Analyse: Frauen zahlen höhere Zinsen für Kredite als Männer

Analyse: Frauen zahlen höhere Zinsen für Kredite als Männer

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Wirtschaft: Frauen im Kreditvergleich in Berlin

Berlin () – sind bei der Kreditvergabe gegenüber Männern oft im Nachteil. Sie höhere , bekommen kleinere Darlehen und werden häufiger abgelehnt, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox ergab, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Demnach liegt der mittlere Zinssatz für einen Ratenkredit bei Frauen bei 6,77 Prozent, müssen dagegen im Schnitt nur 6,39 Prozent Zinsen zahlen. Für den Vergleich hat Verivox alle Ratenkredite ausgewertet, die im Juli 2026 über das Vergleichsportal abgeschlossen wurden. Der durchschnittliche bewilligte Kreditbetrag von Frauen lag laut der Verivox-Auswertung bei 14.382 Euro und von Männern bei 17.509 Euro. Die Kreditanfragen von Frauen lehnten um 15 Prozent häufiger ab als diejenigen von Männern.

Die Wirtschaftsprofessorin Alexandra Niessen-Ruenzi führt diese Schlechterstellung von Frauen vor allem auf Gehaltsunterschiede zurück. Der wesentliche Faktor für die unterschiedlichen Kreditkosten scheine der Unterschied in der finanziellen Ausgangslage zu sein, weniger eine direkte Diskriminierung, sagte die Ökonomin, die zu geschlechtsspezifischen Unterschieden an den Finanzmärkten forscht. Weil Frauen immer noch weniger verdienen als Männer und zudem häufiger in Teilzeit arbeiten, schätzen die Banken sie oft als weniger kreditwürdig ein. Mit einer schlechteren Bonität steigt das Ausfallrisiko für den Kredit – deshalb verlangen Banken höhere Zinsen.

Per se dürfen Banken ihre Kreditvergabe nicht von persönlichen Merkmalen wie dem Geschlecht, der Herkunft, der Religion oder dem Alter abhängig machen. Das soll verletzliche Gruppen vor Diskriminierung schützen. Stattdessen müssen die Institute objektive Bewertungskriterien zugrunde legen – zum Beispiel das Einkommen und das Beschäftigungsverhältnis, ob also etwa ein befristeter oder ein unbefristeter Arbeitsvertrag besteht. Außerdem fließen externe Bonitätsbewertungen mit ein, beispielsweise über den Schufa-Score. Dieser berechnet anhand von zwölf Faktoren, als wie wahrscheinlich ein möglicher Zahlungsausfall angesehen wird.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alexandra Niessen-Ruenzi

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Verivox, Redaktionsnetzwerk Deutschland, dts Nachrichtenagentur, Banken, Schufa, Alexandra Niessen-Ruenzi, Wirtschaftsprofessorin

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand im Juli 2026 statt (für die Auswertung wurden alle Ratenkredite berücksichtigt, die im Juli 2026 über das Vergleichsportal abgeschlossen wurden).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Laut einer Verivox-Auswertung, über die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, zahlen Frauen bei Ratenkrediten im Schnitt höhere Zinsen, erhalten kleinere Darlehen und werden häufiger abgelehnt als Männer, was vor allem auf die schlechtere finanzielle Ausgangslage und damit verbundene Unterschiede in der Bonität (z. B. durch niedrigere Einkommen/mehr Teilzeit) zurückgeführt wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Frauen stehen bei der Kreditvergabe gegenüber Männern oft im Nachteil
  • Gehaltsunterschiede und eine unterschiedliche finanzielle Ausgangslage
  • Häufigere Teilzeitbeschäftigung bei Frauen, dadurch schlechtere Bonitätseinschätzung durch Banken
  • Höheres Ausfallrisiko bei schlechterer Bonität, daher höhere Zinsen
  • Kreditkostenunterschiede basieren laut der Wirtschaftsprofessorin weniger auf direkter Diskriminierung als auf den genannten Faktoren
  • Unzulässigkeit der Abhängigkeit von persönlichen Merkmalen, stattdessen objektive Bewertungskriterien und externe Bonitätsbewertungen (z. B. Schufa-Score)

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Höhere Kreditkosten für Frauen durch im Schnitt höhere Zinssätze bei Ratenkrediten
  • Niedrigere bewilligte Kreditbeträge für Frauen im Vergleich zu Männern
  • Häufigere Ablehnung von Kreditanfragen für Frauen
  • Höheres Risiko schlechterer Bonität bei Frauen aufgrund geringerer finanzieller Ausgangslage
  • Steigendes Ausfallrisiko für Kredite bei schlechterer Bonität, wodurch Banken höhere Zinsen verlangen
  • Verstärkte Bedeutung von Einkommen und Beschäftigungsverhältnis als objektive Kriterien in der Kreditbewertung
  • Zusätzliche Verwendung externer Bonitätsbewertungen wie Schufa-Score in der Kreditentscheidung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Die Wirtschaftsprofessorin Alexandra Niessen-Ruenzi wird mit einer Stellungnahme zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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