Diese Faktoren sind bei der Aufzucht der Bartagame Babys wichtig

Bartagamen gehören zu den Reptilien, die in deutschen Terrarien besonders beliebt sind. Dies liegt vor allem am exotischen Aussehen der schönen Echsen, deren Heimat Australien ist. Die größte Faszination üben aber die verschiedenen Farben der aus. Das intensive Rot und das knallige Gelb machen die Tiere so attraktiv. Die prachtvollen Farben werden durch Züchtung erzielt, in der Natur sind Bartagamen schwarz oder beige-braun. Wer Geduld und etwas Fingerspitzengefühl mitbringt, kann es sogar schaffen, dass die Tiere zutraulich werden.

Die Voraussetzungen müssen stimmen

Alle, die Echsen mögen und eine Bartagame als halten, können die Tiere auch züchten. Allerdings ist die Bartagamen Aufzucht nicht ganz so leicht, wie viele sich das vielleicht vorstellen. Stimmen die Haltungsbedingungen im Terrarium und fühlen sich die Tiere wohl, dann werden sie sich auch paaren. Wichtig ist, dass alle, die eine Bartagame kaufen, Züchter suchen, die einen einwandfreien Ruf haben und seriös sind. So kann der neue Besitzer immer sicher sein, dass seine Tiere gesund sind. Damit die Eltern und die Bartagame Babys wirklich geschützt sind, müssen im Terrarium einige Voraussetzungen geschaffen werden.

Wer ein Bartagam Baby kauft, muss ein Jahr mit der Zucht warten, denn die Echsen werden erst im Alter von einem Jahr geschlechtsreif. Vor diesem Zeitpunkt sollte es zu keiner Paarung kommen. Für ein weibliches Bartagame Jungtier ist die Zeit der sehr anstrengend, daher ist eine Trächtigkeit einer Baby Bartagame noch nicht zuzumuten.

Paarung erst nach dem Winterschlaf

Ist der Winterschlaf, der in der Regel zwischen zwei und drei Monate dauert, beendet, dann bekommen die faszinierenden Reptilien Frühlingsgefühle. Die männlichen Tiere beginnen, zu balzen, sie verteidigen ihr Revier und nicken auffallend oft mit dem Kopf. Um diese Geste noch zu unterstreichen, stellen sie ihren Rumpf auf, was das Weibchen beeindrucken soll. Die Damen zeigen den Herren jedoch zunächst einmal die kalte Schulter, in dem sie „winken“. Dies ist als Beschwichtigungsgeste zu betrachten. Das Balzspiel geht eine Weile, bis sich das Paar endlich einig ist. Unmittelbar vor der Paarung zeigt das männliche Tier stolz seinen aufgestellten Bart am Unterkiefer.

Die Zeichen richtig deuten

Bei der Bartagame Aufzucht ist es wichtig, die Zeichen der Tiere richtig zu deuten. So haben viele Weibchen nach der Paarung Bissspuren im Nacken, die aber nicht gefährlich sind und von selbst abheilen. Dass Bartagamen Babys unterwegs sind, zeigt sich vor allem daran, dass die Weibchen, was das Essen angeht, sehr gierig sind. Zudem lässt sich deutlich erkennen, dass das Weibchen runder wird und dass sie sich gerne einen warmen Platz unter der Lampe sucht.

Wer sich über eine vernünftige Aufzucht der Bartagame Babys informieren möchte, wird erfahren, dass die richtige der Mutter dem Bartagame Baby den besten Weg ins Leben bietet. Die werdende Mutter braucht viele Vitamine, Mineralstoffe und vor allem wertvolle Nährstoffe. Der Anteil an Insekten in der Nahrung sollte während der Trächtigkeit erhöht werden und auch ein flüssiges Vitaminpräparat ist empfehlenswert.

Das Schlüpfen der Bartagame Babys

Steht die Ablage der Eier kurz bevor, dann werden die Tiere unruhig und laufen durch das Terrarium. Um den besten Platz für die Eiablage zu finden, fangen sie auch an, zu graben, nicht selten versuchen die Weibchen dabei sogar aus dem Terrarium zu entkommen. In ihrer Heimat Australien graben Bartagamen sehr tief im Wüstensand, deshalb sollte auch im Terrarium eine entsprechend tiefe Stelle vorhanden sein. Nachdem das Weibchen die Eier gelegt hat, müssen diese in einen Inkubator, denn die Bedingungen für die Bartagame Babys sind im Terrarium nicht perfekt.

Bis der Vorgang des Schlüpfens abgeschlossen ist, kann es einen Tag dauern und erst danach beginnt die eigentliche Aufzucht der Tiere. Zunächst werden die winzigen Echsen sehr vorsichtig aus dem Inkubator genommen. Dabei ist es wichtig, sich auf die Unterseite des Bauches zu konzentrieren, denn es kann vorkommen, dass sich der Dottersack nicht ganz von der Haut löst.

Was ist bei der Aufzucht wichtig?

Nachdem die Tiere geschlüpft sind, beginnt die eigentliche Aufzucht, die separat von den Eltern erfolgen muss. Dazu ist ein besonderes Aufzuchtterrarium notwendig, was immer übersichtlich, jedoch nicht zu klein sein darf. Wichtig ist es, dass alle Bartagame Babys an ihr Futter kommen. Auf den Boden der „Aufzuchtstation“ wird ein Eierkarton gelegt, der den Kleinen die bietet, sich zu verstecken und auch zu klettern. Der Eierkarton hat anderseits noch eine praktische Seite, denn wenn er verschmutzt ist, wird er einfach ausgetauscht. Sand oder Substrat wie im großen Terrarium ist bei den kleinen Echsen noch nicht notwendig, hier reicht Zeitungspapier vollkommen aus.

Bartagamen Babys brauchen die Möglichkeit, sich feuchte Höhlen zu bauen, daher sollte ein Teil ihres Terrariums jeden Tag mit Wasser eingesprüht werden. Damit sich die Tiere wohlfühlen, müssen sie in Gruppen gehalten werden, ihre Fütterung erfolgt dreimal am Tag. Ab dem sechsten Lebensmonat reichen auch zwei Mahlzeiten am Tag aus. Wichtig ist es, den Bartagame Babys täglich frisches Grünfutter anzubieten.

Die Mühe lohnt sich

Wer ein Bartagamen Baby kaufen und selbst aufziehen will, kann sich beispielsweise auf der Seite Morphkings auf Facebook ausführlich über die Aufzucht der schönen Echsen informieren. Diese Seite ist außerdem für alle von Interesse, die ein Bartagame Haustier kaufen und weitere wichtige Informationen über den Bartagamen-Ratgeber erfahren möchten. Grundsätzlich sollten die Baby Bartagame sowie das Bartagame Jungtier nur bei einem vertrauenswürdigen und erfahrenen Züchter gekauft werden. Die Tiere selbst aufzuziehen, erfordert neben Geduld und Zeit auch das nötige Wissen, aber die Mühe der eigenen Aufzucht lohnt sich auf jeden Fall. Aus den Bartagame Babys werden wunderschöne Echsen in vielen verschiedenen Farben.

Ein Terrarium mit Bartagamen wird sehr schnell zum Mittelpunkt des Hauses, denn die farbenfrohen Tiere, die so zutraulich werden können, machen sich schnell viele Freunde.

Bild: @ depositphotos.com / lizzylou

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Ulrike Dietz