Sachsen fordert Evaluierung der Flächenziele für Windenergie

Sachsen fordert Evaluierung der Flächenziele für Windenergie

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Sachsen: Energiepolitik und Windenergieziele

Dresden () – hat bei der bevorstehenden Energieministerkonferenz einen Antrag zur Überprüfung der Flächenziele 2032 für Windenergie eingebracht. Das teilt das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, , Energie und Klimaschutz mit.

Damit soll der Bund aufgefordert werden, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Evaluierung der Windenergie-Flächenziele für 2032 zeitnah vorzulegen und eng an die energiewirtschaftliche Realität zu koppeln. Maßgeblich sollen dafür der reale und prognostizierte Bruttostrombedarf Deutschlands sein.

Sachsens Energieminister Dirk Panter erklärte: „Der Ausbau erneuerbarer Energien ist und bleibt dringend notwendig. Nur so machen wir unsere Energieversorgung in unabhängiger, widerstandsfähiger und günstiger. Der Strombedarf nimmt stetig zu – insbesondere durch Rechenzentren sowie durch die zunehmende Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Wärme. Vor diesem Hintergrund müssen die Annahmen zum künftigen Strombedarf aktualisiert und die zu erreichenden Flächenziele und die länderspezifischen Beitragswerte überprüft werden. Unser Ziel ist es, beides zu ermöglichen: den notwendigen Ausbau der Windenergie und ihre Akzeptanz in den Regionen.“

Der Bund verpflichtet Sachsen, bis zum 31. Dezember 2027 Flächen in Höhe von 1,3 Prozent der Landesfläche für die Windenergienutzung auszuweisen. Bis zum 31. Dezember 2032 müssen es 2,0 Prozent sein.

Eine Überprüfung der Flächenziele muss neben den bisher erzielten Flächenerträgen und den Ertragszielen des Bundes auch die unterschiedlichen geografischen, topografischen und meteorologischen Bedingungen der Bundesländer berücksichtigen.

„Die Evaluierung bietet die Chance, die länderspezifischen Flächenbeitragswerte so abzustimmen, dass sie die realen Potenziale und die Hindernisse vor Ort berücksichtigen. So stärken wir die Akzeptanz in den Regionen und sichern zugleich das bundesweite Gesamtziel verlässlich“, so Panter weiter.

Zudem sollte der technologische Fortschritt in der Windenergie angemessen berücksichtigt werden. Moderne Windenergieanlagen haben höhere Leistungen, größere Rotordurchmesser, mehr Volllaststunden und sind auch bei schwachem Wind effizienter.

Die Flächenziele sollten dies berücksichtigen und den veränderten Flächenbedarf und die höhere Effizienz ausbalancieren, ohne das Ertragspotenzial des Bundesgebietes zu mindern. Ziel ist ein flächenschonender Ausbau.

Parallel erarbeiten das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung und das SMWA gemeinsam eine Bundesratsinitiative.

Diese soll den Bund auffordern, die Flächenziele für die Zeit bis Ende 2032 frühzeitig und ergebnisoffen zu evaluieren. Die Evaluierung soll spätestens im ersten Quartal 2028 abgeschlossen sein, damit die Länder ihre Planungen rechtzeitig darauf ausrichten können.

Die Initiative soll außerdem darauf zielen, abgeschlossene oder weit fortgeschrittene Planungsverfahren vor nachträglichen Verzögerungen zu schützen. Ein weiterer Prüfauftrag betrifft die uneingeschränkte Anrechnung von Windenergieflächen bei einer kombinierten Nutzung von Windenergie und Photovoltaik.

Die geltenden Vorgaben für die Zielerreichung bis Ende 2027 sollen davon unberührt bleiben. Die Energieministerkonferenz ist eine der zentralen Plattformen zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Energiepolitik in Deutschland – in Koordination der Länder untereinander sowie mit dem Bund.

Sie dient der gemeinsamen Willensbildung der Länder; Ergebnisse können sich beispielsweise in Anträgen und Beschlüssen des Bundesrates niederschlagen. Den Vorsitz hat in diesem Jahr das Land .

Die -Energieministerkonferenz findet vom 11. bis 13. November in Göttingen statt.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Dirk Panter

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, Dirk Panter, Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, SMWA, Bund, Koalitionsvertrag, Bundesrat, Energieministerkonferenz, Land Niedersachsen, Bundesländer, Göttingen, dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum: 11. bis 13. November (Herbst-Energieministerkonferenz, in Göttingen).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Dresden, Sachsen, Göttingen, Niedersachsen

Worum geht es in einem Satz?

Sachsen will bei der bevorstehenden Energieministerkonferenz eine zeitnahe und realitätsnahe Überprüfung der Windenergie-Flächenziele bis 2032 anstoßen und dabei u. a. Strombedarf, regionale Potenziale sowie technischen Fortschritt berücksichtigen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Steigender Strombedarf Deutschlands, insbesondere durch Rechenzentren sowie Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Wärme
  • Notwendigkeit, Annahmen zum künftigen Strombedarf sowie zu erreichende Flächenziele und länderspezifische Beitragswerte an die energiewirtschaftliche Realität anzupassen
  • Erforderlichkeit einer zeitnahen Vorlage der im Koalitionsvertrag vereinbarten Evaluierung der Windenergie-Flächenziele für 2032
  • Unterschiede zwischen den Bundesländern bei realem und prognostiziertem Bruttostrombedarf sowie geografischen, topografischen und meteorologischen Bedingungen
  • Technologischer Fortschritt in der Windenergie, u.a. höhere Leistungen, größere Rotordurchmesser, mehr Volllaststunden und Effizienz auch bei schwachem Wind
  • Schutz abgeschlossener oder weit fortgeschrittener Planungsverfahren vor nachträglichen Verzögerungen
  • Prüfauftrag zur uneingeschränkten Anrechnung von Windenergieflächen bei kombinierter Nutzung von Windenergie und Photovoltaik

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf den Artikel beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Aktualisierung der Annahmen zum künftigen Strombedarf Deutschlands
  • Zeitnahe Vorlage der vorgesehenen Evaluierung der Windenergie-Flächenziele für 2032
  • Engere Kopplung der Flächenziele an die energiewirtschaftliche Realität
  • Überprüfung und mögliche Anpassung länderspezifischer Beitragswerte entsprechend realen Potenzialen und Hindernissen vor Ort
  • Bessere Berücksichtigung geografischer, topografischer und meteorologischer Bedingungen der Bundesländer
  • Einbeziehung technologischen Fortschritts in der Windenergie zur Berücksichtigung höherer Effizienz und Erträge
  • Sicherstellung eines flächenschonenden Ausbaus ohne Minderung des Ertragspotenzials
  • Rechtzeitige Ausrichtung der Planungen der Länder durch einen Abschluss der Evaluierung spätestens im ersten Quartal 2028
  • Schutz abgeschlossener oder weit fortgeschrittener Planungsverfahren vor nachträglichen Verzögerungen
  • Sicherstellung der uneingeschränkten Anrechnung von Windenergieflächen bei kombinierter Nutzung mit Photovoltaik
  • Aufrechterhaltung der geltenden Vorgaben zur Zielerreichung bis Ende 2027

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja – es wird eine Stellungnahme von Sachsens Energieminister Dirk Panter („Der Ausbau erneuerbarer Energien ist und bleibt dringend notwendig…“) zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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