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Mit der #App Schadstoffe in Äpfeln aufspüren

Mit der #App Schadstoffe in Äpfeln aufspüren

„One apple a day, keeps the doctor away“, heißt es in einem englischen Sprichwort, das heute so allerdings nicht mehr stimmt. Als das Sprichwort entstand, waren die Äpfel noch frei von Schadstoffen und Pestiziden und da reichte vielleicht ein Apfel am Tag aus, um gesund zu bleiben. Heute strotzen viele Äpfel nur so von Chemie, aber leider weiß der Apfelfreund nie so genau, was alles den Apfel haltbar und so schön glänzend macht.

Die Inhaltsstoffe einfach bestimmen

Das Fraunhofer-Institut in Magdeburg hat sich Gedanken darüber gemacht, wie Verbraucher schnell und einfach sehen können, was sich so alles in ihren Äpfeln befindet und eine App entwickelt. Wer die App auf sein Smartphone lädt, der kann unter anderem erkennen, ob sich auf der Oberfläche des Apfels Pestizide befinden, indem das Smartphone einfach nur über den Apfel gehalten wird. Fast alle chemischen Substanzen haben einen typischen Fingerabdruck, der in einem optischen Spektrum zu finden ist. Wenn bestimmte Lichtwellenlängen besonders gut reflektieren oder absorbieren, dann werden sie für die App sichtbar.

Wie funktioniert die App?

Die App, die Äpfel durchleuchtet, hat den Namen „HawkSpex“ und sie wird noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Mit der App wird es möglich, in einer sehr schnellem Folge Licht in vielen Farben abzustrahlen, und dieses Licht wird dann auf der Oberfläche des Apfels reflektiert und im Smartphone gespeichert. Um die App auch einsetzen zu können, muss sie zunächst einmal auf die Chemikalien vorbereitet werden, denn eine Substanz lässt sich nur dann nachweisen, wenn ihr Spektrum auch in der App hinterlegt wurde. Das passiert mit sogenannten Vergleichsmessungen, mit denen die Software trainiert wird, damit sie das Spektrum auch richtig zuordnen kann.

Mit der App kann aber nicht nur Obst auf mögliche Schadstoffe untersucht werden, auch wer sich ein Auto kaufen will, der kann mithilfe der App schnell und einfach feststellen, ob der Lack eines Wagens überall die gleiche Farbe hat. Die App bietet damit eine preiswerte Qualitätskontrolle, und zwar nicht nur für Nahrungsmittel.

Bild: © Depositphotos.com / vvoennyy

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de