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Kann Zucker aus der Birkenrinde beim Abnehmen helfen?

Kann Zucker aus der Birkenrinde beim Abnehmen helfen?

Zucker ist der Feind all derer, die an Gewicht verlieren wollen, Zucker ist Gift, wenn es nach der Meinung von Ernährungsexperten geht. Zucker ist Aber unbedingt notwendig, denn er ist ein zuverlässiger Energielieferant, den der Körper braucht. Es gibt Alternativen zum klassischen Zucker, wie etwa Süßstoff. Der hat jedoch einen denkbar schlechten Ruf und sein Geschmack lässt auch zu Wünschen übrig. Eine andere Möglichkeit bietet Zucker aus der Birkenrinde, der den Namen Xylit trägt. Kann der Zucker aus der Birkenrinde die richtige Lösung sein?

Was genau ist Xylit?

Der Zucker aus der Birkenrinden sieht aus wie normaler Haushaltszucker und er schmeckt genauso. Xylit hat aber einen besseren Ruf als der klassische weiße Zucker. Der Zucker aus der Birkenrinde verhindert die Gewichtszunahme, ebenso wie das Risiko, an Diabetes zu erkranken oder Karies zu bekommen. Das alles sind bekanntlich die negativen Eigenschaften des Haushaltszuckers. Xylit fällt unter die Rubrik Zuckeralkohole, das heißt, er sieht nicht nur aus wie Zucker, sondern schmeckt auch fast so. Das macht den Zucker aus der Birkenrinde eigentlich zu einem perfekten Ersatz für den herkömmlichen und gefährlichen Zucker. Es gibt jedoch einen Schönheitsfehler: Im Zucker aus Birkenrinde ist überhaupt keine Birke enthalten. Während früher noch Birkenrinde im Zucker zu finden war, bilden heute Stroh und die Reste von Maiskolben die Basis für Xylit. Wer echten Zucker aus Birkenrinden haben will, muss tief in die Tasche greifen.

Welche Vorteile hat der Birkenzucker?

Der wohl größte Vorteil von Xylit ist, dass dieser Zucker im Vergleich zum normalen Haushaltszucker weniger Kalorien hat. Ein Gramm Zucker bringt es auf vier Kalorien, ein Gramm Xylit hingegen nur auf 2,4 Kalorien. Das macht den Birkenzucker für Diäten sehr interessant. Mit rund 40 Prozent weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker ist der Genuss von Kaffee und anderen Getränken somit ohne Reue möglich. Auch zum Kochen und Backen lässt sich der Zucker aus der Birkenrinde verwenden. Ein weiterer Vorteil ist der niedrige glykämische Wert. Das heißt, der Blutzuckerspiegel wird beim Genuss von Xylit, anders als beim Zucker, nur minimal erhöht. Damit ist die Ausschüttung von Insulin sehr schwach. Alle, die unter Schwankungen des Blutzuckerspiegels oder an Diabetes leiden, finden im Birkenzucker eine gute Alternative.

Es ist die Menge, die das Gift macht

Xylit sorgt für gesunde Zähne, eine schlanke Figur und ist für Menschen mit Diabetes geeignet – das sind die positiven Eigenschaften. Negativ beim Birkenzucker ist die wenig umweltfreundliche Herstellung mit Säuren und Laugen. Dazu kommt eine abführende und stark blähende Wirkung, die allerdings nur bei allzu hohem Konsum auftauchen. Mehr als maximal 50 Gramm Xylit am Tag sollte es nicht sein, zudem braucht der Körper eine gewisse Zeit, um sich an die Umstellung zu gewöhnen.

Im Vergleich zu klassischem Haushaltszucker ist der Zucker aus der Birkenrinde ein sehr teures Vergnügen. Bis zu zehn Euro verlangen einige Bioläden und Reformhäuser für ein Kilogramm des besonderen Zuckers. Bei den bekannten Discountern ist der Birkenzucker mit 80 Cent pro Kilogramm deutlich günstiger, leider stimmt hier nicht immer die Qualität. Während der teure Zucker tatsächlich aus der Rinde der Birke hergestellt wird, enthält die günstige Variante viele Zusatzstoffe, die nicht eben gesund sind.

Bild: @ depositphotos.com / belchonock

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.
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