EVG startet Urabstimmung über unbefristete Bahn-Streiks

() – Die Eisenbahnergewerkschaft (EVG) will ihre Mitglieder in einer Urabstimmung darüber entscheiden lassen, ob die bestreikt wird. Diese Abstimmung werde “ab sofort” vorbereitet, teilte die EVG am Donnerstag in Berlin mit.

“Bei Zustimmung von 75 Prozent der Beteiligten wird der Bundesvorstand dann über Streiks, auch über einen längeren möglichen Zeitraum, beschließen”, sagte EVG-Vorsitzender Martin Burkert. Man sei aber nach wie vor verhandlungsbereit. Die Durchführung der Urabstimmung könne vier bis fünf Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit seien auch Warnstreiks nicht ausgeschlossen.

Am Mittwoch hatte die EVG die Tarifverhandlungen mit der Bahn für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaft kritisierte die angebotene Laufzeit von 27 Monaten als “deutlich zu lang” sowie die angebotene Lohnerhöhung als “zu niedrig und zu spät”. Zuletzt hatte die Bahn nach eigenen Angaben einen Festbetrag, 2.850 Inflationsausgleich und “weitreichende strukturelle Verbesserungen” in Aussicht gestellt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: EVG-Pressekonferenz am 22.06.2023

EVG startet Urabstimmung über unbefristete Bahn-Streiks

Zusammenfassung

  • Eisenbahnergewerkschaft (EVG) plant Urabstimmung über Streik bei Deutscher Bahn.
  • Abstimmung wird “ab sofort” vorbereitet.
  • Bei 75% Zustimmung wird Bundesvorstand über Streiks entscheiden.
  • EVG bleibt verhandlungsbereit.
  • Durchführung der Urabstimmung dauert ca. vier bis fünf Wochen.
  • Warnstreiks in dieser Zeit nicht ausgeschlossen.
  • Tarifverhandlungen mit der Bahn am Mittwoch für gescheitert erklärt.
  • Kritik an angebotener Laufzeit und Lohnerhöhung.
  • Fazit

    Die Eisenbahnergewerkschaft (EVG) bereitet eine Urabstimmung vor, in der ihre Mitglieder entscheiden sollen, ob die Deutsche Bahn bestreikt wird. Die Befragung könnte vier bis fünf Wochen dauern und auch Warnstreiks sind währenddessen nicht ausgeschlossen. Die EVG hatte zuvor die Tarifverhandlungen mit der als gescheitert bezeichnet und das Angebot der Laufzeit von 27 Monaten sowie die Lohnerhöhung kritisiert.

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