Wirtschaft: Chinas Währungsmanagement und Auswirkungen auf Deutschland
Berlin () – Die von China künstlich niedrig gehaltene Währung kostet Deutschland Wachstum. Wie eine vom Auswärtigen Amt geförderte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in drei Jahren um mehr als 40 Milliarden Euro höher ausfallen, wenn der Yuan fair bewertet wäre.
Vor allem seit den massiven Preissteigerungen ab 2021 infolge von Lieferkettenengpässen und der Energiekrise hierzulande verhindert China eine Aufwertung des Yuan gegenüber dem Euro. Die gezielte Unterbewertung verbilligt chinesische Exporte und macht Importe teurer. Auch deshalb sind die deutschen Ausfuhren nach China deutlich gesunken und die Einfuhren chinesischer Güter massiv gestiegen. Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China ist auf rund 90 Milliarden Euro gestiegen. Trotz der gestiegenen Nachfrage nach Yuan zur Bezahlung chinesischer Waren hat sich die Währung nicht entsprechend verteuert, da China keinen freien Wechselkurs zulässt, sondern ein staatlich gesteuertes Währungsmanagement betreibt.
Laut IW würde eine faire Bewertung des Yuan auch China helfen, die exportlastige und konsumschwache Wirtschaft des Landes besser auszubalancieren. Zwar würde das chinesische BIP durch den Rückgang der Exporte zunächst kurzfristig einbrechen, doch in der Simulation kam es schnell zu einer Gegenbewegung durch einen Anstieg der inländischen Nachfrage.
„Für den freien Handel ist Chinas Währungsmanagement Gift“, sagte IW-Experte Jürgen Matthes. Durch die Unterbewertung des Yuan verkaufe China seine Waren deutlich günstiger als sie eigentlich sein dürften – und gewinne Marktanteile, die es im fairen Wettbewerb nie erhalten würde. „China spielt mit gezinkten Karten. Europa sollte mit Ausgleichszöllen für gleiche Bedingungen sorgen“, so der Außenhandelsexperte.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Chinesische Geldscheine (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
In dem Artikel kommen folgende vollständige Namen vor:
Jürgen Matthes
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Auswärtiges Amt, Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
- China
- Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Eine Studie zeigt, dass die künstliche Unterbewertung des Yuan durch China das deutsche BIP um über 40 Milliarden Euro jährlich mindert und die Handelsbilanzdefizite mit China in die Höhe treibt, wodurch Europa gleiche Wettbewerbsbedingungen durch Ausgleichszölle fordern sollte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Künstliche Unterbewertung des Yuan durch China
- Massive Preissteigerungen seit 2021
- Lieferkettenengpässe und Energiekrise
- Preisvorteil für chinesische Exporte
- Teurer werdende chinesische Importe für Deutschland
- Anstieg des deutschen Handelsbilanzdefizits mit China
- Staatlich gesteuertes Währungsmanagement in China
- Fehlender freier Wechselkurs
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt negative Auswirkungen der Yuan-Unterbewertung auf deutsches Wachstum
- Deutsches BIP könnte um über 40 Milliarden Euro höher sein bei fairer Yuan-Bewertung
- Unterbewertung des Yuan verbilligt chinesische Exporte, verteuert Importe
- Deutsches Handelsbilanzdefizit mit China gestiegen auf rund 90 Milliarden Euro
- IW-Experte kritisiert Chinas Währungsmanagement als schädlich für freien Handel
- Vorschlag für Ausgleichszölle, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Wachstumseinbußen in Deutschland
- Über 40 Milliarden Euro niedrigeres BIP in drei Jahren
- Sinken der deutschen Ausfuhren nach China
- Starker Anstieg der Einfuhren chinesischer Güter
- Handelsbilanzdefizit mit China auf rund 90 Milliarden Euro gestiegen
- Ungleiche Wettbewerbsbedingungen im freien Handel
- Verluste für europäische Märkte
- Dringender Bedarf an Ausgleichszöllen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Jürgen Matthes, ein IW-Experte, äußert sich dazu, dass "für den freien Handel Chinas Währungsmanagement Gift" sei und fordert Ausgleichszölle für gleiche Bedingungen.
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