Vegane Ernährung: Ist sie wirklich so teuer?

Über vegane Ernährung gibt es einen Mythos: viel zu teuer. Was ist wirklich dran an der Preiskalkulation für die vegane Ernährung, die viele online aufstellen? Was bedeutet vegan und wie passt das sogar in ein Haushaltsbudget mit Grundsicherung? Viele Fragen; in diesem Artikel gehen wir der Sache auf den Grund.

Nicht vegetarisch, sondern vegan

Veganer nehmen keine tierischen Produkte zu sich, das ist wohl der wichtigste Unterschied zu Vegetariern. Sie verzichten also nicht nur auf Fleisch, Geflügel und Fisch, sondern alle von Tieren gelieferten Produkte wie das Ei. Des Weiteren kaufen sie keine Produkte, wo tierische Substanzen wie Fette und Öle enthalten sind. Viele Veganer sind der Ansicht, dass kein Lebewesen auf dem Planeten als Nahrung für Menschen dienen darf. Die vegane Lebensweise ist sogar günstiger als die aller anderen Lebensweisen, bei denen tierische Produkte in irgendeiner Art konsumiert wird.

Welche Grundprodukte gehören zur veganen Ernährung?

Veganer essen vor allem sehr viel Obst und Gemüse. Dabei unterscheiden sich Veganer: Es gibt die Veganer, die ausschließlich regional einkaufen und darauf achten, dass alle Lebensmittel aus regionalem Anbau stammen. Für sie entfällt beispielsweise der Genuss der Wassermelone und ebenso der Banane, weil beides keine heimischen Anbauprodukte in Deutschland sind. Stattdessen kommen Spinat, Spargel, Möhren, Äpfel, Weintrauben und viele weitere Nahrungsmittel auf den Tisch. Zu den Grundnahrungsmitteln gehören ebenso Kartoffeln.

Es gibt aber auch die Veganer, die nur darauf achten, keine tierischen Produkte zu sich zu nehmen und verzehren ohne Bedenken Obst und Gemüse, das um die halbe Welt transportiert wird, nur damit es im deutschen Supermarkt erhältlich ist.

Wo gibt es vegane Nahrungsmittel zu kaufen?

In der Gesellschaft hat sich der Mythos etabliert, dass vegane Produkte nur im Reformhaus (Kosmetika) und Biogeschäft (Lebensmittel, Getränke) erhältlich sind. Das ist falsch. Online gibt es beispielsweise vegane Vorteilspakete, wo auch Haushalte mit geringem Einkommen gesunde Nahrung erhalten. Immer mehr Produkte in den Supermärkten sind mit dem Siegel “Vegan” gekennzeichnet. Es liegt also am Konsumenten, vegane Produkte zu finden und nicht gleich einem Irrtum zu folgen.

Wer also keine Zeit hat, im nächsten Supermarkt einzukaufen oder beim Bauern zu halten, der bestellt seine veganen Vorteilspakete einfach online. Im Internet gibt es keine Schließzeiten. Die Lieferung dauert einige Tage, aber wer seinen Haushalt gut plant, der bekommt seine veganen Vorteilspakete pünktlich nach Hause geliefert.

Was kostet die vegane Ernährungsweise?

Vielen geht es ausschließlich um den Preis. Teuer wird es bei veganen Produkten, die aus fernen Ländern nach Deutschland transportiert werden. Teils kommen sie unreif im Großhandel an, andere Waren sind bereits verdorben. Aufgrund der steigenden Nachfrage handelt es sich dabei nur sehr selten um ökologische Produkte, viel mehr kommen die Waren aus dem Massenanbau. Wenn dann doch einmal die Avocado unter dem Bio-Siegel geführt wird, liegt der Kilopreis schnell über dem einer Tafel Schokolade.

Fertigprodukte wie das vegane Schnitzel oder die vegane Wurst sind aufgrund des Herstellungsprozesses wesentlich teurer als bei einer eigenständigen Zubereitung. Warum muss das vegane Nahrungsmittel eigentlich so aussehen und benannt werden, was Veganer selbst nicht essen? Wurst, Käse, Bratwurst, Wiener Würstl und viele solcher Produkte liegen in den Lebensmittelgeschäften.

Veganer, die sich günstig ernähren möchten, sollten ausschließlich regionale Produkte kaufen. Suppen und andere Mahlzeiten aus den Grundzutaten selbst herstellen. Beispielsweise ist Brot in der Selbstherstellung deutlich günstiger als ein veganes Fertigbrot aus dem Lebensmittelgeschäft.

Bild: @ depositphotos.com / mtoome

Vegane Ernährung: Ist sie wirklich so teuer?

Redaktion
Letzte Artikel von Redaktion (Alle anzeigen)