Genfer Flüchtlingskonvention: Asylsystem unter Druck
Genf () – Zum 75. Jubiläum der Genfer Flüchtlingskonvention am kommenden Dienstag sieht das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR das Asylsystem weltweit unter wachsendem Druck. Anlässlich des Jahrestags ruft das UNHCR zu einem erneuten Bekenntnis zum Asylrecht, zu einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit sowie zu mehr Unterstützung für Flüchtlinge und die sie aufnehmenden Gemeinden auf.
75 Jahre nach der Unterzeichnung der Flüchtlingskonvention am 28. Juli 1951 sei diese eines der bedeutendsten völkerrechtlichen Instrumente, die jemals verabschiedet wurden, erklärte Elizabeth Tan, Direktorin für internationalen Schutz und Lösungen beim UNHCR, am Freitag. Die Konvention habe in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg einen einfachen, aber wirkungsvollen Grundsatz verankert: Menschen, die vor Verfolgung, Konflikten oder Gewalt fliehen müssen, müssen Sicherheit und Schutz finden können.
Das weltweite Asylsystem stehe jedoch unter Druck, so Tan. Fast 70 Prozent der Flüchtlinge würden von Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen aufgenommen, von denen viele mit eigenen wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Herausforderungen zu kämpfen hätten. Sieben von zehn Flüchtlingen lebten fünf Jahre oder länger im Exil.
Tan ging auf Argumente ein, wonach die Konvention nicht mehr für die heutige globalisierte Welt geeignet sei. Sie entgegente, faire und effiziente Verfahren zur Feststellung des Flüchtlingsstatus würden Flüchtlinge schützen, den Aufnahmegemeinschaften Sicherheit geben und das Vertrauen in das Asylsystem bewahren. Denjenigen, die keinen Flüchtlingsschutz benötigen, solle kein Asyl gewährt werden; sie können sicher und in Würde zurückgeführt werden. Auch das sei Teil eines glaubwürdigen Asylsystems, erklärte die UNHCR-Direktorin.
Gleichzeitig müsse die Grenzverwaltung weiterhin auf dem Schutzprinzip beruhen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk zeigte sich besorgt über Praktiken, die den Zugang zu Asyl einschränken, darunter Zurückweisungen, die Verweigerung des Zugangs zum Hoheitsgebiet und Zwangsrückführungen.
Tan beklagte, dass das UNHCR Ende Juni nur zu 31 Prozent finanziert war. Wesentliche Hilfsleistungen für Menschen, die zur Flucht gezwungen sind, seien deshalb derzeit eingeschränkt.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | UNHCR (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Elizabeth Tan
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
UNHCR, UN-Flüchtlingshilfswerk, UNHCR-Direktorin, Elizabeth Tan
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand im Zeitraum/Datum des Artikels statt: am Freitag (genannt wird außerdem die Bezugnahme auf das Jubiläum am kommenden Dienstag).
- Unterzeichnung der Genfer Flüchtlingskonvention: 28. Juli 1951
- Jubiläumstermin: kommender Dienstag (Datum im Text nicht explizit genannt)
Sonstiges genaues Datum:„Ende Juni“ (UNHCR war „ende Juni“ nur zu 31 % finanziert).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Genf
Worum geht es in einem Satz?
Zum 75. Jubiläum der Genfer Flüchtlingskonvention warnt UNHCR, dass das weltweite Asylsystem zunehmend unter Druck steht, und fordert ein erneutes Bekenntnis zu Asylrecht, fairen Verfahren, internationaler Zusammenarbeit sowie mehr finanzieller Unterstützung für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zum 75. Jubiläum der Genfer Flüchtlingskonvention am 28. Juli 1951 erneut wachsender Druck auf das weltweite Asylsystem
- Einschränkung des Zugangs zu Asyl durch Praktiken wie Zurückweisungen, Verweigerung des Zugangs zum Hoheitsgebiet und Zwangsrückführungen
- Finanzierungsstand: UNHCR Ende Juni nur zu 31 Prozent finanziert
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel nicht als Reaktion auf die UNHCR-Aussagen beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Asylsystem weltweit wachsender Druck
- Aufnahme von fast 70 Prozent der Flüchtlinge in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen trotz eigener wirtschaftlicher und entwicklungspolitischer Herausforderungen
- Langandauerndes Leben vieler Flüchtlinge im Exil, insbesondere über fünf Jahre hinaus
- Einschränkung des Zugangs zu Asyl durch Praktiken an Grenzen wie Zurückweisungen, Verweigerung des Zugangs zum Hoheitsgebiet und Zwangsrückführungen
- Finanzierungsdefizit führt dazu, dass wesentliche Hilfsleistungen für Menschen auf der Flucht derzeit eingeschränkt sind
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Die UNHCR-Direktorin Elizabeth Tan wird mit mehreren Aussagen zitiert (z. B. dass die Genfer Flüchtlingskonvention eines der bedeutendsten völkerrechtlichen Instrumente sei und das Asylsystem unter wachsendem Druck stehe).
- Trump verkündet Einigung auf Entwaffnung der Hamas - 31. Juli 2026
- Ölkonzerne ziehen wegen Benzinpreis-Prüfung vor Gericht - 31. Juli 2026
- Neue Kürzungen: Wohnungswirtschaft schickt Brandbrief an Merz - 31. Juli 2026

