Vier von zehn Ausbildungsbetrieben im Südwesten können nicht alle Plätze besetzen

Vier von zehn Ausbildungsbetrieben im Südwesten können nicht alle Plätze besetzen

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Wirtschaft und Handwerk in Baden-Württemberg

() – Rund 40 Prozent der Handwerksbetriebe in , die für das laufende Ausbildungsjahr Plätze angeboten haben, haben mindestens einen Ausbildungsplatz nicht besetzen können. Das teilte der Spitzenverband Handwerk BW nach einer Umfrage unter 2.600 Betrieben im Land mit.

Besonders häufig war das im Nahrungsmittel- und im Dienstleistungshandwerk der Fall.

Bei mehr als der der Betriebe mit offenen Plätzen sind keine Bewerbungen eingegangen, bei rund vier von zehn fehlten geeignete Kandidaten. Wenn Betriebe trotz freier Stellen Bewerber ablehnen, liegen die Gründe vor allem in mangelnden Deutschkenntnissen sowie fehlender Leistungsbereitschaft oder Motivation.

Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold sagte, die Betriebe wollten ausbilden, aber zu oft fänden Angebot und Nachfrage nicht zusammen. Jeder unbesetzte Platz fehle später bei der Fachkräftesicherung.

Reichhold forderte, Schulen müssten jungen verlässlich sprachliche, mathematische und soziale Kompetenzen vermitteln.

Betriebe könnten mit Praktika und Vorqualifizierungen einiges auffangen, aber nicht die Grundlagen nachholen, die für eine Ausbildung nötig seien. Auch wirtschaftliche und demografische Faktoren beeinflussen das Angebot: Von den Betrieben, die weder ausbilden noch Plätze angeboten haben, nennen 14 Prozent wirtschaftliche Unsicherheit als Grund, rund elf Prozent verweisen auf das Alter des Inhabers oder Ausbilders beziehungsweise eine anstehende Betriebsnachfolge.

Die Befragung zeigt nach Angaben von Handwerk BW zugleich, dass unterschiedliche Voraussetzungen einem erfolgreichen Berufsweg nicht entgegenstehen müssen.

Geflüchtete und mit besonderem schulischem Förderbedarf haben in den befragten Betrieben erfolgreich Ausbildungen abgeschlossen. Reichhold sagte, Potenziale dürften nicht vorschnell abgeschrieben werden.

Entscheidend sei, dass junge Menschen und Betriebe zueinanderpassen und Unterstützung dort ankomme, wo sie gebraucht werde. Gute Berufsorientierung, Sprachförderung und verlässliche Begleitung während der Ausbildung seien wichtige Bausteine für die Fachkräftesicherung.

Dass der Personalbedarf auch nach der Ausbildung hoch bleibt, zeigt der Fachkräftebedarfsmonitor von Handwerk BW. Rund jede fünfte gemeldete offene Stelle in Baden-Württemberg entfällt auf einen Handwerksberuf.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Rainer Reichhold

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

dts Nachrichtenagentur, Handwerk BW

Wann ist das Ereignis passiert?

Im laufenden Ausbildungsjahr.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Baden-Württemberg

Worum geht es in einem Satz?

Rund 40 Prozent der ausbildungswilligen Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg konnten mindestens einen Ausbildungsplatz mangels Bewerbungen oder geeigneter Kandidaten nicht besetzen, weshalb Handwerk BW bessere schulische Grundlagen, Berufsorientierung und gezielte Unterstützung zur Fachkräftesicherung fordert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Keine Bewerbungen bei mehr als der Hälfte der Betriebe mit unbesetzten Ausbildungsplätzen
  • Fehlende geeignete Kandidaten bei rund vier von zehn Betrieben mit offenen Ausbildungsplätzen
  • Mangelnde Deutschkenntnisse als häufiger Ablehnungsgrund
  • Fehlende Leistungsbereitschaft oder Motivation bei Bewerbern

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein, im Artikel werden keine Reaktionen aus Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erschwerte künftige Fachkräftesicherung durch fehlenden ausgebildeten Nachwuchs

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold beklagt, dass Ausbildungsangebot und Nachfrage zu oft nicht zusammenfinden, und fordert eine bessere Vermittlung grundlegender Kompetenzen an Schulen sowie gezielte Unterstützung für Auszubildende.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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