Wirtschaft: Niedrigwasser trifft Rhein-Industrie
Köln () – Wegen des Rhein-Niedrigwassers kommt es nun zu Produktionskürzungen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet, dass die Grundstoffindustrien ihre Produktion reduzieren.
„Südlich von Kaub droht jetzt ein komplettes Abschneiden der Transportwege und damit eine Zweiteilung des Rheins. Da weder Straße noch Schiene in der Lage sind, die anfallenden Güter aufzunehmen, besteht die wahrscheinlichste Reaktion der Grundstoffindustrien in einer Produktionsreduktion“, sagte Thomas Puls, Verkehrsexperte des IW, der „Rheinischen Post“.
„Nördlich der Engpassstelle Kaub sind wir damit konfrontiert, dass die Schiffe weniger Ladung nehmen können.“
Der Chemiekonzern Covestro meldet bereits Einschränkungen.
Ein Sprecher sagte der Redaktion: „Aufgrund der akuten Niedrigwasserlage ist der Rohstoff- und Warenverkehr derzeit erheblich eingeschränkt. Dies wirkt sich inzwischen auch auf die Rohstoffversorgung und die Produktion einzelner Betriebe sowie die Lieferung einzelner Produkte aus.“
Die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lkw hilft nach Einschätzung von Covestro nicht viel.
Ein Aussetzen des Lkw-Fahrverbots könne zwar kurzfristig helfen, so der Sprecher. Aber die Schiffstransporte über den Rhein seien auf der Straße praktisch nicht zu kompensieren, denn ein Binnenschiff mit einer Tragfähigkeit von 1.500 Tonnen ersetze circa 60 Lkw.
Daher lasse sich der Schiffsverkehr nicht vollständig auf die Straße verlagern.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Thomas Puls
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Rheinische Post, Covestro, Thomas Puls, Rhein
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Köln, Kaub (südlich von Kaub), nördlich der Engpassstelle Kaub, der Rhein
Worum geht es in einem Satz?
Wegen des Rhein-Niedrigwassers müssen die Grundstoffindustrien ihre Produktion reduzieren, weil der Transportweg auf dem Rhein erheblich eingeschränkt ist und sich der Schiffsverkehr nicht ausreichend durch Lkw-Ausweichrouten kompensieren lässt (u. a. meldet Covestro bereits Einschränkungen).
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rhein-Niedrigwasser (kompletter Abschneiden der Transportwege bzw. Zweiteilung des Rheins südlich von Kaub)
- Einschränkungen der Schiffstransporte nördlich der Engpassstelle Kaub (Schiffe können weniger Ladung nehmen)
- Akute Niedrigwasserlage, dadurch erheblich eingeschränkter Rohstoff- und Warenverkehr
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politiker, Öffentlichkeit oder Medienreaktionen werden im Artikel nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Produktionskürzungen in den Grundstoffindustrien
- Einschränkungen bei der Rohstoffversorgung und bei der Produktion einzelner Betriebe
- Verzögerungen und Einschränkungen bei der Lieferung einzelner Produkte
- Reduzierte Transportkapazitäten im Schiffsverkehr, da Schiffe weniger Ladung aufnehmen können
- Unzureichende kurzfristige Entlastung durch die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lkw
- Keine vollständige Verlagerung des Schiffsverkehrs auf die Straße möglich, da die benötigten Transportmengen nicht kompensiert werden können
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es werden Reaktionen/ Stellungnahmen von Thomas Puls (Institut der deutschen Wirtschaft) sowie einem Covestro-Sprecher zitiert.
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