Wissenschaft und Sicherheit in Deutschland
Berlin () – Führende deutsche Forschungsorganisationen fordern klare Leitlinien zum Schutz sicherheitsrelevanten Wissens.
Internationale Offenheit der Wissenschaft bleibe zwar „unverzichtbar“, sagte der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Christoph Schmidt, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Sie müsse aber stärker als früher gegen die Risiken des Wissensabflusses und des Missbrauchs abgewogen werden.
Schmidt verwies auf einen Sinneswandel in der Wissenschaft. Vor allem bei Schlüsseltechnologien wie sogenannter „Künstlicher Intelligenz“ (KI) sei heute viel präsenter, dass sie fast unweigerlich ein Multiple-Use-Potenzial aufweisen. Gemeint ist damit, dass Forschungsergebnisse oder Technologien auf unterschiedliche Weise genutzt werden können, etwa auch militärisch.
Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Holger Hanselka, sagte dem „Handelsblatt“, er erwarte von den zuständigen Behörden „belastbare Leitlinien, um Risiken faktenbasiert bewerten zu können“ sowie „klare Kriterien und Rechtssicherheit für die Bewertung sensibler Technologien“.
Pauschale Verbote oder Abschottung lehnt Hanselka ab. Angesichts der sensiblen und anwendungsorientierten Forschung sei das Risikobewusstsein bei Fraunhofer „hoch“. Zu möglichen Sicherheitsüberprüfungen von Forschern sagte Hanselka, man unterstütze Sicherheitsüberprüfungen dort, wo der Staat für sicherheitsempfindliche Tätigkeiten oder Bereiche einen entsprechenden Schutzbedarf feststellt und hierfür eine gesetzliche Grundlage besteht.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fraunhofer-Gesellschaft (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christoph Schmidt, Holger Hanselka
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Leibniz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Führende Forschungsorganisationen in Deutschland fordern klare Richtlinien zum Schutz sicherheitsrelevanten Wissens, da die internationale Offenheit der Wissenschaft zwar wichtig ist, aber stärker gegen Risiken des Wissensabflusses und Missbrauchs abgewogen werden muss, insbesondere bei Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach klaren Leitlinien zum Schutz sicherheitsrelevanten Wissens
- Internationale Offenheit der Wissenschaft betroffen
- Risiken des Wissensabflusses und Missbrauchs stärker abwägen
- Sinneswandel in der Wissenschaft bei Schlüsseltechnologien
- Künstliche Intelligenz zeigt Multiple-Use-Potenzial
- Bedarf an belastbaren Leitlinien und rechtlicher Sicherheit
- Hohe Risikobewusstsein bei sensibler Forschung
- Unterstützung von Sicherheitsüberprüfungen bei staatlichem Bedarf
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel nicht beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Forderung nach klaren Leitlinien zum Schutz sicherheitsrelevanten Wissens
- Abwägung zwischen internationaler Offenheit und Risiken des Wissensabflusses
- Bewusstsein für Multiple-Use-Potenzial von Forschungsergebnissen
- Erwartung belastbarer Leitlinien zur faktenbasierten Risikobewertung
- Notwendigkeit klarer Kriterien und Rechtssicherheit für die Bewertung sensibler Technologien
- Hohe Sensibilität und Risikobewusstsein in anwendungsorientierter Forschung
- Unterstützung von Sicherheitsüberprüfungen bei festgestelltem Schutzbedarf
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Christoph Schmidt, äußert, dass internationale Offenheit der Wissenschaft "unverzichtbar" sei, aber stärker gegen die Risiken des Wissensabflusses abgewogen werden müsse.
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