzahlungen ab. Diese würden ostdeutsche Betriebe überproportional belasten, so die Ministerin.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Colette Boos-John, SPD, EU
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand im Jahr 2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden in Thüringen statt, insbesondere in Berlstedt.
Worum geht es in einem Satz?
Die Getreideernte in Thüringen fiel 2025 mit etwa 2,6 Millionen Tonnen um zwölf Prozent höher aus als im Vorjahr, während die Preise zu niedrig bleiben, um die gestiegenen Produktionskosten zu decken; zudem gab es Zuwächse bei Winterraps, Kartoffeln und Mais, und Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John kündigte eine Initiative für einen steuerfreien Risikoausgleich an, um Betriebe vor extremen Wetterereignissen zu schützen.
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist die positive Entwicklung der Getreideernte in Thüringen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr. Trotz eines Ertragsanstiegs um etwa zwölf Prozent bestehen jedoch Herausforderungen durch niedrige Getreidepreise, die die gestiegenen Produktionskosten nicht decken. Dies führt zu wirtschaftlichem Druck auf die heimischen Betriebe, insbesondere im Wettbewerb mit internationalen Anbietern. Zudem wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, Betriebe besser gegen Extremwetterereignisse zu schützen.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel wird beschrieben, dass Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John die positive Entwicklung der Getreideernte in Thüringen hervorhebt, jedoch auf die Herausforderungen durch niedrige Erlöse und steigende Produktionskosten hinweist. Außerdem kündigt sie eine Initiative zur Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage an, um Betriebe besser vor den Folgen von Extremwetterereignissen zu schützen, während Thüringen die geplanten Kürzungen der EU-Direktzahlungen ablehnt.
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: wirtschaftlicher Druck auf heimische Betriebe, niedrige Erlöse für Getreide, unter den Erwartungen bleibender Ertrag bei Winterraps, Zunahme der Kartoffelanbaufläche, Initiative zur Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage, besserer Schutz der Betriebe vor existenzbedrohenden Schäden durch Extremwetterereignisse, Diskussion über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab 2026, Ablehnung der geplanten Kürzungen und Deckelungen der Direktzahlungen.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John (SPD) zitiert. Sie hebt hervor, dass die Getreideernte 2025 in Thüringen deutlich besser ausgefallen ist, aber die niedrigen Erlöse dennoch wirtschaftlichen Druck auf die heimischen Betriebe ausüben. Zudem kündigte sie eine Initiative zur Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage an, um Betriebe besser vor Schäden durch Extremwetterereignisse zu schützen.