KfW: Iran-Krieg drückt auf Stimmung im Mittelstand

KfW: Iran-Krieg drückt auf Stimmung im Mittelstand

News - Wirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wirtschaftliche Stimmung im deutschen Mittelstand

Frankfurt am Main () – Der Iran-Krieg drückt auf die Stimmung im deutschen Mittelstand. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen ist im März um 3,6 Zähler auf -18,2 Punkte gefallen, wie aus dem KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer hervorgeht. Damit liegt die Stimmung in den Unternehmen deutlich unter der Nulllinie, die für den langfristigen Durchschnitt steht.

Haupttreiber dieser negativen Entwicklung waren die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten, die um 7,6 Zähler auf nun -19,2 Punkte absackten. Ihre aktuelle wirtschaftliche Lage bewerteten die mittelständischen Unternehmen dagegen sogar leicht besser als noch im Februar. Die KfW wertet für den Geschäftsklimaindex Ergebnisse der Ifo-Konjunkturumfrage aus, unterteilt nach Größenklassen der Unternehmen und Hauptwirtschaftsbereichen.

„Die Verunsicherung in den Unternehmen ist groß. Solange der Krieg im Iran anhält, wird das auch so bleiben. Der Aufschwung in Deutschland wird sich verzögern und weniger stark ausfallen als erhofft“, sagte Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Der Rückgang des mittelständischen Geschäftsklimas zog sich im März durch alle Wirtschaftsbereiche. Am stärksten trübte sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe ein. Allein das Bauhauptgewerbe zeigte sich mit nur einem minimalen Rückgang relativ robust. Bei den Großunternehmen fiel das Geschäftsklima noch etwas stärker als im Mittelstand, nämlich um 4,7 Zähler auf -21,1 Punkte. Auch hier waren alle Wirtschaftsbereiche betroffen.

Die Daten zeigen zudem, dass die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Öl- und Gaspreise dazu führen, dass die Unternehmen deutlich höhere Erwartungen an künftige (Absatz-)Preise haben. Dies ist sowohl bei den mittelständischen als auch bei den Großunternehmen der Fall. Das Ausmaß des Anstiegs erinnert an die Zeit der Corona-Pandemie 2020/21. Allerdings sind die internationalen Lieferketten anders als vor fünf Jahren noch weitgehend intakt und der Konflikt regional begrenzt. Im schlechtesten Fall könnte es aber zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung kommen, sollte die Nachfrage nach vermutet knappen Gütern kurzfristig in die Höhe schnellen und die Preise treiben.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: KFW (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Dirk Schumacher

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

KfW, Ifo, Dirk Schumacher

Wann ist das Ereignis passiert?

Datum oder Zeitraum: März (2023)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt am Main

Worum geht es in einem Satz?

Die Stimmung im deutschen Mittelstand hat sich im März stark verschlechtert und liegt aufgrund des Iran-Kriegs und steigender Öl- und Gaspreise bei -18,2 Punkten, während die Geschäftserwartungen noch pessimistischer ausfallen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Iran-Krieg
  • Verunsicherung in Unternehmen
  • Gestiegene Öl- und Gaspreise
  • Negative Geschäftserwartungen der Unternehmen
  • Rückgang des Geschäftsklimas im Mittelstand
  • Auswirkungen auf alle Wirtschaftsbereiche
  • Vergleich mit Zeit der Corona-Pandemie
  • Intakte internationale Lieferketten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Negatives Geschäftsklima im deutschen Mittelstand im März um 3,6 Zähler gefallen
  • Stimmung unter Nulllinie, die für langfristigen Durchschnitt steht
  • Haupttreiber waren negative Geschäftserwartungen mit einem Rückgang um 7,6 Zähler
  • Leichte Verbesserung der aktuellen wirtschaftlichen Lage im Vergleich zu Februar
  • Hohe Verunsicherung in Unternehmen aufgrund des Iran-Kriegs
  • Verzögerter und schwächerer wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland erwartet
  • Rückgang des Geschäftsklimas in allen Wirtschaftsbereichen, besonders stark im Verarbeitenden Gewerbe
  • Großunternehmen verzeichneten noch stärkeren Rückgang des Geschäftsklimas
  • Steigende Öl- und Gaspreise führen zu höheren Erwartungen an künftige Absatzpreise
  • Vergleich zu Preissteigerungen während der Corona-Pandemie 2020/21
  • Warnung vor potenzieller selbsterfüllender Prophezeiung aufgrund von Nachfragespitzen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Rückgang des Geschäftsklimas im Mittelstand
  • Negative Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate
  • Verzögerung des Aufschwungs in Deutschland
  • Weniger starker Aufschwung als erhofft
  • Trübung der Stimmung in allen Wirtschaftsbereichen
  • Stärkere Beeinträchtigung bei Großunternehmen
  • Höhere Erwartungen an künftige Absatzpreise
  • Risiko einer selbsterfüllenden Prophezeiung bezüglich Preissteigerungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW, äußert: "Die Verunsicherung in den Unternehmen ist groß. Solange der Krieg im Iran anhält, wird das auch so bleiben."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert