RKI: Bereits jetzt mehr Hitzetote als in jedem Jahr seit 2016

RKI: Bereits jetzt mehr Hitzetote als in jedem Jahr seit 2016

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Deutschland: Hitze-Folgen im Fokus

Berlin () – Bis zur Kalenderwoche 29 sind in diesem Jahr deutschlandweit rund 9.800 Menschen an den hohen Temperaturen gestorben. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mit.

Damit sind 2026 bereits jetzt mehr Menschen an der Hitze gestorben als in jedem Jahr seit 2016, als das RKI begonnen hat, die Zahl der Hitzetoten systematisch methodisch auszuwerten. Die höchsten Werte wurden bislang in den Jahren 2018 und 2019 mit jeweils etwa 7.000 und mehr hitze-bedingten Sterbefällen erreicht.

Während in der Altersgruppe unter 65 Jahren 2026 geschätzt nur 630 Menschen hitztebedingt gestorben sind, waren in der Altersgruppe der Über-85-Jährigen 5.420 Menschen betroffen. Die Quote der Sterbefälle pro 100.000 Einwohner steigt von 1,0 bei den Unter-65-Jährigen über 12,5 bei den 65- bis 74-Jährigen bis hin zu 167,4 bei den Über-85-Jährigen.

In einigen Fällen, zum Beispiel beim Hitzeschlag, führt die Hitzeeinwirkung unmittelbar zum Tod, während in den meisten Fällen laut RKI die Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen zum Tod führt. Daher wird Hitze auf dem Totenschein normalerweise nicht als die zugrunde liegende Todesursache angegeben. Stattdessen müssen statistische Methoden angewendet werden, um das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle abzuschätzen.

Hitzewellen werden durch die menschengemachte Erderwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden. Laut einer Analyse der wissenschaftlichen Initiative World Weather Attribution (WWA) wären die Temperaturen der Hitzewelle Ende Juni 2026 noch im Jahr 1976 im Juni „praktisch unmöglich“ und auch zu jeder anderen Jahreszeit höchst unwahrscheinlich gewesen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Robert-Koch-Institut (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Robert Koch-Institut

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Robert-Koch-Institut (RKI), World Weather Attribution (WWA)

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum:Bis zur Kalenderwoche 29“ in diesem Jahr (2026).
(Genannt ist außerdem: Ende Juni 2026.)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Laut dem Robert-Koch-Institut sind bis zur Kalenderwoche 29 im Jahr 2026 deutschlandweit rund 9.800 Menschen hitzebedingt gestorben, wobei die Zahl bereits höher liegt als in jedem Jahr seit 2016 und besonders ältere Menschen (über 85) betroffen sind, während die durch menschengemachte Erderwärmung verstärkte Hitze durch bestehende Vorerkrankungen meist indirekt zum Tod beiträgt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

menschengemachte Erderwärmung
zusätzliche Treibhausgase durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas
Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen
trotz teilweise unmittelbarer Folge (z. B. Hitzeschlag) überwiegend statistisch relevante Wirkung über die Kombination von Hitze und Vorerkrankungen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Mehr hitzebedingte Sterbefälle als in allen Jahren seit 2016
  • Überproportionale Betroffenheit der über 85-Jährigen
  • Anstieg der Sterberaten pro 100.000 Einwohner mit zunehmendem Alter
  • Typischerweise Todesursache ergibt sich aus Kombination aus Hitzeexposition und bestehenden Vorerkrankungen
  • In der Statistik erforderlich sind Abschätzungen statt eindeutiger Angaben auf dem Totenschein
  • Hitzewellen werden durch menschengemachte Erderwärmung deutlich wahrscheinlicher und intensiver
  • Zusätzliche Treibhausgasemissionen verstärken den Effekt weiter

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein. In dem Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert, sondern ausschließlich Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sowie eine Analyse von World Weather Attribution (WWA) genannt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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