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Fake-Apps – wie kann man Fake-Anwendungen auf die Spur kommen?

Fake-Apps – wie kann man Fake-Anwendungen auf die Spur kommen?

In den zahlreichen App-Stores wird sehr viel Geld verdient und das sorgt auch für die Aufmerksamkeit von Betrügern, die sich gerne ein Stück vom Kuchen abschneiden möchten. Für den Laien, der im App-Store einkaufen geht, sind die Fake-Apps nicht auf den ersten Blick zu erkennen und viele, die schon einmal in die Fake-Apps Falle getappt sind, fragen sich, ob es überhaupt eine Chance gibt, ihr Geld zurückzubekommen.

Ein sehr großes Angebot

Das spannende Spiel für das Smartphone oder die Office-Anwendung für den Apple Mac – das Angebot in den App-Stores ist mehr als groß. Leider halten nicht alle Angebote das, was sie versprechen, denn neben den echten gibt Apps es auch jede Menge Fake-Apps, die auf den ersten Blick nicht als Fälschungen zu erkennen sind. Alle Anbieter versichern ihren Kunden, dass sie nur lizenzierte Produkte in ihrem Store anbieten, aber sehr oft handelt es sich lediglich um unbrauchbare und leere Software-Hülsen. Besonders perfide ist aber, dass die Betrüger es nicht nur auf das Geld abgesehen haben, sie wollen mit täuschend echt aussehenden Fake-Apps auch auf die Daten zugreifen. Android und Windows Mobile sind davon ebenso betroffen wie auch iOS sowie die App-Stores für Desktop- Betriebssysteme wie MacOS oder Windows 10.

Genauer hinsehen

Eine Möglichkeit, um echte von Fake-Apps zu unterscheiden, ist sich das Logo genauer anzusehen. Das geht sehr einfach, indem man sich das Original-Logo im Internet ansieht, und wenn es auch nur im kleinsten Detail vom Logo im App-Store abweicht, dann sollte man misstrauisch werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich nach dem Öffnen der App mit der Leistungsbeschreibung zu befassen. Wenn sich in dieser Beschreibung Rechtschreibfehler befinden oder wenn es überhaupt keine Beschreibung gibt, dann handelt es sich garantiert um eine gefälschte App. Der Name des Herstellers kann ebenfalls Hinweise auf Fake-Apps liefern, denn dieser stimmt oft nicht mit dem Namen des Entwicklers im Originalprodukt überein. Misstrauisch sollte man aber auch immer dann werden, denn die Bewertungen nur positiv ausfallen, es aber dazu keine Kommentare gibt.

Keine Panik bei Fake-Apps

Es besteht kein Grund zur Panik, wenn sich die App erst nach dem Öffnen als eine Fälschung entpuppt. Wichtig ist es zu unterscheiden, ob es sich um eine gefährliche oder um eine eher ungefährliche Fälschung handelt. Ist es eine ungefährliche Fake-App, dann werden Werbung und nervige Pop-ups eingeblendet, aber die greifen nicht auf die Daten des Nutzers zu. Es kann aber auch passieren, dass die App kostenpflichtig ist, aber nicht die Funktion erfüllt, die versprochen wurde. Leider sind die wirklich gefährlichen Apps kostenlos, aber es wird versucht, auf eine andere Art und Weise Geld zu verdienen. Das kann über eine Spionagefunktion geschehen, indem auf die Kontaktdaten zugegriffen wird. Anschließend werden dann teure SMS verschickt, daher sollte man immer die Handyrechnung sehr genau überprüfen, um zu sehen, ob Kosten auftreten, für die es keine Erklärung gibt.

Wie kann man sein Geld zurückbekommen?

Sollte es sich um eine harmlose gefälschte App handeln, dann kann sie in der Regel schnell wieder deinstalliert werden. Handelt es sich aber um ein gefährliches Exemplar, dann sollte man das Handy in den Werkszustand zurücksetzen, da sich einige Apps erneut wieder installieren wollen, selbst wenn sie gelöscht worden sind. Wichtig ist es, die Fälschung dem App-Store zu melden, damit sie aus dem Angebot genommen wird. Wer für eine Fälschung bezahlt hat, der fragt sich natürlich, wie er sein Geld wiederbekommt. Wenn die App mit der Kreditkarte bezahlt wurde, dann sollte man sich mit dem Kreditinstitut in Verbindung setzen und einen Überweisungsstopp beantragen. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Betrug bei der Polizei anzuzeigen. Ob diese Anzeige jedoch zum gewünschten Erfolg führt, ist fraglich, da kaum eine formelle Anklage erhoben werden kann.

Bild: © Depositphotos.com / Melpomene

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de