Technik

Wie sicher sind #Wahlcomputer?

Wie sicher sind #Wahlcomputer?

Computer sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, aber es gibt Bereiche, in denen Computer ihre Schwächen haben. Während in Deutschland die Wähler noch im wahrsten Sinne des Wortes bei einer Wahl zur Urne gehen müssen, ist man in den USA schon einen Schritt weiter. Dort gibt es in einigen Bundesstaaten Wahlcomputer, mit denen die Wähler abstimmen können. Aber der Fortschritt hat offenbar seine Tücken, denn jetzt sind Zweifel aufgekommen, ob bei der Wahl zum Präsidenten alles mit rechten Dingen zugegangen ist, denn offenbar wurden die Wahlcomputer manipuliert.

Es gibt Schwachstellen

Der Chef des „Center for Computer Security and Society“ der Universität von Michigan, Halderman, hat der demokratischen Partei dazu geraten, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen überprüfen zu lassen, denn Halderman ist davon überzeugt, dass die Wahlcomputer, die in einigen Bundesstaaten zum Einsatz kamen, ihre Schwächen haben. Um Vertrauen zu schaffen, sollte noch einmal mit Wahlzetteln abgestimmt werden, denn diese müssen lediglich nachgezählt werden. In den USA werden die Wahlzettel zwar von Hand ausgefüllt, aber sie werden anschließend von einem Scanner eingelesen, was als relativ sicher gilt. Ganz anders sieht es bei den Wahlcomputern aus, die jede Stimme mit einem Papierbeleg ausdrucken. In beiden Varianten werden aber die Stimmzettel nicht gezählt, die Ergebnisse werden vielmehr von einem Wahlcomputer zusammengerechnet.

Manipulationen sind möglich

Wie jeder andere Computer, so können auch die Computer, die zur Wahl genutzt werden, jederzeit das Ziel eines Hackers werden, der die Wahl dann nach seinen Vorstellungen manipulieren kann. Die Kritik an den Wahlcomputern gibt es schon seit längerer Zeit, denn die Computer müssen nicht einmal ans Internet angeschlossen werden, um gehackt zu werden. Besonders gefährdet ist der Ausgangscomputer, an dem die Wähler ihre Stimmen abgeben, denn diese PCs sind so gut wie gar nicht gesichert und bieten daher ein perfektes Angriffsziel, um die Wahl ganz nach Wunsch in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen.

Bild: © Depositphotos.com / meikesen

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de