Demenz bei Hunden – auf diese Symptome sollten Besitzer achten

Demenz bei Hunden – auf diese Symptome sollten Besitzer achten

Dass Menschen an Alzheimer erkranken, ist bekannt, aber kaum jemand weiß, dass dieses Schicksal auch Hunde treffen kann. Besonders gefährdet sind , die bereits älter als neun Jahre sind. Wenn ein langsames Absterben der Nervenzellen beginnt, dann erkrankt an Demenz. Kognitives Dysfunktionssyndrom oder kurz CDS heißt diese Krankheit bei Hunden, die vor allen durch Auffälligkeiten im Verhalten des Tieres auf sich aufmerksam macht. Woran können erkennen, dass dement ist und Alzheimer hat?

Sehr ähnliche Symptome

Demenz bei Hunden und Demenz bei Menschen hat sehr ähnliche Symptome. Auch beim Hund steigt die Gefahr mit zunehmendem Alter, dement zu werden, allerdings hängt es von der Rasse ab, ob das früher oder später der Fall ist. Folgende Symptome deuten auf Demenz bei Hunden hin:

  • Der Hund wird spontan bissig
  • Er knurrt oder bellt plötzlich Menschen an, die er schon lange kennt
  • Er erkennt alltägliche Dinge nicht mehr
  • Der Blick ist starr, das Tier wirkt in sich gekehrt
  • Der Hund ist leicht reizbar und hat Gefühlsschwankungen
  • Es fällt ihm zunehmend schwer, zwischen zwei Entscheidungsoptionen zu wählen
  • Der Hund verliert seinen Orientierungssinn

Welche Ursachen gibt es?

Wie beim Menschen, so sterben auch beim Hund Nervenzellen im Gehirn ab. Besonders empfindlich sind die Zellen, die für das Gedächtnis, für das Lernen und das Bewusstsein zuständig sind. Diese Nervenzellen liegen in der äußeren Schicht des Hirns in der sogenannten Neuhirnrinde. In den meisten Fällen altern Menschen und Hunde, ohne dass die Zellen absterben, aber aus bislang noch nicht bekannten Gründen erkrankt ein Teil der Hunde und Menschen an diesem Sterben der Neuronen. Die Demenz beim Hund ist keine Alterserscheinung, sie beruht auf einer Krankheit, die Alzheimer beim Menschen sehr ähnlich ist. Kommt es zu einem kognitiven Dysfunktionssyndrom, sind die Nerven nicht mehr in der Lage, untereinander zu kommunizieren und transportieren keine Abfälle mehr ab. Noch schlimmer ist jedoch, dass es keine Versorgung mit Nährstoffen mehr gibt. In der Folge hungern die Zellen und sterben schließlich ab.

Eine sehr schwierige Diagnose

Die meisten Tierärzte berichten, dass Demenz bei Hunden eher durch Zufall und durch Nachfragen beim Besitzer diagnostiziert wird. Die Hundebesitzer sind der Ansicht, dass ihre Tiere alt und deshalb ein wenig sonderlich sind. Wenn der Tierarzt die Vermutung hat, dass ein Hund unter Demenz leidet, dann kann er eine Blutuntersuchung anordnen oder das Gehirn durch ein MRT untersuchen lassen. Die Bilder der Magnet-Resonanz-Tomografie zeigen meist sehr deutlich, ob es sich um Alzheimer handelt oder eher nicht. Demenz bei Hunden steht erst seit gut zehn Jahren im Fokus, obwohl die Krankheit schon in den 1960er Jahren wissenschaftlich untersucht wurde. Gut erforscht ist sie dennoch nicht, eine Tatsache, die es heute schwierig macht, die richtige Diagnose zu treffen. Wie Menschen, so werden auch Hunde immer älter, bedingt durch eine bessere medizinische Versorgung und Futter. Deshalb wird ebenfalls die Zahl der Hunde, die dement sind, weiter steigen.

Was können die Besitzer dementer Hunde tun?

Ein Heilmittel gegen die Demenz bei Hunden gibt es leider noch nicht, aber es gibt Mittel, die die Symptome abschwächen. Alles, was die Besitzer der erkrankten Tiere tun können, ist, dem Hund das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Wenig Stress und eine vertraute Umgebung sind für die alten Hunde sehr wichtig. Beim sollten die Hundebesitzer die Strecke variieren, auch ein neues Spielzeug regt die Aktivitäten des Gehirns an. Viel Geduld und Verständnis sind immer dann gefragt, wenn der Hund sich anders verhält als gewohnt, plötzlich ängstlich reagiert oder grundlos knurrt. Wenn die Tendenz jedoch immer weiter abwärts geht, dann ist es im Sinne des Tieres die bessere Wahl, mit dem Tierarzt darüber zu sprechen, den Hund einschläfern zu lassen.

Fazit

Demenz bei Hunden ist immer noch eine eher seltene Krankheit, die nicht jede Rasse trifft. Wer einen älteren Hund aus dem Tierheim aufnimmt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Tier in absehbarer Zeit an einer Demenz erkranken kann. Übrigens, nicht nur Hunde sind anfällig für Demenz, auch Katzen kann dieses Schicksal treffen. Aber anders als beim Hund sind meist Katzen betroffen, die älter als 15 Jahre sind. Bei Hunden liegt die Grenze weit darunter, denn schon ab dem neunten Lebensjahr steigt bei einigen Rassen das Risiko einer Demenz.

Bild: @ depositphotos.com / CookiesForDevo

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Häufige Fragen

Was sind die häufigsten Symptome von Demenz bei Hunden?

Hunde mit Demenz zeigen oft Verhaltensänderungen wie plötzliche Aggressivität, Orientierungslosigkeit und Schwierigkeiten bei Entscheidungen.

Ab welchem Alter sind Hunde anfällig für Demenz?

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt ab einem Alter von neun Jahren, wobei dies je nach Rasse variieren kann.

Wie wird Demenz bei Hunden diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt häufig durch Tierärzte, die Blutuntersuchungen oder MRT-Scans anordnen, um die Gehirnfunktion zu überprüfen.

Gibt es eine Heilung für Demenz bei Hunden?

Leider gibt es derzeit kein Heilmittel, aber es gibt Möglichkeiten, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Was können Besitzer tun, um ihren dementen Hund zu unterstützen?

Besitzer sollten eine stressfreie Umgebung schaffen, vertraute Routinen beibehalten und neue Aktivitäten anbieten, um das Gehirn zu stimulieren.

Wie unterscheiden sich die Symptome von Demenz bei Hunden und Menschen?

Die Symptome sind ähnlich, beide zeigen Verhaltensänderungen und Gedächtnisverlust, jedoch können die spezifischen Ausprägungen variieren.

Welche Ursachen hat Demenz bei Hunden?

Demenz bei Hunden entsteht durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn, ähnlich wie bei Alzheimer bei Menschen.

Wie häufig ist Demenz bei Hunden?

Demenz ist bei Hunden relativ selten, wird aber aufgrund der steigenden Lebenserwartung zunehmend relevanter.

Können auch andere Tiere an Demenz erkranken?

Ja, auch Katzen können an Demenz erkranken, meist jedoch erst ab einem Alter von 15 Jahren.

Was sollten Besitzer tun, wenn sich der Zustand ihres Hundes verschlechtert?

Wenn die Symptome zunehmen, sollten Besitzer unbedingt einen Tierarzt konsultieren, um die bestmögliche Entscheidung für das Tier zu treffen.

Ulrike Dietz