Politik: Kriegsrisiko in Serbien und Europa
Belgrad () – Serbiens Präsident Aleksandar Vucic sieht Europa am Beginn eines größeren Krieges. Das sagte er nach dem Empfang von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj in dem Podcast „MD Meets“ von Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner.
Mit dem Empfang des ukrainischen Präsidenten hatte Vucic die internationale Gemeinschaft überrascht und im traditionell pro-russisch eingestellten Serbien, aber auch in Russland heftige Kritik ausgelöst. Russische Propagandisten warfen dem Serben vor, die Partnerschaft mit Russland zu verraten und der Ukraine in Form von Wirtschaftsabkommen bei der Kriegsführung gegen Russland zu helfen.
Vucic sagte: „Ich glaube, dass wir am Anfang eines größeren Krieges stehen. Und deshalb hatte ich gehofft, dass inzwischen jemand anderes etwas getan hätte, um Frieden zu schaffen.“ Das sei nicht geschehen und werde auch nicht bald geschehen, was bedeute, dass man am Rande eines viel, viel größeren Krieges stehe.
Vucics Prognose für den Krieg zwischen Russland und der Ukraine fällt nach dem Besuch Selenskyjs pessimistisch aus. Er sehe kein Ende des Krieges in diesem Jahr und auch kein Ende vor dem kommenden Frühjahr. Er erklärte: „Ich sage Ihnen, warum: Weil ich glaube, dass eine Seite stärker und – auf die eine oder andere Weise – siegreich sein muss, damit der Krieg endet.“ Angesichts der heutigen Pattsituation sehe er keine Möglichkeit für Kompromisslösungen.
Als Grund für die Pattsituation nannte Vucic die fehlende Bereitschaft zu Kompromissen. Wenn man die heutige Situation analysiere, glaube er, dass niemand Frieden sehen wolle. Jeder wolle die Niederlage der anderen Seite sehen.
Von Döpfner auf die Angriffe Russlands in europäischen Ländern angesprochen, nahm Vucic die Perspektive Moskaus ein. Der „hybride Krieg“ Russlands gegen Deutschland und andere europäische Länder sei „im Grunde dasselbe, was Europa gegen Russland getan hat“. Vucic fragte: „Sie haben die Ukraine aufgerüstet und Russland mit Sanktionen belegt. Gleichzeitig haben Sie die Ukraine finanziell unterstützt – was ist das, wenn nicht ein hybrider Krieg gegen Russland?“
Dennoch stimmte Vucic zu, dass es nicht die Ukraine war, die den Krieg gegen Russland begonnen habe und deshalb Täter und Opfer nicht verwechselt werden dürften.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Aleksandar Vucic (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Aleksandar Vucic, Wolodymyr Selenskyj, Mathias Döpfner
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Aleksandar Vucic, Wolodymyr Selenskyj, Axel Springer, Mathias Döpfner, Ukraine, Russland, Serbien, Deutschland, Europa, Moskau, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Belgrad, Serbien, Russland, Ukraine, Deutschland, Europa (bzw. „europäische Länder“)
Worum geht es in einem Satz?
Serbiens Präsident Aleksandar Vučić warnt nach dem Besuch Wolodymyr Selenskyjs davor, dass Europa am Beginn eines größeren Krieges stehe, und erklärt den Russland-Ukraine-Krieg angesichts fehlender Kompromissbereitschaft für derzeit nicht absehbar beendbar.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Empfang von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj im Podcast „MD Meets“ von Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner
- Internationale Überraschung und Kritik in Serbien sowie in Russland wegen der Partnerschaft mit Russland und Wirtschaftsabkommen zugunsten der Ukraine
- Einschätzung, dass aktuell niemand Frieden schaffen oder Kompromisse eingehen wolle, um die Niederlage der jeweils anderen Seite zu erreichen
- Vorstellung einer Pattsituation im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ohne Kompromisslösung
- Annahme, dass die „hybriden“ Handlungen gegen Russland (Aufrüstung der Ukraine, Sanktionen, finanzielle Unterstützung) Moskau als Kriegsform gegen Russland gleichkämen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine konkreten Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verschärfung der Spannungen zwischen Russland und Europa
- Ausweitung des Konfliktsrisikos in weitere Länder
- Geringere Chancen auf schnelle diplomatische Entspannung
- Vertiefung der wirtschaftlichen und politischen Gegensätze durch Sanktionen und Hilfen
- Zunahme der Vorbehalte und gegenseitigen Beschuldigungen in der internationalen Debatte
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme von Serbiens Präsident Aleksandar Vučić zitiert („Ich glaube, dass wir am Anfang eines größeren Krieges stehen…“).
- Wetterbericht für Sachsen (13.09.2026) - 13. September 2026
- Wetterbericht für Berlin/Brandenburg (13.09.2026) - 13. September 2026
- Wetterbericht für Bayern (13.09.2026) - 13. September 2026

