Gesellschaft in Thüringen: Bevölkerung wird älter
Erfurt () – Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Thüringen hat am 31. Dezember 2025 bei 48,2 Jahren gelegen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilt, liegt der Wert damit 2,0 Jahre über dem von 2011, als die Bevölkerung in Thüringen durchschnittlich 46,2 Jahre alt war.
Im Vergleich zur gesamten Bevölkerung Deutschlands waren die Thüringer 3,2 Jahre älter.
Bundesweit lag das Durchschnittsalter Ende 2025 bei 45,0 Jahren und war damit 1,1 Jahre höher als 2011, als es 43,9 Jahre betrug.
Bei den Geschlechtern gab es in Thüringen ebenso größere Unterschiede. Frauen waren Ende 2025 durchschnittlich 49,8 Jahre alt und damit 3,3 Jahre älter als die Männer (46,5 Jahre).
Bundesweit waren die Frauen im Durchschnitt 46,3 Jahre und die Männer 43,6 Jahre alt, was einem Abstand von 2,7 Jahren entspricht. Thüringer Frauen waren demnach durchschnittlich 3,5 Jahre älter als der bundesweite Durchschnitt, Thüringer Männer 2,9 Jahre älter.
Im Vergleich aller 16 Bundesländer hatte im Jahr 2025 Hamburg mit 42,3 Jahren die jüngste und Sachsen-Anhalt mit 48,4 Jahren die älteste Bevölkerung – gemessen am Durchschnittsalter.
Die stärkste Alterung gegenüber 2011 war hingegen in
Mecklenburg-Vorpommern festzustellen. Das Durchschnittsalter erhöhte sich hier im gleichen Zeitraum um 2,5 Jahre.
Zum Vergleich: Bundesweit erhöhte es sich um 1,1 Jahre. Im Vergleich aller Gemeinden in Deutschland wies das rheinland-pfälzische Lautzenhausen im Rhein-Hunsrück-Kreis mit 33,4 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter auf.
Die Gemeinde mit dem höchsten Durchschnittsalter lag ebenfalls in Rheinland-Pfalz: In Welschenbach im Landkreis Mayen-Koblenz war die Bevölkerung Ende 2025 durchschnittlich 61,4 Jahre alt.
In Thüringen fielen die Unterschiede zwischen der ältesten und der jüngsten Gemeinde geringer aus: Von den 605 Städten und Gemeinden des Landes wies 2025 Gerstengrund im Wartburgkreis mit 38,6 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter auf, gefolgt von Zöllnitz im Saale-Holzland-Kreis mit 40,4 Jahren und Sickerode im Eichsfeld mit 41,1 Jahren. Das höchste Durchschnittsalter in Thüringen lag 2025 mit 56,0 Jahren in Seisla (Saale-Orla-Kreis), gefolgt von Seebach (Wartburgkreis) mit
55,0 Jahren und der Stadt Lucka im Altenburger Land mit 54,9 Jahren.
Generell wird beim Zeitvergleich 2011 und 2025 deutlich: Je ländlicher eine Gemeinde ist, desto stärker ist sie gealtert. Dies zeigt eine Auswertung aller 10 472 Gemeinden deutschlandweit nach dem sogenannten Stadt- und Gemeindetyp des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR, Gebietsstand
31.12.2024).
Dies ist die Anzahl aller Gemeinden, für die eine Raumtyp-Zuordnung und ein einheitlicher Gebietsstand für den gesamten beobachteten Zeitraum vor- liegt.
Während in den bundesdeutschen Großstädten das Durchschnittsalter zwischen 2011 und 2025 am niedrigsten ausfiel und nur um 0,3 Jahre von 43,2 auf 43,5 Jahre gestiegen ist, erhöhte sich das Durchschnittsalter in den Landgemeinden um
2,5 Jahre von 44,3 auf 46,8 Jahre. Auch in Kleinstädten mit 5 000 bis unter 20 000 Einwohnerinnen und Einwohnern hat sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung von 44,1 auf 46,3 Jahre merklich erhöht.
In Thüringen wiesen Groß- und Mittelstädte 2025 mit 47,5 Jahren das geringste Durchschnittsalter im Vergleich der Städte- und Gemeindetypen auf (Kleinstädte
49,2 Jahre; Landgemeinden 48,4 Jahre). 2011 war dies allerdings noch genau umgekehrt: Damals war die Bevölkerung in den thüringischen Groß- und Mittelstädten im Schnitt mit 46,0 Jahren noch älter als in den Landgemeinden (45,6 Jahre).
Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist somit in den Landgemeinden in den vergangenen Jahren deutlicher gestiegen als das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Groß- und Mittelstädten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Thüringer Landesamt für Statistik
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Thüringer Landesamt für Statistik, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am 31. Dezember 2025 statt (Angabe zum Durchschnittsalter „am 31. Dezember 2025“).
Die dazugehörige Vergleichsspanne im Text ist 2011 bis 2025 (Zeitvergleich).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erfurt, Thüringen; Deutschland (bundesweit); Hamburg; Sachsen-Anhalt; Mecklenburg-Vorpommern; Rheinland-Pfalz (Lautzenhausen, Welschenbach); Thüringen (Gerstengrund, Zöllnitz, Sickerode, Seisla, Seebach, Lucka); Wartburgkreis, Saale-Holzland-Kreis, Eichsfeld, Saale-Orla-Kreis, Altenburger Land, Rhein-Hunsrück-Kreis, Landkreis Mayen-Koblenz.
Worum geht es in einem Satz?
Am 31. Dezember 2025 lag das Durchschnittsalter der Thüringer Bevölkerung bei 48,2 Jahren und damit deutlich höher als 2011 (46,2 Jahre), wobei besonders ländliche Gemeinden stärker gealtert sind und Frauen deutlich älter waren als Männer.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Keine Angaben im Text zum Auslöser oder Hintergrund eines Ereignisses
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Thüringen hat im Durchschnittalter gegenüber 2011 eine deutliche Erhöhung erfahren
- Die Bevölkerung in Thüringen ist im Durchschnitt älter als im Bundesdurchschnitt
- Frauen in Thüringen sind durchschnittlich deutlich älter als Männer
- Die Alterung zeigt sich besonders stark in einzelnen Bundesländern, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern
- Zwischen den Gemeinden bestehen deutliche Unterschiede im Durchschnittsalter
- Je ländlicher eine Gemeinde ist, desto stärker ist sie gegenüber 2011 gealtert
- In bundesdeutschen Großstädten stieg das Durchschnittsalter nur vergleichsweise wenig
- In Landgemeinden stieg das Durchschnittsalter deutlich stärker
- Auch Kleinstädte verzeichneten eine merkliche Erhöhung des Durchschnittsalters
- In Thüringen weisen Groß- und Mittelstädte 2025 das geringste Durchschnittsalter unter den Städte- und Gemeindetypen auf
- Zwischen 2011 und 2025 ist in Thüringen das Durchschnittsalter in Landgemeinden stärker gestiegen als in Groß- und Mittelstädten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein, im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation zitiert.
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