Politik und Opposition im Iran
Berlin () – Der Sohn des letzten iranischen Schah, Reza Pahlavi, ruft seine Anhänger zur Mäßigung in der politischen Auseinandersetzung mit anderen Teilen der Opposition auf.
In der Debatte um die Verleihung des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung an den früheren Kronprinzen hätten einige Äußerungen aus dem eigenen Lager gegen seinen „Verhaltenskodex“ verstoßen, sagte Pahlavi der „Welt“. Von seinen Unterstützern erwarte er Anstand, Respekt vor anderen, Toleranz und die Achtung des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Verschiedene Gruppierungen der Opposition sollten nicht gegeneinander kämpfen. Er fügte hinzu: „Wir müssen zusammenstehen, denn unser einziger Feind ist das Regime im Iran. Das ist meine klare Anweisung an meine Unterstützer.“
Pahlavi hatte die Auszeichnung am Samstag stellvertretend für das iranische Volk entgegengenommen. Die Entscheidung der Stiftung erntete auch Widerspruch, unter anderem wegen der autokratischen Herrschaft von Pahlavis Vater Schah Mohammed Reza, der den Iran bis zur Revolution 1979 regierte. Kritiker wie die Schriftstellerin Ronya Othmann waren in sozialen Netzwerken tausendfachen verbalen Angriffen bis hin zu Vergewaltigungs- und Morddrohungen ausgesetzt.
Auch unter seinen Kritikern gebe es Extremisten, die in vergleichbarer Weise verbal aggressiv seien. Das könne Ausfälle seiner Anhänger in keiner Weise entschuldigen, so Pahlavi. Rufe wie „Tod den Linken“ bei Demonstrationen seiner Unterstützer verurteile er ausdrücklich.
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Reza Pahlavi (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Worum geht es in einem Satz?
Nach Drohungen gegen Kritiker seiner Auszeichnung mit dem Freiheitspreis ruft Reza Pahlavi seine Anhänger zu Respekt und Toleranz sowie zur Zusammenarbeit mit anderen iranischen Oppositionsgruppen auf und verurteilt verbale Angriffe ausdrücklich.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Verleihung des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung an Reza Pahlavi
- Kritik an der Auszeichnung wegen der autokratischen Herrschaft seines Vaters, des letzten iranischen Schahs
- Verbale Angriffe sowie Vergewaltigungs- und Morddrohungen gegen Kritiker der Preisvergabe in sozialen Netzwerken
- Aggressive Äußerungen und Rufe wie „Tod den Linken“ aus Teilen von Pahlavis Anhängerschaft
- Spannungen und verbale Aggressionen zwischen verschiedenen Gruppen der iranischen Opposition
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Aufruf zu Mäßigung und respektvollem Umgang innerhalb der Opposition
- Aufforderung an die Oppositionsgruppen, zusammenzustehen statt gegeneinander zu kämpfen
- Ausdrückliche Verurteilung aggressiver Parolen seiner Anhänger
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