Aufgeknöpfte Jeans – der etwas seltsame Modetrend

, die IN sein wollen, sollten einfach „vergessen“, den Hosenstall zuzuknöpfen, denn der momentane sind aufgeknöpfte Jeans. Fast hat es den Anschein, als sei der berüchtigte „Heroin Chic“ wieder da, jener Trend, in dem superdünne Frauen irgendwie immer etwas verhungert aussahen. Mit diesem zweifelhaften Trend wollen sich die Frauen, die aufgeknöpfte Jeans tragen, jedoch nicht vergleichen.

Schick oder einfach nur lächerlich?

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Wer eine aufgeknöpfte Jeans auf der Straße trägt, muss damit rechnen, auf die offene aufmerksam gemacht zu werden. Wer diesem Trend folgt, sollte viel Selbstbewusstsein mitbringen und damit leben, sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Nicht jeder kommt gleich auf den Gedanken, dass es sich hier um einen neuen Modetrend handelt. Die aufgeknöpfte Jeans hat ihren Ursprung in den Straßen von New York und ist inzwischen auch in Berlin angekommen. Vor allem die Frauen der sogenannten Generation Z, also alle, die zwischen 1995 und 2010 auf die Welt gekommen sind, laufen mit offener Hose durch die Gegend. Sie haben nicht vergessen, die Hose am Morgen zuzuknöpfen, sie tragen die Hose mit voller Absicht offen.

Nichts kommt ins Rutschen

Eine offene Hose muss schon sehr gut sitzen, damit sie nicht bei jedem Schritt noch weiter nach unten rutscht. Dies passiert aber nicht und wer genau hinschaut, weiß auch, warum das nicht geschieht. Die Trägerinnen lassen höchstens zwei Knöpfe am Bund der Hose offen. Da der Bund aber umgeschlagen wird, hat es den Anschein, als würde der komplette Hosenbund offen stehen. Möglich macht diesen Trend das Tragen einer Hüfthose, einer Hose, an die sich viele Frauen nur mit Schrecken erinnern. Die Designer stört das Ganze wenig, so präsentiert Miu Miu schon in der dritten Saison nacheinander die Hüfthose, wenn auch in verschiedenen Ausführungen. Tom Ford prägte in den 1990er Jahren die Ästhetik und er hat für diesen Winter Hüfthosen im Jogging-Stil im Angebot. Diese lässigen Hosen sitzen tief und werden natürlich offen getragen.

Nur für dünne Frauen

Den Vogel in Sachen offener Hüfthose schießt aber das britische Label Alexander McQueen mit der sogenannten „Bumster Jeans“ ab. Bum heißt so viel wie Po und zeigt an, wie tief die Hose sitzen sollte. Der Ansatz des Gesäßes darf dabei ruhig zu sehen sein. Aus rein ästhetischen Gründen ist es eine Sache des Geschmacks, über die man streiten kann. Was diesen Modetrend aber beunruhigend macht, ist, dass das Körperbild aus den 1990er Jahren wieder da ist. Die Designer schicken sehr dünne Damen auf den Laufsteg, die nach ein ausgeprägtes Sixpack haben, was nur aus Sehnen besteht. An diesen Modeln sehen die offenen Hüfthosen nicht schlecht aus, trotzdem erinnert das Ganze an die junge Kate Moss, die in den 1990ern das Gesicht von Calvin Klein war.

Fazit zu aufgeknöpfter Jeans

Die „New York Post“ sieht das Comeback des „Heroin Chics“ und zugleich die Rückkehr dieses gewöhnungsbedürftigen Schönheitsideals: Models, die Größe 0 getragen und die Crash-Diäten zu einem stilisiert haben. Zu viele Frauen haben sich damals in die Hosen hinein gehungert und ihre Figur entsprach nicht mehr der Realität. Jetzt ist es also die aufgeknöpfte Hose, die natürlich auch an schlanken Frauen gut aussieht. Ob sich dieser Trend allerdings bei der breiten Masse durchsetzen wird, ist zu bezweifeln.

Bild: @ depositphotos.com / golib.tolibov.gmail.com

Aufgeknöpfte Jeans – der etwas seltsame Modetrend

Ulrike Dietz