Normen im Bauwesen in Deutschland
Berlin () – Die Normen im Bauwesen verteuern das Bauen laut einer Studie erheblich. Gut ein Fünftel des Kostenanstiegs seit 2000 geht auf Vorschriften zurück. Das ist das Ergebnis einer Studie, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.
„All diese Regelwerke haben am Preisauftrieb der letzten 25 Jahre einen Anteil von 20 Prozent“, sagte der Leiter des Kieler Bauforschungsinstituts ARGE, Dietmar Walberg, dem RND. „Dieses System ist aus dem Ruder gelaufen“, beklagte er. Heike Böhmer, Direktorin des Instituts für Bauforschung (IFB) in Hannover, ergänzte: „Indem ich immer mehr und komplexere Anlagentechnik und viel dickere Wärmedämmschichten plane, erwarte ich plötzlich eine Qualität und Genauigkeit, die man draußen in der Umsetzung nur noch ganz schwer herstellen kann.“
Beide schlagen deshalb Alarm. Der „Normen-Frust“ in der Bauwirtschaft sei enorm. Wer mehr Wohnungen bauen wolle, müsse dringend bei den Normen ansetzen. Deutschland brauche eine „Radikalkur bei den Normen“, fordern Walberg und Böhmer, die am Mittwoch eine Baunormen-Konferenz veranstalten. Eine potenzielle Lösung sehen sie im „Gebäudetyp E“. Er soll das Bauen vereinfachen. Ein Gesetzentwurf von Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ist derzeit in Arbeit.
Walberg sagte: „Teilweise widersprechen sich diese Details. Wenn ich eine Schwellenlosigkeit will, damit Barrierefreiheit funktioniert, gleichzeitig aber eine Abdichtung so regeln muss, dass nichts an Feuchtigkeit austritt, ist das ein Normenwiderspruch.“ Er ergänzte: „Diesen Widerspruch können wir in Hunderten Beispielen zeigen. Dieses System ist aus dem Ruder gelaufen.“
Böhmer sagte: „Die Fülle und Komplexität von Normen führt jedenfalls nicht dazu, dass Gebäude qualitativ besser, robuster oder resilienter sind, als sie das vorher waren.“
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bauarbeiter auf Baustelle (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der im Artikel vorkommenden Personen sind: Dietmar Walberg, Heike Böhmer, Verena Hubertz, Stefanie Hubig.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Kieler Bauforschungsinstitut ARGE, Institut für Bauforschung (IFB), Bundesbauministerin Verena Hubertz, Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD).
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Berlin, Kiel, Hannover.
Worum geht es in einem Satz?
Eine Studie zeigt, dass über 20 Prozent des Kostenanstiegs im Bausektor seit 2000 auf komplexe Normen zurückzuführen sind, was Experten zu der Forderung nach einer grundlegenden Reform dieser Vorschriften anregt, um den Wohnungsbau zu erleichtern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kostenanstieg im Bauwesen
- Anstieg der Vorschriften seit 2000
- Anteil der Normen am Preisauftrieb
- Komplexität der Anlagentechnik
- Schwierigkeiten bei der Umsetzung in der Praxis
- "Normen-Frust" in der Bauwirtschaft
- Forderung nach Vereinfachung der Normen
- Widersprüche in den Normen
- Geplante Baunormen-Konferenz
- Gesetzentwurf zur Vereinfachung in Arbeit
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verteuerung des Bauens
- 20 Prozent des Kostenanstiegs seit 2000 auf Vorschriften zurückzuführen
- Alarmierender "Normen-Frust" in der Bauwirtschaft
- Dringender Handlungsbedarf bei Normen gefordert
- Notwendigkeit einer "Radikalkur" bei den Normen
- Schwierigkeiten in der Umsetzung von komplexen Anlagentechniken
- Widersprüche zwischen verschiedenen Anforderungen (z.B. Barrierefreiheit und Abdichtung)
- Keine Verbesserung der Qualität, Robustheit oder Resilienz von Gebäuden durch Normen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden Stellungnahmen von Dietmar Walberg, Leiter des Kieler Bauforschungsinstituts ARGE, und Heike Böhmer, Direktorin des Instituts für Bauforschung (IFB) in Hannover, zitiert. Sie äußern sich kritisch über die Komplexität und Widersprüche der aktuellen Normen im Bauwesen.
- Kölns Kaderplaner sieht KI als wichtigen Helfer - 30. Juli 2026
- Baum stürzt am Möhnesee auf Jugendgruppe: Zwei Schwerverletzte - 30. Juli 2026
- CSU-Fraktion fordert nach Gespräch mit Streeck Präventionsoffensive gegen Drogen - 30. Juli 2026

