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#UHD-Fernseher – das Kino-Feeling für Zuhause

#UHD-Fernseher – das Kino-Feeling für Zuhause

Satte Farben und ein viel höherer Kontrast – damit bewerben die Händler ihre UHD-Fernseher. Diese Fernseher sind angeblich die Zukunft, denn sie haben rund acht Millionen Bildpunkte und stellen damit jeden Full-HD-Fernseher mit seinen zwei Millionen Pixeln locker in den Schatten. Wer mit einem UHD-Fernseher schaut, der bekommt das Kino-Feeling nach Hause, aber ist das wirklich so oder wollen die Händler und Hersteller ihre teuren Geräte einfach nur besser verkaufen? Die Stiftung Warentest hat sich der neuen Fernseher auf jeden Fall schon mal angenommen.

Sehr detailreich

Die Bilder sind detailreich, sagt die Stiftung Warentest über die neuen UHD-Fernseher und das gilt auch für die großen Geräte, die eine Bildschirmdiagonale von 1,40 m haben. Selbst bei einem großen Bildschirm ist die Struktur der Pixel sehr fein, aber es gibt auch Einschränkungen und als eine Revolution bezeichnet die Stiftung Warentest die neuen Geräte nicht. Das liegt unter anderem am Bildmaterial, das in den meisten Fällen nur in einer Full-HD-Auflösung zu haben ist, und auch der Abstand des Zuschauers zum Fernseher spielt eine nicht ganz unwichtige Rolle. Bei einem Test mit 24 Probanden, die alle ihren gewohnten Sitzabstand zum UHD-Fernseher hatten, ist die zusätzliche Zahl der Pixel leider vollkommen verpufft. Begeistert waren die Testseher aber von den knackigen Farben, die sehr natürlich wirken, so die Stiftung Warentest.

Über die Geschwindigkeit entscheidet der Prozessor

Wer sich für einen UHD-Fernseher entscheidet, der sollte auch einen Blick auf den Prozessor werfen, denn dessen Power ist ausschlaggebend dafür, ob die Bilder gut skaliert werden und wie schnell der Fernseher arbeitet. Nicht nur die Schnelligkeit beim Wechsel der Sender ist wichtig, auch die Navigation durch die vielen multimedialen Angebote der Smart-TVs mit Anbindung an das Internet, die immer beliebter werden, spielen eine Rolle. Grundsätzlich ist es aber so, dass UHD-Fernseher über eine interne und sehr aufwendige Signalverarbeitung verfügen, als das bei HD-Geräten der Fall ist. Wenn man für das neue Fernsehen gerüstet sein will, dann sollte der Fernseher über mindestens einen HDMI-Anschluss verfügen, der nicht nur 30, sondern 60 Bilder in der Sekunde akzeptiert.

Eine schnelle Leitung ist Pflicht

Alle, die ihren Fernseher mit UHD-Material von Dienstleistern füttern möchten, die Streaming anbieten, die brauchen auch eine schnelle DSL-Leitung. So empfiehlt zum Beispiel der Streaming-Dienst Netflix eine Bandbreite von mindestens 25 Megabit pro Sekunde, und wer das Angebot von Amazon Prime Video nutzen will, der muss auf jeden Fall 15 Megabit pro Sekunde zur Verfügung haben. Was nach Meinung von Experten in den kommenden Monaten eine immer größere Rolle spielen wird, das ist die breit gefächerte Palette an Blue-ray-Playern in UHD. Die Discs, die geeignet sind, können Platz für Filme mit bis zu 100 Gigabyte bereitstellen und sie liefern sehr hohe Datenraten von bis zu 100 Megabit in der Sekunde, sowie einen deutlich erweiterten Umfang an Kontrast und Farbe.

Vom UHD-Fernseher zum OLED-Fernseher

Neben UHD gibt es aber noch einen weiteren Trend, und zwar die sogenannten OLED-Geräte, die mit ihren organischen Leuchtdioden gerade den Markt für sich erobern. Wer ein Flat-TV mit Hintergrundbeleuchtung in LED hat, der wird von den OLED-Geräten wahrscheinlich begeistert sein, da diese Technik ganz ohne eine Hintergrundbeleuchtung auskommt. Die Geräte leuchten von ganz alleine und das sorgt für einen viel besseren Kontrast. Pixel, die nicht angesteuert werden, bleiben schwarz, während bei LCD-Geräten die Beleuchtung im Hintergrund immer ein wenig Licht emittiert und alles, was schwarz ist, wie anthrazit erscheint. Die OLED-Geräte können außerdem mit einer deutlich besseren Darstellung der Farben beeindrucken und sie haben in der Regel eine sehr schnelle Reaktionszeit. Leider gibt es aber auch Nachteile, zu denen unter anderem der hohe Anschaffungspreis gehört. Ein weiterer Nachteil ist die nur eingeschränkte Lebensdauer der Leuchtpunkte.

Bild: © Depositphotos.com / rommma

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de