„Diamonds are a Girl‘s best Friend“ sang Marilyn Monroe und dieser Song aus dem Jahre 1953 ist bis heute aktuell. Diamanten sind die besten Freunde einer Frau, auch weil kein anderer Edelstein so wunderbar strahlt und funkelt wie ein Diamant. Das Wort leitet sich von „adamas“ ab, was so viel wie unbesiegbar bedeutet. Damit wird auf die besondere Härte eines Diamanten hingewiesen, der streng genommen aus nichts anderem als kristallisiertem Kohlenstoff besteht. Trotzdem ist kein Material auf dieser Welt härter, hat kein anderer Edelstein mehr Feuer und nichts besitzt mehr Brillanz als ein Diamant.
Der Mythos Diamant
Um keinen anderen Edelstein ranken sich mehr Mythen als um den Diamanten. Die griechischen Philosophen waren davon überzeugt, dass in den Edelsteinen himmlische Geister wohnen. Für die Römer waren die glitzernden Steine Tränen der Götter und gleichzeitig die Splitter von herabgefallenen Sternen. Die Juden waren davon überzeugt, dass sich ein Diamant, wenn er auf einen Schuldigen gerichtet wurde, dunkel verfärbt. Die Menschen im Mittelalter und in der Renaissance sahen in einem Diamanten eine Hilfe, um das Leben zu erleichtern. Der Stein verlieh Mut und Tapferkeit, Stärke und Tugend. Zudem war er in der Lage, Albträume zu verjagen, wilde Tiere zu zähmen und das Haus vor Feuer zu beschützen.
Ein ganz besonderer Stein
Ein Ring mit Diamant, selbst wenn er nur klein ausfällt, ist mit Abstand das beliebteste Schmuckgeschenk. Für einen Geologen ist der Diamant aber das härteste Material, das die Natur zu bieten hat. Diese Edelsteine bestechen durch ein wunderbares Feuer, unwiderstehliches Funkeln und eine bestechende Brillanz. Alle diese Eigenschaften kommen immer dann besonders gut zur Geltung, wenn der Diamant einen Brillantschliff bekommt. Diamanten bestehen aus Kohlenstoff und die kompakte Atomstruktur verhindert, dass farbige Spurenelemente in den Edelstein eindringen können. Allerdings können Stickstoff, Bor und auch Anomalien in der Struktur des Kristalls für Farbe sorgen. Diese sogenannten „Fancy-Diamanten“ sind äußerst beliebt und sehr teuer.
Wo kann man Diamanten finden?
Erloschene Vulkane sind beliebte Fundorte für Diamanten, die dort im Tagebau in Schloten abgebaut werden. Werden die Steine zerkleinert, dann trennt sich der Rohdiamant vom Muttergestein. Gefunden werden Diamanten hauptsächlich in sandigen Gebieten Afrikas sowie unweit des Atlantischen Ozeans. Besonders große Vorkommen gibt es in Namibia und in Südafrika, in Angola, Botswana und in Russland. Findet der Abbau auf See statt, werden spezielle Schiffe eingesetzt, die die Steine aus dem Sand des Meeres baggern. Da die Nachfrage deutlich größer ist als das Angebot, werden heute Diamanten immer öfter synthetisch hergestellt.
Fazit
Es gibt Diamanten, die einzigartig und entsprechend teuer sind. Einige sind berühmt, wie beispielsweise der „Koh-i-Noor“, der 105,6 Karat wiegt und die Krone der Könige von England schmückt. Er kann im Tower in London bewundert werden. Um den „Hope-Diamanten“ ranken sich viele Geschichten und noch mehr Gerüchte. Mit 45,52 Karat ist er eher ein „Leichtgewicht“, besticht jedoch durch seine wunderbare tiefblaue Farbe. Er stammt aus Indien und gehörte unter anderem König Ludwig XVI., dem französischen Sonnenkönig. Angeblich bringt der Diamant Unglück, da er einst aus einer Statue der indischen Gottheit Vishnu gebrochen wurde. Seit 1958 ist er im Museum of Natural History in Washington zu sehen.
Bild: @ depositphotos.com / selensergen
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