Robra: "Die AfD ist im Kern eine Partei der Westeliten"

Robra: "Die AfD ist im Kern eine Partei der Westeliten"

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Politik: AfD-Wahlerfolg und regionale Einordnung in Sachsen-Anhalt

() – -Anhalts Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU) hat davor gewarnt, den Wahlsieg der AfD in dem Bundesland als reines Ost-Problem zu betrachten. „Die AfD ist im Kern eine Partei der Westeliten, die führenden Köpfe kommen von dort“, sagte Robra den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks “ (Freitagsausgaben).

Sie habe eine Agenda, „die deutschnational geprägt“ sei und gar keine spezielle Agenda für Sachsen-Anhalt.

„Ausschlaggebend für ihren Wahlerfolg war deshalb das, was auf der Bundesebene passiert ist. Die AfD war argumentativ immer sehr schnell bei den Spritpreisen oder beim -Konflikt. Dagegen sind wir mit Landesthemen einfach nicht mehr durchgedrungen“, so der CDU-Politiker weiter.

Im Übrigen rate er dazu, „mal abzuwarten, was die Landtagswahl in im nächsten Frühjahr bringen wird – im Ruhrpott beispielsweise“, so Robra.

Auch im Westen sei „die AfD ja keine Größe mehr, die man übersehen kann. Natürlich will ich nicht bagatellisieren, dass 43 Prozent in Sachsen-Anhalt oder 38 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern eine andere Dimension haben als vielleicht 20 oder 25 Prozent in westdeutschen Ländern oder Kommunen. Aber vernachlässigen können wir das ebenso wenig“, so Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef.

Er äußerte zudem Verständnis dafür, dass so viele Wähler der AfD bei der Landtagswahl am 6. September ihre Stimme gegeben hätten.

„Obwohl viel passiert ist, haben viele Ostdeutsche das Gefühl, benachteiligt zu sein – was sozioökonomisch zum Teil auch stimmt. Und die AfD appelliert an dieses Gefühl, ohne für die Lösung der Probleme ein Rezept zu haben“, sagte Robra.

Und die Bundesregierung habe „Erwartungen geweckt hat, die sie nicht erfüllt“.

Überlegungen, auf eine Regierungsübernahme der AfD mit finanziellen Sanktionen zu reagieren, nannte Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef „ungeheuerlich“ und führte dann weiter aus: „Das Grundgesetz regelt, dass es Ausgleichsmechanismen geben muss zwischen den ökonomisch starken und den schwachen Ländern.“ Vor allem junge Abwanderer aus ostdeutschen Ländern hätten außerdem dazu beigetragen, dass westdeutsche Länder wirtschaftlich überhaupt so stark werden konnten.

„Sie fehlen zu Hause. In dieser Situation mit Sanktionen zu drohen, ist unverständlich und verfassungswidrig. Die Grundsolidarität in Deutschland mit dem Ziel, überall gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen, darf man nicht infrage stellen“, sagte Robra den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

Robra war 28 Jahre lang Mitglied mehrerer Landesregierungen von Sachsen-Anhalt und gehörte dem Bundesrat als ordentliches Mitglied so lange an wie niemand vor ihm.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Rainer Robra (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Rainer Robra

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

AfD, CDU, Sachsen-Anhalt, Bundesrat, Bundesregierung, Grundgesetz, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Ruhrpott, Redaktionsnetzwerk Deutschland, dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis bzw. die Aussagen fanden am Freitag (Freitagsausgaben) statt; in dem Text ist als konkreter Zeitraum „Freitagsausgaben“ angegeben.

Datum/Zeitraum: Nicht exakt genannt – „Freitagsausgaben“ (Freitag).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

Worum geht es in einem Satz?

Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU) warnte davor, den AfD-Wahlsieg als reines Ost-Problem zu betrachten, betonte stattdessen den bundesweiten Erfolg und das Gefühl vieler Ostdeutscher, benachteiligt zu sein, und kritisierte Sanktionspläne gegen eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD als verfassungswidrig.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • AfD im Kern als Partei der Westeliten dargestellt und fehlende spezielle Agenda für Sachsen-Anhalt
  • Wahlerfolg durch Geschehen auf Bundesebene begründet
  • AfD argumentativ besonders schnell bei Spritpreisen und dem Ukraine-Konflikt
  • mit Landesthemen nicht mehr durchgedrungen
  • bei vielen Ostdeutschen Gefühl der Benachteiligung
  • AfD appelliert an dieses Gefühl ohne Rezept zur Lösung der Probleme
  • Bundesregierung habe Erwartungen geweckt und nicht erfüllt

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Robra hat gewarnt, den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt als reines Ost-Problem zu betrachten
  • Er sagte, die AfD sei im Kern eine Partei der Westeliten
  • Er machte als entscheidend das bundesweite Geschehen aus, insbesondere Spritpreise und den Ukraine-Konflikt
  • Er äußerte, die AfD sei auch im Westen keine Größe, die man übersehen könne
  • Er reagierte auf die hohen AfD-Stimmen mit Verständnis, verwies auf ein Gefühl der Benachteiligung in Ostdeutschland
  • Er sprach davon, dass viele Erwartungen durch die Bundesregierung geweckt worden seien, die nicht erfüllt wurden
  • Er lehnte Überlegungen für Sanktionen bei einer Regierungsübernahme der AfD ab
  • Er begründete das mit dem Grundgesetz und der verfassungsrechtlich vorgesehenen Solidarität sowie Ausgleichsmechanismen zwischen starken und schwachen Ländern

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Die AfD sollte nicht als reines Ost-Thema behandelt werden, sondern als bundesweit relevante politische Kraft
  • Der Wahlerfolg wird als Ergebnis bundespolitischer Ereignisse und Debatten bewertet
  • Eine stärkere Berücksichtigung von Landesthemen sei erforderlich, um wieder mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen
  • Erwartungshaltungen an die Bundesregierung würden als nicht erfüllt wahrgenommen
  • Die Wählerstimmen werden mit dem Gefühl benachteiligter Ostdeutscher in Verbindung gebracht
  • Drohende finanzielle Sanktionen gegen eine Regierungsbeteiligung der AfD würden als verfassungswidrig eingeordnet
  • Es wird auf die Bedeutung verfassungsrechtlich vorgesehener Ausgleichsmechanismen zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Ländern verwiesen
  • Abwanderung junger Menschen aus ostdeutschen Regionen wird als mitursächlich für wirtschaftliche Unterschiede beschrieben
  • Die Grundsolidarität als Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse dürfe nicht infrage gestellt werden

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Es wird eine Stellungnahme von Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef Rainer Robra zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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