Wirtschaft: Dax startet verhalten in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Freitagmorgen verhalten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.185 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
„Der Dax wird gerade ein wenig davor bewahrt, seine Verluste auszuweiten, weil sich der S&P-500-Index und die Wall Street stabil halten können“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Aber auch dort wächst die Nervosität. Man kann es klar erkennen: Seit der Ölpreis wieder über 100 Dollar gestiegen ist, nimmt die Unruhe auf den Börsenparketts der Welt wieder zu. Die Aktienanleger mögen den Luxus besitzen, auf die Resilienz der Unternehmen setzen zu können, die sich aus der ersten Energiekrise 2022 das Rüstzeug zugelegt haben, um mit hohen Energiepreisen besser umgehen zu können. Doch auch das hat seine Grenzen.“
„Die Ölhändler haben diesen Luxus der Anpassungsfähigkeit nicht. Hunderte Schiffe stecken im Persischen Golf fest, während die westlichen Lagerbestände an Rohöl von Tag zu Tag weiter sinken. Zwar gibt es bereits einen Rückgang der Ölnachfrage, ausgelöst durch die hohen Preise. Fluglinien streichen Tausende Flüge, Menschen versuchen, das Auto stehen zu lassen, wo es geht. Der Nachfragerückgang wird jedoch nicht genügen, um den logistischen Engpass zu beheben. Der restliche Ausgleich geschieht über einen steigenden Ölpreis. Die Ölhändler müssen also direkt reagieren, und die Zeit läuft mit jedem Tag ohne freie Seefahrt durch die Straße von Hormus weiter ab.“
„Die Zahlen von SAP sind so gut, wie man es in diesem Marktumfeld im günstigen Fall erwarten kann. Dass die SAP-Aktie um 30 Prozent gefallen ist, hängt mit der Erwartung zusammen, dass die Walldorfer eine Phase der Anpassung an das KI-Zeitalter vor sich haben, deren Ausgang ungewiss ist. Allerdings liegt der Quartalsbericht in mehreren Kategorien über den Erwartungen – und das ist umso erstaunlicher, wenn man die unsicheren makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen sowie den Umbruch betrachtet, der derzeit im Softwaresektor stattfindet. Die kurzfristigen Auftragseingänge sind zu einem normalen Wachstum zurückgekehrt und unterstreichen damit die Erklärungen, die der Vorstand zum schwachen Auftragseingang im vierten Quartal geliefert hatte. Das könnte dazu beitragen, das Vertrauen der Anleger zurückzubringen. Die Angst, dass Kundschaft zu KI-Agenten abwandert, ist damit vorerst, aber nicht vollständig, ausgeräumt“, sagte Stanzl.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1682 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8560 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.684 US-Dollar gezahlt (-0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 128,91 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 105,90 US-Dollar, das waren 86 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anzeigetafel in der Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jochen Stanzl
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Consorsbank, SAP
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main, Persischer Golf, Walldorf
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax begann am Freitag mit leichten Gewinnen, während Unsicherheiten aufgrund steigender Ölpreise und geopolitischer Spannungen bestehen, und die SAP-Zahlen überraschend gut ausfielen, was das Vertrauen der Anleger stärken könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anstieg des Ölpreises über 100 Dollar
- Hunderte Schiffe im Persischen Golf festsitzen
- Sinkende westliche Lagerbestände an Rohöl
- Rückgang der Ölnachfrage durch hohe Preise
- Anpassungsbedarf von Ölhändlern
- Unsicherheit im makroökonomischen und geopolitischen Umfeld
- Umbruch im Softwaresektor
- Erwartung einer Anpassungsphase bei SAP an das KI-Zeitalter
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Artikel beschreibt keine spezifischen Reaktionen der Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
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- Kunden wandern teilweise zu KI-Agenten ab
- Anlegervertrauen könnte zurückgebracht werden
- Euro schwächer gegenüber Dollar
- Goldpreis zeigt sich schwächer
- Ölpreis steigt
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, zitiert.
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