IG Metall erwägt flexible Gehaltsaufschläge für Betriebe

IG Metall erwägt flexible Gehaltsaufschläge für Betriebe

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Wirtschaft: Tarifpolitik in München

München () – Die Gewerkschaft IG erwägt für die nächste Tarifrunde automatische Gehaltsaufschläge für Betriebe.

„Wir brauchen einen Tarifabschluss, der allen gerecht wird“, sagte Daniel Friedrich, IG-Metall-Bezirkschef Küste, der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe). „Autokonzerne und Zulieferer stehen massiv unter Druck. Rüstung, Medizintechnik und andere Bereiche verdienen dagegen sehr gut.“

Wenn Firmen weniger als 2,3 Prozent Umsatzrendite verdienen, können sie automatisch Teile des Gehalts streichen. Daniel Friedrich und Knut Giesler, IG-Metall-Bezirkschef NRW, fordern nun einen automatischen Gehaltsaufschlag, wenn Betriebe besonders viel verdienen. „Denkbar wäre, das T- zu erhöhen, wenn ein Betrieb eine bestimmte Umsatzrendite erwirtschaftet“, sagte Giesler der Zeitung. Das könnte der Gewerkschaft erleichtern, einem moderaten Lohnabschluss für die gesamte Metall- und Elektroindustrie zuzustimmen, der der angeschlagenen Autobranche hilft.

Das T-Geld beträgt 18,4 Prozent eines Monatseinkommens. Würde man es beispielsweise ab einer Umsatzrendite von 4,6 Prozent verdoppeln, würde ein Facharbeiter mit einem mittleren Einkommen von 3.917 im Monat einen Gehaltsaufschlag von gut 700 Euro bekommen. Wird ein Gehaltsaufschlag so ausgestaltet, könnten ihn rund 30 Prozent der Beschäftigten der Branche bekommen.

Gleichzeitig sind die Gewerkschafter zu weiteren Zugeständnissen für Krisenbetriebe bereit. „Im Zweifelsfall brauchen wir in diesen Zeiten ein neues Werkzeug für , denen es besonders schlecht geht“, sagte Giesler.

Der Gewerkschafter wies aber etwa nach Abschaffung der 35-Stunden-Woche zurück. „Die großen Autokonzerne schütten immer noch Dividenden aus. Erklären Sie einem Arbeiter mal, dass er für eine Dividendenzahlung mehr Stunden arbeiten soll“, so Giesler. „Mit einer 40-Stunden-Woche wird man die hochsubventionierten chinesischen Hersteller nicht schlagen. Dafür bedarf es einer Industriepolitik, die wichtige Branchen weiterentwickelt und die Energiekosten reduziert.“

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Stahldemo der IG Metall (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Daniel Friedrich, Knut Giesler

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

IG Metall, Süddeutschen Zeitung, Autokonzerne, Zulieferer, Rüstung, Medizintechnik, T-Geld, chinesische Hersteller, Industriepolitik, 35-Stunden-Woche, 40-Stunden-Woche

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum: Freitagausgabe (vom München-Beitrag der dts Nachrichtenagentur); ein konkretes Datum wird im Text nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

München, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Die IG Metall prüft für die nächste Tarifrunde automatische Gehaltsaufschläge für Betriebe bei hoher Umsatzrendite (z. B. durch Erhöhung des T-Geldes) und ist zugleich bereit, Krisenbetrieben weitere Flexibilität zuzugestehen, lehnt aber die Abschaffung der 35‑Stunden‑Woche ab.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Angeschlagene Autobranche steht massiv unter Druck
  • Weitere Bereiche wie Rüstung und Medizintechnik verdienen dagegen sehr gut
  • Idee, Lohnabschlüsse gerechter zu gestalten über einen automatischen Gehaltsaufschlag bei besonders hoher Umsatzrendite des Betriebs
  • Bei Unternehmen mit besonders viel verdienen soll das T-Geld erhöht werden
  • Voraussetzung: Wenn Firmen unter einer bestimmten Umsatzrendite verdienen, können Teile des Gehalts gestrichen werden

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien wird im Text beschrieben, die Inhalte beziehen sich auf Aussagen und Forderungen der IG Metall zu Tarif- und Zugeständnisfragen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Automatische Gehaltsaufschläge für Betriebe mit besonders hohen Verdienstmöglichkeiten
  • Erleichterung für die IG Metall, einem moderaten Lohnabschluss für die gesamte Metall- und Elektroindustrie zuzustimmen
  • Höhere Einkommensanteile für rund 30 Prozent der Beschäftigten in der Branche bei entsprechender Ausgestaltung des Aufschlags
  • Angebot eines zusätzlichen Verhandlungstools für Krisenbetriebe durch weitere Zugeständnisse, falls dies erforderlich wird

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Daniel Friedrich sowie Knut Giesler (beide IG Metall) werden im Artikel mit Stellungnahmen/Zitaten wiedergegeben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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