Wirtschaftliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen
Mülheim an der Ruhr () – Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in den Kernhaushalten Nordrhein-Westfalens beliefen sich Ende 2025 auf rund 64,1 Milliarden Euro. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, waren das 15,7 % mehr als im Jahr zuvor; gleichzeitig war es der höchste Anstieg seit 2017. Ende 2024 hatte der Schuldenstand bei 55,4 Milliarden Euro gelegen.
Zuwächse gab es sowohl bei Liquiditäts- als auch bei Investitionskrediten.
Liquiditätskredite sollen kurzfristige Engpässe im Haushalt überbrücken, etwa bei Mindereinnahmen. Im Jahr 2025 hatten die Kommunen Liquiditätskredite in Höhe von 27,6 Milliarden Euro, das waren 17,6 % mehr als 2024. Damit setzt sich die Trendumkehr seit dem Jahr 2024 fort.
In den Jahren 2017 bis 2023 waren die Liquiditätskredite kontinuierlich gesunken.
Bei den Investitionskrediten hatte es seit 2018 dagegen kontinuierliche Zuwächse gegeben, so auch zuletzt: 2025 lagen sie bei 36,6 Milliarden Euro, das waren 14,3 % mehr als im Vorjahr. Investitionskredite dienen in der Regel der Finanzierung kommunaler Infrastruktur.
Betrachtet werden ausschließlich die Schulden der Kernhaushalte.
Einfluss auf die Höhe können u. a. der Ausgliederungsgrad von Aufgaben und unterschiedliche Finanzierungsstrategien der Kommunen haben. Zum Beispiel nehmen einige Kommunen Kredite im eigenen Haushalt auf und leiten das Geld an ihre ausgegliederten Unternehmen weiter.
Andere Kommunen lassen ihre Tochtergesellschaften direkt am Kreditmarkt agieren, sodass diese Schulden im Kernhaushalt gar nicht auftauchen.
Mülheim an der Ruhr mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung der kreisfreien Städte
Rein rechnerisch ergab sich NRW-weit 2025 eine Verschuldung von 3.561 Euro pro Kopf. Von den kreisfreien Städten in NRW hatten Mülheim an der Ruhr mit rund 10.700 Euro je Einwohner/-in und Oberhausen mit rund 10.320 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung.
Die Mehrheit der Schulden stammte bei beiden Städten aus Liquiditätskrediten. Es folgten Bonn mit rund 8.024 Euro, Remscheid mit rund 7.857 Euro und Leverkusen mit rund 6.938 Euro pro Kopf.
In Bonn war die Mehrheit der Schulden auf Investitionskredite zurückzuführen, in Remscheid und Leverkusen auf Liquiditätskredite.
Höchste Verschuldung auf Kreisebene je Einwohner im Kreis Mettmann
Auf Ebene der Kreise hatten 2025 der Kreis Mettmann, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Rhein-Sieg-Kreis, der Kreis Recklinghausen und der Oberbergische Kreis die höchste Pro-Kopf-Verschuldung. Mit Werten zwischen rund 3.756 und 4.478 Euro je Einwohner waren die Schulden aber niedriger als bei den Top 5 der kreisfreien Städte.
Im Rhein-Sieg-Kreis, im Kreis Mettmann und im Oberbergischen Kreis überwogen die Schulden aus Investitionskrediten. Im Kreis Recklinghausen und im Ennepe-Ruhr-Kreis bestand die Mehrheit der Schulden dagegen aus Liquiditätskrediten.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Der Artikel enthält keine spezifischen vollständigen Namen von Personen, sondern bezieht sich lediglich auf allgemeine Informationen zu Schulden in Kommunen und Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Daher kann ich keine Namen auflisten.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Statistisches Landesamt, Kommunen, Tochtergesellschaften, Kreis Mettmann, Ennepe-Ruhr-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Kreis Recklinghausen, Oberbergischer Kreis.
Wann ist das Ereignis passiert?
Ende 2025
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Bonn, Remscheid, Leverkusen, Kreis Mettmann, Ennepe-Ruhr-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Kreis Recklinghausen, Oberbergischer Kreis.
Worum geht es in einem Satz?
Die Schulden der Gemeinden in Nordrhein-Westfalen erhöhten sich bis Ende 2025 auf etwa 64,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 15,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wobei Mülheim an der Ruhr die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aufweist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anstieg der Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Nordrhein-Westfalen
- Schuldenhöhe von 64,1 Milliarden Euro Ende 2025
- Erhöhung um 15,7 % im Vergleich zum Vorjahr
- Höchster Anstieg seit 2017
- Liquiditätskredite zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe
- Liquiditätskredite in Höhe von 27,6 Milliarden Euro im Jahr 2025
- Trendumkehr bei Liquiditätskrediten seit 2024
- Kontinuierlicher Anstieg der Investitionskredite seit 2018
- Investitionskredite bei 36,6 Milliarden Euro im Jahr 2025
- Einfluss von Ausgliederungsgrad und Finanzierungsstrategien der Kommunen
- Höchste Pro-Kopf-Verschuldung in Mülheim an der Ruhr und Oberhausen
- Mehrheit der Schulden in beiden Städten aus Liquiditätskrediten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Artikel beschreibt keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Anstieg der Schulden auf 64,1 Milliarden Euro
- Höchster Anstieg seit 2017
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- Investitionskredite bei 36,6 Milliarden Euro
- Mülheim an der Ruhr mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung
- Pro-Kopf-Verschuldung von 3.561 Euro in NRW
- Verschuldung variiert stark zwischen Städten und Landkreisen
- Mehrheit der Schulden in einigen Städten stammt aus Liquiditätskrediten, in anderen aus Investitionskrediten
- Höchste Verschuldung auf Kreisebene im Kreis Mettmann und anderen genannten Kreisen
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