Wirtschaftliche Herausforderungen in Deutschland 2023
Berlin () – Die Energie- und Wirtschaftskrise hinterlässt im wahrsten Sinne des Wortes Spuren: Um Geld zu sparen, lassen zwei Drittel der Unternehmen und Betriebe in Deutschland ihre Räume weniger häufig putzen als früher. Das geht aus einer internen Umfrage der Gebäudereiniger-Innung hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.
Demnach verzeichnen 49 Prozent der befragten Unternehmen „einen spürbaren Rückgang“ von Kunden beziehungsweise Kundenaufträgen. Ein noch größerer Anteil (65 Prozent) berichtet von einer Leistungsreduktion durch die Kunden. Die Branchen, die im Bereich der gewerblichen Reinigung am meisten sparen, sind die Industrie sowie Büro/Verwaltung mit jeweils 26 Prozent. Es folgen Handel und Einzelhandel mit 21 Prozent.
In den letzten Monaten mussten 29 Prozent der Unternehmen auch aufgrund der schlechten Auftragslage bereits Mitarbeitende betriebsbedingt entlassen. Für das laufende Geschäftsjahr gehen sogar 41 Prozent von einem solchen Schritt aus.
Die hohen Spritpreise schlagen in der Branche voll durch, denn die Gebäudereinigung ist dezentral organisiert und auf Mobilität angewiesen. 88 Prozent der Unternehmen gaben an, unter den stark gestiegenen Mobilitätskosten zu leiden.
Seit 2019 erhebt der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) zweimal im Jahr die Stimmung in der Branche, und die ist in diesem Frühjahr ausgesprochen schlecht. Lediglich 16 Prozent der befragten Unternehmen blicken mit einer positiven Prognose auf das Geschäftsjahr, das ist ein Minus um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Herbst. Die Hälfte geht von gleichbleibenden Geschäften aus. 34 Prozent blicken mit negativen Erwartungen auf 2026. In Summe ist das den Angaben zufolge das pessimistischste Stimmungsbild seit Beginn der BIV-Konjunkturerhebungen.
Der Ausblick auf 2027 bleibt kritisch, das gilt auch für die Wahrnehmung der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Auf der „Zufriedenheitsskala“ von 1 bis 10 erreicht die Bundesregierung lediglich 3,7 Punkte. Ein Grund: Die Innung will schnelle Änderungen bei den Sozialbeiträgen.
„Die Vorschläge für unser Gesundheitssystem liegen seit März vor, im Juni folgen die Reformideen für die Rente. Dann ist die Bundesregierung gefordert, konsequent und zügig zu handeln“, erklärte Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich. „Das Herzstück liegt in der strukturellen Reform der Sozialversicherungssysteme. Von diesem Gelingen hängt die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts entscheidend ab – übrigens auch die Glaubwürdigkeit dieser Bundesregierung.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Reinigungskraft in einer U-Bahn-Station (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Merz, Thomas Dietrich
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV), Redaktionsnetzwerk Deutschland, Friedrich Merz (CDU), Bundesregierung, Thomas Dietrich.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Energie- und Wirtschaftskrise führt dazu, dass zwei Drittel der deutschen Unternehmen ihre Räumlichkeiten seltener reinigen, was in einer pessimistischen Stimmung in der Branche resultiert, da viele Betriebe unter Auftragsrückgang und hohen Mobilitätskosten leiden und mit Entlassungen rechnen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Energie- und Wirtschaftskrise
- Hohe Spritpreise
- Rückgang von Kundenaufträgen (49 %)
- Leistungsreduktion durch Kunden (65 %)
- Entlassungen aufgrund schlechter Auftragslage (29 %)
- Pessimistische Stimmung in der Branche
- Unzufriedenheit mit der Bundesregierung
- Anstieg der Mobilitätskosten
- Erhöhter Sparbedarf bei Unternehmen (z. B. weniger Reinigung)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rückgang der Kunden beziehungsweise Kundenaufträge bei 49 Prozent der Unternehmen
- Leistungsreduktion durch Kunden bei 65 Prozent der Unternehmen
- 29 Prozent der Unternehmen mussten Mitarbeitende betriebsbedingt entlassen
- 41 Prozent gehen für das laufende Geschäftsjahr von Entlassungen aus
- 88 Prozent der Unternehmen leiden unter gestiegenen Mobilitätskosten
- Negative Geschäftserwartungen von 34 Prozent für das Jahr 2026
- Pessimistisches Stimmungsbild in der Branche
- Niedrige Zufriedenheit mit der Regierung (3,7 Punkte auf einer Skala von 10)
- Forderung nach schnellen Änderungen bei den Sozialbeiträgen
- Abhängigkeit der Zukunft des Wirtschaftsstandorts von der Reform der Sozialversicherungssysteme
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich zitiert. Er betont die Notwendigkeit schneller Änderungen bei den Sozialbeiträgen und spricht von der entscheidenden Bedeutung der Reformen für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts.
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