Warum sind Freundschaften unter Kindern so wichtig?

Corona hat auch das Leben vieler Kinder auf den Kopf gestellt. Sie durften nicht mehr regelmäßig in den Kindergarten oder in die Schule und viele haben ihre Freunde schmerzlich vermisst. Freundschaften unter Kindern sind aber enorm wichtig für eine gesunde Entwicklung. Eine Kinderfreundschaft entsteht meist sehr schnell und kann ebenso schnell wieder beendet sein. Dies ändert sich erst, wenn die Kinder älter werden und die Freundschaft eine für sie andere Bedeutung bekommt.

Freundschaften unter Kindern, die ein Leben lang halten

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Warum Freundschaften unter Kindern so wichtig sind, erklärt sich zum einen daraus, dass sie in einem Freund gleichzeitig einen Spielkameraden sehen. Zum anderen können der beste Freund oder die beste Freundin noch ein Vorbild sein, von dem die Kinder etwas lernen können. Auf diese Weise helfen sich Kinder in ihrer Entwicklung gegenseitig, sie lernen voneinander und erwerben eine Menge Fähigkeiten. In jeder Interaktion mit den Freunden erweitern Kinder ihren Horizont, sie bekommen Kompetenzen und lernen, was Bindungsfähigkeit bedeutet. Nicht selten halten Freundschaften von Kindern, die zusammen im Sandkasten gespielt haben, sogar ein Leben lang.

Spielkamerad oder echter Freund?

Nicht in jedem Fall führt ein Kontakt zwischen zwei Kindern im gleichen Alter automatisch zu einer Freundschaft. Kleine Kinder zeigen zwar Interesse an anderen Kindern, aber hier ist es eher ein nebeneinander spielen, als die Anbahnung einer Freundschaft. Jedes Kind, mit dem gespielt wird, ist auch ein Freund. Dies ändert sich im Kindergartenalter, hier beginnen die Kinder, zu Hause stolz von ihren Freunden zu berichten. Kinder sind in diesem Alter in der Lage, ihre Begeisterung für etwas mit einem anderen Kind zu teilen. Zur Freundschaft unter Kindern gehört es auch, sich zu solidarisieren. Wenn zwei Kinder ein drittes Kind doof finden, sind sie auf dem besten Weg, sich anzufreunden.

Was tun bei Konflikten?

Eltern stehen meist hilflos daneben, wenn sich zwei Kinder in die Haare bekommen. Für die Kinder ist es jedoch ganz normal, dass sich Freunde auch mal streiten. Die Erwachsenen stört vor allem, dass sich Kinder nicht nur mit Worten streiten, sondern genauso handgreiflich werden. Ist hier wirklich das Eingreifen eines Erwachsenen erforderlich? In der Regel nicht, denn Kinder müssen lernen, die eigene Position zu vertreten. Die Eltern sollten nur eingreifen, wenn das Ganze in körperliche Streitigkeiten ausartet. Dass die Streithähne, die vor zehn Minuten noch am gleichen Spielzeug gezogen und sich beschimpft haben, wieder friedlich zusammen spielen, kann durchaus passieren. Schließlich sind sie ja Freunde, was bei Kindern geben und nehmen bedeutet. Davon profitiert am meisten die soziale Kompetenz. Wer als Kind Freundschaften geschlossen hat, wird es auch später im Erwachsenenleben einfach haben, wirklich gute Freunde zu finden.

Fazit zu Freundschaften unter Kindern

Freundschaften unter Kindern werden mit zunehmendem Alter bewusster geschlossen und zudem intensiver geführt. Freundschaften können jedoch ebenso schnell und häufig wechseln, beispielsweise, wenn die Interessen zu weit auseinandergehen. Wer heute der allerbeste Freund ist, wird schon morgen zum erbitterten Feind und übermorgen wieder zum besten Freund. Daher sollten Eltern es ihren Kindern überlassen, mit wem sie sich anfreunden wollen. Von den Eltern arrangierte Freundschaften halten in der Regel nicht sehr lange, da der Freund oder die Freundin nicht selbst ausgesucht wurden.

Bild: @ depositphotos.com / Nomadsoul1

Warum sind Freundschaften unter Kindern so wichtig?

Ulrike Dietz