Finanzen

Welche Versicherung zahlt bei Sturmschäden?

Welche Versicherung zahlt bei Sturmschäden?

Vor allem im Herbst und im Frühling fegen immer wieder Stürme über Deutschland, sogar Böen mit Orkanstärke und Tornados sind keine Seltenheit mehr. Die Folgen sind verheerend: Der Sturm deckt Dächer ab, Bäume stürzen in Hauswände und der Regen überschwemmt Keller. Betroffen sind von solchen Sturmschäden sowohl Mieter als auch Vermieter. Versicherungen regulieren die Schäden, aber welche Versicherung kommt für welche Schäden auf? Die Hausratversicherung, die Elementarschadenversicherung, die Wohngebäudeversicherung, die Haftpflichtversicherung und auch die Kfz-Kaskoversicherung sind gefordert.

Wer zahlt die Schäden, die durch den Sturm entstehen?

Die Schäden, die besonders teuer sind und besonders häufig vorkommen, sind die Sturmschäden an Gebäuden. Der Sturm lässt die Dachziegel fliegen, Bäume knicken um und Äste zertrümmern Scheiben oder Balkonverkleidungen. Alle diese Schäden deckt die Wohngebäudeversicherung des Vermieters ab. In dieser Versicherung sind Sturm- und Hagelschäden enthalten und auch Schäden an Garagen oder Gartenhäusern sind versichert. Etwas anders sieht es bei Überschwemmungen und Rückstau aus. Wenn bei starkem Regen Wasser ins Haus fließt und den Keller flutet, kommt nicht die Wohngebäudeversicherung, sondern die Elementarschadenversicherung auf. Es ist nicht möglich, diese Versicherung einzeln abzuschließen, sie ist stets ein Teil der Wohngebäudeversicherung. Abgesichert ist auch der Schadensfall, wenn starker Regen für einen Rückstau in der Kanalisation sorgt und das zu einer Überschwemmung im Haus führt.

Welche Verantwortung tragen die Mieter?

Nicht nur der Vermieter, sondern auch der Mieter trägt eine Verantwortung. Weht der Sturm einen Blumenkasten vom Balkon, der auf der Straße einen Passanten trifft, dann wird der Mieter haftbar gemacht. Das reicht von einer zerstörten Handtasche über die Behandlungskosten bis hin zu einer Rente, die ein Leben lang bezahlt wird. Das ist der Fall, wenn der Passant unglücklich am Kopf getroffen wird und nicht mehr arbeiten kann. Wer keine private Haftpflichtversicherung hat, geht im schlimmsten Fall in den finanziellen Ruin. Für alle, die zur Miete wohnen, sollte eine private Haftpflichtversicherung selbstverständlich sein. Das Gleiche gilt auch für alle, die ein Reihenhaus oder ein Einfamilienhaus besitzen. Sie sollten in jedem Fall eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung haben. Diese Versicherung übernimmt die Kosten, wenn der Sturm die Dachziegel auf das Grundstück des Nachbarn oder auf sein Auto weht.

Sturmschäden am Auto

Kommt es zu Sturmschäden am Auto oder an einem Motorrad, ist die Kfz-Kaskoversicherung der richtige Ansprechpartner. Leider geht immer nur bei Windböen ab Stärke acht. In einer Vollkaskoversicherung sind vielfach auch die Schäden abgesichert, die bei einer geringeren Windstärke entstehen. Die Versicherungen ersetzen unter anderem Schäden durch Äste oder herumfliegende Dachziegel. Verursacht ein Autofahrer während eines Sturms einen Unfall, dann sichert nur die Vollkaskoversicherung die Schäden am eigenen Auto wirklich gut ab.

Wer zur Miete wohnt, muss sich bei einem Sturm kaum Sorgen machen, denn für alle Schäden am Haus kommt der Vermieter auf. Trotzdem kann es auch für Mieter nicht schaden, wenn sie eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Eine solche Versicherung kostet kein Vermögen, aber sie kann jeden vor dem finanziellen Ruin bewahren. Die Schäden, die die letzten Sturmtiefs angerichtet haben, als sie über Deutschland gefegt sind, gehen nach einer ersten Schätzung der Versicherungsbranche in die Milliarden.

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Bild: @ depositphotos.com / NikD51

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.
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