Polfilter für die Kamera – das sind die Vor- und Nachteile

Einen sogenannten Polfilter für die Kamera gab es bereits, als das Fotografieren noch analog stattfand. Heute wird digital fotografiert und der Polfilter ist immer noch ein wichtiges Utensil, sowohl für Profis als auch für Hobbyfotografen. Mit diesem speziellen Filter lassen sich schöne Effekte erzielen, die bei einer digitalen Nachbehandlung oftmals nur unzureichend oder gar nicht erzielt werden. Der Polfilter ist eine Art Effektfilter und er reduziert in erster Linie alle störenden oder übermäßigen Reflexionen auf Oberflächen, die nicht aus Metall sind.

Wie funktioniert der Polfilter für die Kamera?

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Um zu verstehen, wie ein Polfilter für die Kamera funktioniert, ist es wichtig, sich etwas in der Physik auszukennen. Das Sonnenlicht besteht bekanntlich aus Wellen, die in viele Richtungen schwingen, sie sind also nicht polarisiert. Hat eine Kamera aber einen Polfilter, dann kann dieser aufgrund seiner Beschaffenheit nur die Lichtwellen zulassen, die in eine bestimmte Richtung schwingen, nur sie gelangen auf den Sensor des Fotoapparats. Da sehr viele Lichtwellen herausgefiltert werden, sehen die Lichtquellen dunkler aus. Polfilter für die Kamera werden in zwei Arten unterschieden: den linearen und den zirkularen Filter.

Den Filter richtig nutzen

Profis und viele Hobbyfotografen nutzen den zirkularen Filter, da es hier, anders als beim linearen Filter, keine Probleme mit dem Autofokus und der Belichtung gibt. Steht der Polfilter in einem Winkel von 90° Grad zur Sonne, dann wird der beste Effekt erreicht. Deshalb ist es wichtig, den Filter so lange zu drehen, bis die Reflexionen im gewünschten Umfang verschwunden sind. Wer beim Fotografieren die Sonne im Rücken hat, wird selbst mit dem besten Polfilter für seine Kamera keinen Effekt mehr erzielen. Beim linearen Polfilter gibt es zudem den Nachteil, dass durch die Filterung weniger Licht auf den Sensor der Kamera fällt. Hier muss der Fotograf gegensteuern, indem er die Blendenstufe höher einstellt.

Probleme mit der Digitalkamera

Dass die Digitalkamera einem aufgesetzten Polfilter den Autofokus verweigert, weil der Lichteinlass zu gering ist, kann jedoch auch passieren.

In diesem Fall gibt zwei Optionen:

  • Die Kamera vor dem Aufsetzen des Polfilters scharf stellen, der Filter wird erst danach aufgesetzt.
  • Bei der zweiten wird das Motiv manuell scharf gestellt und anschließend das Foto geschossen. Bei der zweiten Option sollte jedoch bedacht werden, dass sich beim Drehen des Objektives auch der Winkel des Polfilters verändert, wenn das Motiv manuell scharf gestellt wird.

Der moderne zirkuläre Polfilter ist die bessere Wahl, da dieser Filter diese Nachteile nicht hat. Selbst wenn der Polfilter einige Nachteile mit sich bringt, überwiegen hier die Vorteile. Wer mit tollen Effekten fotografieren will, kommt ohne den Polfilter nicht aus.

Fazit zum Polfilter für die Kamera

Bei der Nutzung eines Polfilters wird jeder Kontrast deutlich verstärkt, was die Farben auf dem Foto frischer, plastischer und vor allem kräftiger macht. Vielen Hobbyfotografen und Profis kommt es jedoch hauptsächlich darauf an, dass der Polfilter alle unerwünschten Reflexionen herausfiltert. Wird beispielsweise ein See fotografiert, dann ist die Spiegelung des Wassers geringer, der Himmel wirkt blauer und die Wolken sind weißer und sehen kräftiger aus. Alle, die gerne Landschaften fotografieren, sollten unbedingt einen Polfilter nutzen, denn durch diesen Filter wird alles etwas plastischer und farbenfroher.

Bild: @ depositphotos.com / urban_light

Polfilter für die Kamera – das sind die Vor- und Nachteile

Ulrike Dietz