Ist Eigentherapie der Weg aus chronischen Krankheiten?

Kann der sich tatsächlich selber heilen? Diese Frage wurde und wird auch in der Zukunft immer wieder kontrovers diskutiert. Wo stößt die Schulmedizin an ihre Grenzen und ist die Eigentherapie tatsächlich ein begehbarer Weg selbst bei Krankheiten, die einen chronischen Verlauf nehmen? Viele fühlen sich alleingelassen, wenn der Arzt ratlos ist und keine der klassischen Therapien hilft. Der Patient kann erkennen, wenn dieser Fall eintritt und dies kann der richtige Zeitpunkt sein, sich selbst zu helfen.

Was ist eine Eigentherapie?

Eine Selbsttherapie oder Eigentherapie ist ein Prozess, der dabei helfen soll, die eigenen Probleme und Herausforderungen zu lösen. Lieb gewordene Angewohnheiten müssen sich unter Umständen ändern, damit angestrebte Ziele erreicht werden, um innere Blockaden endlich zu lösen. Wichtig ist, dass es dabei keine Hilfe von außen gibt, denn eine Eigentherapie beruht immer darauf, dass jeder Mensch selbstheilende Eigenschaften besitzt. Wer sich mit der Eigentherapie näher befasst, wird schnell feststellen, dass es durchaus möglich ist, mit Gefühlen wie Wut, Enttäuschung, Trauer und Ablehnung umzugehen.

So wichtig sind Übung und Anleitung

Natürlich braucht es Übung, um sich selbst therapieren zu können. Es bedeutet viel , den eigenen Dämonen ohne jegliche Unterstützung von außen beim Namen zu nennen, und was noch wichtiger ist, ihn auch zu bändigen. Die Eigentherapie-Protokoll Vorlage von Zarah Bergmann ist eine wichtige Anleitung, wie die Hilfe zur Selbsthilfe gelingen kann. Dieser Prozess funktioniert aber leider nicht von heute auf morgen, es braucht viel Zeit, um den Prozess und die geeigneten Methoden zu lernen und sie immer wieder zu üben. Wer sich selbst mit der Eigentherapie helfen will, vereint praktisch zwei Personen in sich: Denjenigen, der therapiert werden muss und denjenigen, der ihn therapiert. Diese doppelte Verantwortung ist jedoch nicht immer einfach.

Für wen ist die Eigentherapie sinnvoll?

Wer sich selbst therapieren und damit selbst helfen will, braucht vor allem zwei Dinge: die Stärke, das Angestrebte auch umzusetzen und die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren. Die Umsetzungsstärke bedeutet, einen Plan aufzustellen und ihn dann systematisch in die Tat umzusetzen. Obwohl es manchmal schwerfällt, aber es kann dauern, bis das Ziel dieses Plans endlich erreicht wird. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion heißt, dass jeder sich selbst, seine Gefühle, seine Gedanken sowie sein Handeln von außen mit einem gewissen Abstand betrachten kann. So etwas stellt eine gewaltige Herausforderung dar, die es umzusetzen gilt. Dies bringt viele, die es versuchen, aber schnell an ihre Grenzen.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Menschen, die unter einer Essstörung, einer Angststörung oder einer leiden, sollten sich in jedem Fall professionelle Hilfe suchen. Die Formen der Eigentherapie sind hier begrenzt und kommen nur als ergänzende Form der Therapie infrage.

Fazit

Der moderne Mensch von heute kennt es nicht anders: Selbst bei Kleinigkeiten, die die betreffen, wird sofort ein Arzt aufgesucht. Dabei gibt es viele Beispiele, wie der Körper sich selbst helfen kann. Sich selbst zu therapieren, kann dabei helfen, sich Problemen zu stellen und sie sogar mit Erfolg zu lösen. Um das eigene Verhalten zu ändern, braucht es nur sehr selten Hilfe von außen, hier reicht es oft, sich selbst zu helfen und zu therapieren.

Bild: @ depositphotos.com / ilze79

Ist Eigentherapie der Weg aus chronischen Krankheiten?

Ulrike Dietz