NRW: Rückgang bei Düngemitteleinsatz
Düsseldorf () – Im Jahr 2024 wurden in NRW 0,5 % weniger Düngemittel als im Vorjahr verwendet. Das entspricht einem Verbrauch von Dünger von 3,5 Millionen Tonnen, teilte der Landesbetrieb IT.NRW am Freitag mit.
Im Zehnjahresvergleich ist die ausgebrachte Düngermenge um 15 % zurückgegangen.
Der Düngerverbrauch besteht überwiegend aus organischem Dünger wie Gülle oder Kompost.
Während die Nutzung von organischem Dünger gegenüber dem Jahr 2023 um 1 % leicht zunahm, war der Gebrauch von mineralischem Dünger um 11 % rückläufig. Der Verbrauchsrückgang beim mineralischen Dünger könnte unter anderem durch technische Fortschritte, die zum Beispiel eine gezielte, niedrig dosierte Einbringung des Düngers erlauben, und eine verstärkte Beratung zum optimalen Einsatz von Nährstoffen und Düngemittel für individuelle landwirtschaftliche Betriebe bedingt sein.
Zudem könnte die Förderung des ökologischen Landbaus, in dem mineralische Düngemittel weitestgehend untersagt sind, in NRW eine Rolle spielen.
Gegenüber 2023 fiel der Verbrauch von Streusalz in 2024 um 17 % geringer aus. Ein möglicher Grund könnte der milde Winter mit geringen Niederschlagsmengen gewesen sein.
Als weitere Materialabgaben an die Umwelt werden Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Lösungsmittel betrachtet: Bei der ausgebrachten Saatgutmenge gab es einen Rückgang um 2 %, während der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln unverändert blieb. Die Verwendung von Lösungsmitteln nahm leicht um knapp 1 % zu.
Über alle Bundesländer hinweg betrug der Gebrauch von Dünger, Pflanzenschutzmitteln, Saatgut, Streusalz und Lösungsmitteln im Jahr 2024 insgesamt 32,2 Mio. Tonnen.
Die Werte reichten von circa 6,7 Mio. Tonnen in Bayern bis jeweils rund 0,1 Mio. Tonnen in Bremen, Hamburg, Berlin und dem Saarland. Die Höhe dieses Verbrauchs wird wesentlich von landwirtschaftlichen Aktivitäten bestimmt, insbesondere durch das Ausbringen von Dünger.
Der bundesweite Verbrauch von organischem und mineralischem Dünger machte im Jahr 2024 mit 25,2 Mio. Tonnen 78 % der an die Umwelt abgegebenen Materialien aus.
Er wurde maßgeblich durch die drei Bundesländer Niedersachsen mit 5,4 Mio. Tonnen, Bayern mit 5,3 Mio. Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit 3,5 Mio. Tonnen geprägt. Zusammen haben sie mehr als die Hälfte der Düngermenge ausgebracht.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Keine vollständigen Namen von Personen im Artikeltext.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
IT.NRW, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Berlin, Saarland, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand im Jahr 2024 statt (Vergleich u. a. mit dem Vorjahr 2023). Zusätzlich wird berichtet, dass die Mitteilung am Freitag erfolgte, ohne ein konkretes Datum zu nennen.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen (NRW)
Worum geht es in einem Satz?
Laut IT.NRW wurden 2024 in Nordrhein-Westfalen 0,5 % weniger Düngemittel eingesetzt als im Vorjahr (3,5 Mio. Tonnen), wobei der Rückgang vor allem bei mineralischem Dünger lag, während organischer Dünger leicht zulegte; im Bundesvergleich belief sich der gesamte Materialverbrauch (u. a. Dünger, Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Streusalz, Lösungsmittel) auf 32,2 Mio. Tonnen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- milden Winter mit geringen Niederschlagsmengen als möglicher Grund für geringeren Streusalzverbrauch in 2024
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politikreaktionen, Reaktionen der Öffentlichkeit oder Medienreaktionen werden nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 2024 wurde in NRW 0,5 % weniger Dünger verwendet als im Vorjahr
- Im Zehnjahresvergleich ging die ausgebrachte Düngermenge um 15 % zurück
- Der Einsatz von organischem Dünger stieg gegenüber 2023 um 1 %
- Der Einsatz von mineralischem Dünger sank gegenüber 2023 um 11 %
- Möglicher Einfluss von technischen Fortschritten auf eine gezielte und niedrig dosierte Einbringung von Dünger
- Verstärkte Beratung zum optimalen Einsatz von Nährstoffen und Düngemitteln für einzelne Betriebe könnte den Rückgang mineralischer Düngung begünstigt haben
- Die Förderung des ökologischen Landbaus in NRW könnte dazu beitragen, dass mineralische Düngemittel weniger genutzt werden
- Der Verbrauch von Streusalz fiel 2024 gegenüber 2023 um 17 % geringer aus
- Der Rückgang beim Saatgut lag bei 2 % gegenüber 2023
- Der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln blieb gegenüber 2023 unverändert
- Die Nutzung von Lösungsmitteln nahm leicht um knapp 1 % zu
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