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Dax startet schwach – Abkühlung nach Euphoriephase
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.740 Punkten berechnet, 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.
„Nachdem sich der Dax nun doch stärker von der 24.000-Punkte-Marke nach unten absetzt, sieht das Rekordhoch vom vergangenen Donnerstag verdächtig nach dem saisonalen Hoch aus, das im Schnitt der vergangenen zehn Jahre auch um diesen Tag herum gebildet wurde“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Das würde bedeuten, dass die Kurse bis in die ersten Oktobertage fallen. Eine Abkühlung hat der Dax auch dringend notwendig. Der Markt ist seit April ohne Verschnaufpause um fast 30 Prozent gestiegen.“
„Der Risikoappetit der Anleger hat allgemein abgenommen, weil Spannungen im Handelskonflikt anhalten und geopolitische Entwicklungen Nervosität verbreiten.“ Trumps Kommentare über waffenfähiges Uran des Iran verschreckten die Anleger genauso stark wie neue Drohungen des US-Präsidenten im Zollstreit. Trump will in zwei Wochen Briefe an alle Länder verschicken, um sie über den Stand der Zölle zu informieren, die nach der Pause am 9. Juli gelten. „Mit dieser Aussage fühlen sich viele erinnert an Anfang April, als ein ähnliches Gebaren zu einem weltweiten Einbruch der Aktienkurse führte.“
Optimistisch betrachtet sei die neue Drohung Trumps nur eine weitere Einlassung in dem Versuch, die Dringlichkeit laufender Gespräche zu betonen, und müsse nicht zu höheren Zöllen führen. Da nun aber auch juristisch geklärt sei, dass Trumps unilaterale Zölle, die reziproken Sätze und Fentanyl-bezogene weitere Zölle gegen Kanada und Mexiko rechtskräftig sei, könne er kaum einen Rückzieher machen. „Die Zölle werden, wenngleich abgeschwächt, in irgendeiner Form wiederkommen, und es wäre verwunderlich, wenn das nicht zu neuer Volatilität an den Märkten führt.“
„Anleger werden sicherlich wieder den Taco-Trade versuchen und in die heutige Schwäche hinein kaufen, in der Erwartung, dass Trump in zwei Wochen doch keine Briefe verschickt oder bis dahin irgendetwas verlautbaren wird, das seine ursprüngliche Drohung relativiert. In der Zwischenzeit sehen wir neue Versuche des Goldpreises zur Trendaufnahme nach oben, eine drastische Dollarabwertung auf das niedrigste Niveau seit April und einen intakten Abwärtstrend im Dax seit dem 5. Juni. Eine Wende in diesen Trends ist technisch aktuell nicht ableitbar“, sagte Stanzl.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1511 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8687 Euro zu haben.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jochen Stanzl, Donald Trump
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Dax, CMC Markets, Trump, Iran, Kanada, Mexiko.
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Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax startete am Donnerstagmorgen mit einem Rückgang von 0,9 Prozent auf etwa 23.740 Punkte, da die Anleger angesichts anhaltender Spannungen im Handelskonflikt und geopolitischer Unsicherheiten nervös wurden, während die Erwartungen an steigende Volatilität durch neue Zollandrohungen von Trump ebenfalls zunahmen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Dax startete schwach, da Anleger aufgrund anhaltender Spannungen im Handelskonflikt und ominöser Kommentare von Trump über Zölle und Russland nervös wurden. Dies führte zur Befürchtung, dass die Märkte nach einem längeren Anstieg eine Korrektur benötigen.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel wird beschrieben, dass der Dax schwach in den Handelstag gestartet ist, was auf abnehmenden Risikoappetit der Anleger aufgrund anhaltender Handelskonflikte und geopolitischer Spannungen zurückzuführen ist, insbesondere auf Trumps Kommentare zu Iran und Zöllen. Die Unsicherheit und Nervosität am Markt könnte zu künftiger Volatilität führen, während einige Anleger hoffen, in der momentanen Schwäche einzukaufen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
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Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Jochen Stanzl, dem Chef-Marktanalysten von CMC Markets, zitiert. Er äußert, dass der Dax sich stärker von der 24.000-Punkte-Marke absetzt und den Rekordhoch als möglich saisonales Hoch einstuft, was auf fallende Kurse bis in die ersten Oktobertage hindeutet. Stanzl betont zudem, dass eine Abkühlung des Marktes dringend notwendig sei, da der Dax seit April nahezu 30 Prozent gestiegen ist.
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