Totschlagsurteil gegen 81-Jährige rechtskräftig

Totschlagsurteil gegen 81-Jährige rechtskräftig

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Gesellschaft: Totschlagsurteil in Aurich

Aurich () – Der Bundesgerichtshof hat das Urteil der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aurich bestätigt, mit dem eine 81-jährige Angeklagte wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt wurde. Das teilte das Landgericht am Mittwoch mit.

Das Urteil ist damit rechtskräftig, lediglich die Adhäsionsentscheidung wurde aufgehoben.

Die Schwurgerichtskammer stellte fest, dass der Ehemann der Angeklagten seit 2012 an einer fortschreitenden Parkinson-Erkrankung mit zusätzlicher dementieller Entwicklung litt. Die Angeklagte, die als Krankenschwester ausgebildet ist, übernahm die Pflege ihres Ehemannes allein. Über Jahre hinweg kam es wiederholt zu verbalen und körperlichen Übergriffen ihrerseits.

Spätestens seit Sommer 2023 fixierte sie ihren Ehemann regelmäßig auf dem Bett und unterließ notwendige ärztliche Behandlungen.

Am Morgen des 13. Dezember 2023 verabreichte die Angeklagte ihrem Ehemann eine größere Menge Müsli mit festen Bestandteilen, obwohl sie sich seiner erheblichen Schluckstörungen bewusst war. Das Müsli gelangte in die Atemwege des Opfers, was zu seinem Tod führte.

Nach dem Vorfall verständigte die Angeklagte den Rettungsdienst erst mit erheblicher Verzögerung. Die Schwurgerichtskammer kam zu dem Schluss, dass die Angeklagte ihren Ehemann gezielt töten wollte, was durch zahlreiche Indizien untermauert wurde.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justicia (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen von Personen, die im Artikel vorkommen, sind:

Unbekannte 81-jährige Angeklagte, unbekannter Ehemann der Angeklagten

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

In dem Text werden folgende Organisationen, Parteien oder Institutionen erwähnt:

Bundesgerichtshof, Landgericht Aurich, Schwurgerichtskammer

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 13. Dezember 2023.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Aurich

Worum geht es in einem Satz?

Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil gegen eine 81-jährige Frau, die wegen Totschlags an ihrem Ehemann, den sie über Jahre hinweg misshandelte und schließlich mit einer riskanten Nahrungsaufnahme starben ließ, zu elf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wurde.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ehemann litt seit 2012 an fortschreitender Parkinson-Erkrankung und Demenz
  • Angeklagte war als Krankenschwester ausgebildet
  • Über Jahre wiederholte verbale und körperliche Übergriffe durch die Angeklagte
  • Regelmäßige Fixierung des Ehemannes auf dem Bett seit Sommer 2023
  • Unterlassung notwendiger ärztlicher Behandlungen
  • Verabreichung von Müsli trotz Kenntnis über Schluckstörungen des Ehemannes
  • Müsli gelangte in die Atemwege des Opfers und führte zum Tod
  • Verzögerte Alarmierung des Rettungsdienstes durch die Angeklagte
  • Vorwurf gezielten Tötens durch die Schwurgerichtskammer

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und sechs Monaten
  • Rechtskraft des Urteils
  • Aufhebung der Adhäsionsentscheidung
  • Feststellung von jahrelangen verbalen und körperlichen Übergriffen
  • Regelmäßiges Fixieren des Ehemannes auf dem Bett
  • Unterlassung notwendiger ärztlicher Behandlungen
  • Tod des Opfers aufgrund von Müsli in den Atemwegen
  • Verzögerte Verständigung des Rettungsdienstes
  • Schlussfolgerung der Schwurgerichtskammer über die gezielte Tötungsabsicht

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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