Technik

Der fahrende Lastenroboter – für alle, die nie mehr Koffer schleppen wollen

Der fahrende Lastenroboter – für alle, die nie mehr Koffer schleppen wollen

Roboter rücken immer mehr in den Mittelpunkt des täglichen Geschehens. Der Roboter saugt in einer vereinfachten Form zuhause den Staub auf oder mäht im Garten den Rasen. Intelligente Roboter kommen in der Industrie zum Einsatz und jetzt gibt es auch fahrende Lastenroboter, die Reisenden das schwere Gepäck abnehmen. Dieser fahrende Lastenroboter ist ein sogenannter teilautonomer Helfer, der bis zu 20 Kilogramm befördern kann und der für alle, die viel reisen, eine echte Hilfe darstellt.

Der fahrende Lastenroboter – so groß wie ein Mountain Bike

Hellblau ist der fahrende Lastenroboter, den eine Tochterfirma von Piaggio in den USA herstellt. Der Roboter ist fast kugelförmig, er hat außen zwei Räder und ist ungefähr so groß wie ein Mountain Bike. Einmal aufgeladen befördert der fahrende Lastenroboter für acht Stunden schweres Gepäck und er lässt sich in drei ganz unterschiedlichen Modi betreiben. Er kann entweder ganz allein einer Person folgen, er kann alleine unterwegs sein und er kann auch im Geschwader mit anderen Robotern zum Einsatz kommen. Was den fahrenden Lastenroboter aber auszeichnet und besonders macht, das ist seine ausgefeilte Technik.

Mehr als nur ein Gepäckträger

Der fahrende Lastenroboter verfügt über eine sehr moderne Sensor-Technologie. Anstatt mit teurer, komplizierter Technik wie zum Beispiel Lidar, bei der ein Bild in 3D mithilfe von reflektierenden Laserstrahlen entsteht, kann der Lastenroboter seine Umgebung mit Videokameras erfassen. Während dieses Vorgangs werden die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen Bilder miteinander verglichen. Erkennt das System dann Unterschiede, dann schließt es automatisch auf eine dreidimensionale Struktur einer Szene. Damit das ohne Probleme passiert, verfügt der Lastenroboter über eine stereoskopische Kamera und mehrere Weitwinkel-Kameras, die es gemeinsam möglich machen, dass ein 360-Grad-Bild entsteht.

Roboter erobern den Alltag

Der Roboter der Lasten ist ein weiterer Schritt und eine Entwicklung, um Menschen und Maschinen einander näher zu bringen. Der Aktionstag „Liebe deinen Roboter“ am 7. Februar ist vielleicht der richtige Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, welche Rolle Roboter in Zukunft im alltäglichen Leben spielen sollen. Wenn sich die Prognosen bewahrheiten, dann werden Roboter nicht länger nur in der Industrie gebraucht, sie werden auch den Haushalt nach und nach erobern. Da die maschinellen Helfer einen immer größeren Platz im Alltag haben werden, bemühen sich die Entwickler, die Roboter immer menschlicher aussehen zu lassen. In naher Zukunft werden Roboter wohl sehr viel mehr tun, als nur Gepäck zu transportieren oder den Staub aufzusaugen.

Pepper zeigt Gefühle

Er kostet rund 1400 Euro, er kann menschliche Gefühle deuten, er kann zudem selbst Emotionen zeigen und er trägt den Namen Pepper. Der Roboter wurde vom japanischen Mobilfunkbetreiber Softbank entwickelt, und als Pepper im Juni vor zwei Jahren auf den Markt kam, war er innerhalb von nur 60 Sekunden komplett ausverkauft. Allerdings würde es etwas zu weit führen, Pepper zu bescheinigen, selbst Gefühle zeigen zu können, was der Roboter kann, ist Gefühle zu imitieren. Pepper kann die Gefühle seines Gegenübers einordnen, fühlen kann er sie aber nicht. Der Roboter reagiert auf seine unmittelbare Umwelt, die von verschiedenen Sensoren verarbeitet wird. Alle Gefühlsäußerungen werden anschließend durch Bewegungen und Farben auf einem Display dargestellt, was sich in seiner Brust befindet. Durch 200 Roboter-Apps kann das Wissen von Pepper kontinuierlich erweitert werden. Pepper ist 1,20 m groß, er bewegt sich auf Rollen und könnte, wenn es nach seinen Entwicklern geht, zum Beispiel bei der Betreuung von Senioren oder auch als Lehrer für Kinder verwendet werden. Erfahrungen hat Pepper bereits, denn schon seit einiger Zeit begrüßt er in Geschäften die Kunden.

Nicht jeder kann sich mit dem Gedanken an Roboter im Alltag anfreunden, wer jedoch die neusten Entwicklungen aufmerksam verfolgt, wird erkennen, wie nützlich die Maschinenmenschen in vielen Bereichen sein können.

Bild: © Depositphotos.com / mik38

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.