Dax startet positiv – US-Arbeitsmarktdaten im Fokus

Dax startet positiv – US-Arbeitsmarktdaten im Fokus

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Wirtschaft in Frankfurt: Börsenstart und Zinsen

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.015 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Ein Dreiklang aus Inflationssorgen, steigenden Renditen und höheren Ölpreisen hat den Dax aus seiner Handelsspanne nach unten herausfallen lassen“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Das neue Tief fällt genau in jene Phase, in der der Dax im Durchschnitt der vergangenen zwanzig Jahre seinen tiefsten Stand des zweiten Halbjahres erreichte. Im typischen saisonalen Verlauf war dies zugleich der Ausgangspunkt für die Jahresendrally. Ob sich dieses Muster auch diesmal wiederholt, ist offen – die zeitliche Übereinstimmung ist jedoch auffällig.“

„Nach einem weichen PCE-Inflationsbericht vom Mittwoch ist eine Zinsanhebung durch die amerikanische Notenbank noch vor den Zwischenwahlen zur Randwahrscheinlichkeit geworden. Ein Zinsschritt wird aktuell erst zur übernächsten Sitzung im Dezember erwartet. Die Arbeitsmarktdaten aus den USA sind daher heute das Thema Nummer eins. Sie werden helfen, die Wahrscheinlichkeiten dafür zu ermitteln, wie eilig es die amerikanische Notenbank mit dem Rückbau ihrer haben könnte, die sie als nach wie vor wachstumsfördernd bezeichnet.“

„Der Ölpreis bleibt in hohem Maße anfällig für Schlagzeilen zum Irankonflikt. Dass die USA einen dritten Flugzeugträger samt weiterer 10.000 Soldaten in die Region verlegen, trägt nicht zur Beruhigung bei. Die Sorgen nehmen zu, dass der Iran auf den militärischen Aufmarsch der USA mit neuen Angriffen auf die Öl- und Gasinfrastruktur seiner Nachbarländer reagieren könnte. Auch die Sicherheitslage an der Meerenge von Bab al-Mandab ist nicht geklärt. Die Situation bleibt ein Pulverfass, das den Aktienmarkt jederzeit treffen kann“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen stärker: Ein kostete 1,1266 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8876 Euro zu haben.

Der stieg leicht an, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.185 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem von 119,42 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 101,10 US-Dollar, das waren 117 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jochen Stanzl

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Consorsbank, Consorsbank (Chefmarktanalyst Jochen Stanzl), amerikanische Notenbank, Iran, USA

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt/Main (Frankfurter Börse)

Worum geht es in einem Satz?

Der Dax startete am Freitagmorgen leicht fester in den Handel, während Inflations- und Rendissorgen, schwankende Ölpreise sowie die erwarteten US-Arbeitsmarktdaten die Marktstimmung prägten, mit zugleich höherem Eurokurs und leicht steigendem Gold bei fallendem Brent-Öl.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Dreiklang aus Inflationssorgen, steigenden Renditen und höheren Ölpreisen
  • Weicher PCE-Inflationsbericht vom Mittwoch
  • Zinsanhebung durch die amerikanische Notenbank zunehmend zur Randwahrscheinlichkeit geworden
  • Ölpreis anfällig für Schlagzeilen zum Irankonflikt (Verlegung eines dritten Flugzeugträgers samt weiterer 10.000 Soldaten)
  • Nicht geklärte Sicherheitslage an der Meerenge von Bab al-Mandab

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Zinsanhebungen in den USA wurden stärker an die nächsten Sitzungen gekoppelt, wodurch sich die Markterwartungen an die Geldpolitik verschoben haben
  • Die Arbeitsmarktdaten aus den USA wurden zum maßgeblichen Einflussfaktor für die kurzfristigen Zins- und Währungsmarkterwartungen
  • Der Ölpreis blieb besonders aufmerksamkeits- und newsgetrieben, was die Risikoeinschätzung für den Energiemarkt erhöht hat
  • Die Unsicherheit über die Sicherheitslage im Nahen Osten belastete die Stimmung der Marktteilnehmer und erhöhte die Wahrscheinlichkeit plötzlicher Kursausschläge
  • Der Markt rechnete mit weiteren Schwankungen zwischen Inflationssorgen, steigenden Renditen und Energiepreisen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Es werden Stellungnahmen von Jochen Stanzl (Chefmarktanalyst der Consorsbank) zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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