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Mit einem ESTA-Visum entspannt in die USA reisen

Mit einem ESTA-Visum entspannt in die USA reisen

Der Terroranschlag vom 11. September 2001 hat bis heute Auswirkungen auf die Einreisepolitik der USA. Seit diesem schicksalhaften Tag schauen sich die Amerikaner sehr genau an, wer ins Land kommt und verlangen bei der Einreise ein Visum. Normalerweise ist es ein zeitaufwendiges Verfahren, über die Botschaft eines Landes ein Visum zu bekommen. Im digitalen Zeitalter hingegen ist es möglich, schnell und einfach ein Visum für die USA zu bekommen, dank ESTA.

Was genau ist ESTA?

Vereinfacht gesagt handelt es sich bei ESTA um ein Verfahren, das es einfach macht, eine Reisegenehmigung für die USA zu bekommen. Mit dem ESTA-Verfahren sind alle Formalitäten gemeint, die jeder abwickeln muss, der aus beruflichen oder privaten Gründen in die USA einreisen möchte. Die vier Buchstaben ESTA stehen für „Electronic System for Travel Authorization“, was übersetzt so viel bedeutet wird ein elektronisches Genehmigungsverfahren für die Reise. Mit ESTA ist es einfacher als mit einem klassischen Visa-Verfahren, allerdings sind einige wichtige Dinge zu beachten.

Warum gibt es das ESTA-Verfahren?

Das ESTA-Verfahren gibt es bereits seit 2009. Eingeführt haben die USA dieses Verfahren, um es Besuchern beispielsweise aus Europa einfacher zu machen, in die Vereinigten Staaten zu reisen. Vor 2009 mussten alle, die nach Amerika wollten, bei der Botschaft der USA in Deutschland ein Visum beantragen. Heute reicht es aus, auf die Seite www.estas.de zu gehen und dort das entsprechende Formular online auszufüllen. Es spart also sehr viel Zeit, einen ESTA-Antrag zu stellen, als ein Visum bei der Botschaft zu beantragen. Die Zeitersparnis gilt auch für die Behörden, außerdem haben die Reisenden einen digitalen Nachweis des Antrages. Jeder ESTA-Antrag ist 48 Monate gültig und während dieser zwei Jahre ist es möglich, immer wieder in die USA einzureisen.

Wie funktioniert ESTA?

Für einen ESTA-Antrag müssen Reisende ihren gültigen biometrischen oder elektronischen Reisepass bereithalten. Anschließend müssen die Antragsteller im Formular Angaben zur Person machen und alle Fragen ehrlich beantworten. Die Fragen betreffen unter anderem mögliche Vorstrafen oder Haftstrafen, aber auch die Gründe für die Reise in die USA. Sind noch Fragen offen, weil vielleicht die Informationen fehlen, dann ist es möglich, die bisherigen Antworten zu speichern und das Formular erst später vollständig auszufüllen. Wichtig ist es hierbei, die Nummer des Dossiers zu notieren, die später zum Einloggen benötigt wird. Ist das Formular komplett ausgefüllt, dann wird der ESTA-Antrag abgeschickt und die Bearbeitungsgebühr mit der Kreditkarte bezahlt. Die Behörden in den USA überprüfen den Antrag und innerhalb von maximal 72 Stunden gibt es eine Antwort. Mit der Genehmigung endet das ESTA-Verfahren und mit der elektronischen Reisegenehmigung steht der Einreise in die USA nichts mehr im Wege.

Warum ist das ESTA-Verfahren unumgänglich?

Wer einen Urlaub in Los Angeles oder einen weihnachtlichen Bummel durch New York City plant, der muss ein Visum haben, um amerikanischen Boden betreten zu können. Selbst wenn die USA nur ein Transitland auf der Weiterreise nach Kanada sind, ist es zwingend notwendig, das ESTA-Verfahren zu durchlaufen. Bei der Einreise in die USA nur den Reisepass ohne die ESTA-Genehmigung vorzulegen, reicht nicht aus, wenn es kein Visum gibt. Die Sicherheitsbeamten verweigern Reisenden ohne eine ESTA-Genehmigung den Zutritt zum Flugzeug und die Reise nach Amerika ist schon vor dem Start beendet. Ein ESTA-Verfahren ist nur dann nicht notwendig, wenn über die Botschaft ein Visum beantragt wird. Aber das ist wie bereits erwähnt, eine lange und vor allen Dingen auch teure Prozedur. Alle, die in einem Land leben, das zu den Mitgliedsländern des ESTA-Systems gehört und die nicht länger als 90 Tage in den USA bleiben wollen, können die rein administrativen Formalitäten erst in den USA abwickeln.

Wie sicher sind die Daten?

Viele Menschen haben Probleme, wenn sie Online persönliche Angaben machen müssen. Das ist auch der Fall, wenn ein ESTA-Formular ausgefüllt wird und die Daten anschließend in die USA übermittelt werden. Nur so kann es eine Genehmigung für den Aufenthalt geben. Die Seiten, die das ESTA-Verfahren anbieten, übermitteln die Daten immer verschlüsselt. Auf diese Weise ist es Fremden nicht möglich, die Daten einzusehen. Wenn Reisende den ESTA-Antrag ausfüllen, dann wechselt die URL im Browser von „http“ zu „https“. Das heißt, die Verbindung wird in jedem Fall per SSL-Verschlüsselung ausgeführt und ist damit sicher.

Was tun, wenn der Antrag angelehnt wird?

Dass ein ESTA-Antrag nicht genehmigt wird, kommt immer wieder vor. Schuld sind in den meisten Fällen entweder Schreibfehler und wichtige Daten, die fehlen oder auch Formfehler. Daher ist es sehr wichtig, den Antrag sorgfältig und konzentriert auszufüllen, um diese Pannen zu vermeiden. Handelt es sich allerdings um ein schwerwiegendes Problem, dann bleibt oftmals keine andere Möglichkeit, als den klassischen Weg zu gehen und das Visum bei der amerikanischen Botschaft direkt zu beantragen. Bei Antragstellern aus der Schweiz passiert es häufiger, dass die USA den ESTA-Antrag ablehnen und das, obwohl die Schweiz Teil des ESTA-Systems ist. Der Grund liegt bei den Pässen, denn viele Schweizer besitzen noch keinen biometrischen Reisepass. Auch in diesen Fällen gibt es keinen anderen Weg als die Beantragung des Visums bei der Botschaft der USA.

Wie lange dauert die Bewilligung?

Sind alle Daten korrekt und alle Fragen beantwortet, dann ist es möglich, dass ein ESTA-Antrag innerhalb von wenigen Minuten bewilligt wird. Allerdings sollten sich Reisende nicht darauf verlassen. Selbst bei einem sehr konzentrierten und sorgfältigen Ausfüllen des Formulars kann es zu einem Fehler kommen, der eine Korrektur verlangt. Deshalb ist es immer sinnvoll, den Antrag mindestens drei Tage vor der Abreise zu stellen. So bleibt noch genügend Zeit, auf einen Fehler noch schnell genug zu reagieren. Einige ESTA-Webseiten haben eine Express-Funktion im Angebot, wenn es um Anträge geht, die besonders eilig sind.

Fazit

Die USA sind ein faszinierendes Reiseland mit vielen spannenden Facetten. Alle, die das Land der unbegrenzten Möglichkeiten kennenlernen möchten, sollten sich die Einreise mit einem ESTA-Formular aus dem Internet leichter machen. Wer Zeit und Geld sparen möchte, der muss heute nicht mehr den Umweg über die US-Botschaft nehmen, sondern füllt nur ein Formular online aus und verschickt es mit nur einem Mausklick. Das digitale Zeitalter macht es heute möglich, unkompliziert nach Amerika zu fliegen und alle nötigen Formalitäten können Reisende am heimischen Computer ausfüllen.

Bild: © Depositphotos.com / mpanch

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de