Wirtschaft in Frankfurt: Börsenrückgang
Frankfurt/Main () – Am Donnerstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.763 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start baute der Dax am Nachmittag seine Verluste aus.
„Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen wie erwartet in der Eurozone unverändert gelassen, was der Dax deshalb auch nur schulterzuckend zur Kenntnis genommen hat“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Dagegen verfehlte der europäische Halbleiterkonzern STMicro die Markterwartungen. Das brachte den gesamten Halbleiterbereich unter Verkaufsdruck“, so Lipkow.
„In den USA haben zudem die Unternehmen Comcast und Honeywell ihre Quartalszahlen vorgelegt. Teilweise färbten diese auf die europäischen Unternehmen ab“, erklärte der Analyst. „Insgesamt aber bleibt die Stimmung an der Börse durch den weiter eskalierenden Konflikt im Nahen Osten eingetrübt. Die hohen Rohölpreise bereiten speziell den rohstoff- und energieabhängigen deutschen Unternehmen Kopfzerbrechen.“
Die Zahlen von Traton, Deutsche Börse, Nestlé, Roche und Givaudan wurden von den drohenden Zweitrundeneffekten durch höhere Energiepreise überschattet, so Lipkow. „Im Sog der STMicro-Zahlen fielen die Aktien von Infineon ans Dax-Ende und die Papiere von Daimler Truck verbuchten ein deutliches Plus. Der Autobauer profitierte von den positiven Aussagen des Konkurrenten Traton.“
Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Daimler Truck Qiagen und Merck an der Spitze der Kursliste, das Schlusslicht bildeten die Papiere von Infineon und der Commerzbank.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 100,80 US-Dollar, das waren 7,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1375 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8791 Euro zu haben.
Der Goldpreis war stark im Rückwärtsgang, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.051 US-Dollar gezahlt (-2,0 Prozent). Das entspricht einem Preis von 114,51 Euro pro Gramm.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frankfurter Börse, dts Nachrichtenagentur, Europäische Zentralbank, CMC Markets, STMicro, Comcast, Honeywell, Naher Osten, Traton, Deutsche Börse, Nestlé, Roche, Givaudan, Infineon, Daimler Truck, Qiagen, Merck, Commerzbank, Nordsee-Sorte Brent, Euro, Gold
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum:Donnerstag (kein konkretes Datum genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main, Frankfurt/Main
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax ist am Donnerstag um 1,6 % gefallen, unter anderem wegen Enttäuschungen bei STMicro und gedämpfter Stimmung durch den Nahostkonflikt sowie hohe Energie- und Rohölpreise, während gleichzeitig Brent deutlich stieg und Gold deutlich nachgab.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Leitzinsen der Europäischen Zentralbank in der Eurozone unverändert gelassen
- STMicro verfehlte Markterwartungen
- Quartalszahlen von Comcast und Honeywell
- Weiter eskalierender Konflikt im Nahen Osten
- Starke Steigerung der Rohölpreise
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- keine erkennbare Reaktion von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
- Medienreaktion nicht gesondert thematisiert
- Analystenkommentar beschreibt vor allem Börsen-/Marktstimmung und Kursbewegungen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verkäufe im Halbleiterbereich wegen verfehlter Markterwartungen von STMicro
- Kursrückgänge bei Infineon im Umfeld der Halbleiterbelastung
- Belastung rohstoff- und energieabhängiger deutscher Unternehmen durch hohe Rohölpreise
- Zweitrundeneffekte durch höhere Energiepreise überschatteten relevante Unternehmenszahlen
- Teilweise ausgeprägte Reaktion einzelner Aktien im Sog der Branchennachrichten
- Euro schwächer gegenüber dem US-Dollar
- Goldpreis deutlich rückläufig
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Andreas Lipkow (CMC Markets) wird mit mehreren Kommentaren zitiert.
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