Unesco beklagt wachsende Bildungsungerechtigkeit

Unesco beklagt wachsende Bildungsungerechtigkeit

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Bildungsungleichheit weltweit: Herausforderungen und Lösungsansätze

Paris () – Die weltweite Zahl der Kinder und Jugendlichen ohne Zugang zu Bildung ist im siebten Jahr in Folge gestiegen und liegt inzwischen bei 273 Millionen. Das geht aus dem neuen Weltbildungsbericht der Unesco hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Weltweit ist demnach jedes sechste Kind von Bildung ausgeschlossen, und nur zwei von drei Jugendlichen schließen die Sekundarschule ab. Hauptgründe für diese Entwicklung sind Bevölkerungswachstum, Krisen und sinkende Bildungsetats.

Maria Böhmer, die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, bezeichnete den Bericht als Weckruf. „Wenn weltweit immer mehr Kinder und Jugendliche von Bildung ausgeschlossen sind, muss uns das auch in Deutschland verpflichten“, sagte sie. Entscheidend sei es, Benachteiligungen früh abzubauen und öffentliche Mittel gezielt dort einzusetzen, wo der Unterstützungsbedarf am größten sei.

„In Deutschland erreicht weiterhin ein erheblicher Teil der Jugendlichen keinen Abschluss der Sekundarstufe II oder einen Berufsabschluss“, fügte sie hinzu. Initiativen wie das „Startchancen-Programm“ unterstützten gezielt Schulen mit besonderen Herausforderungen. Bildungsgerechtigkeit entsteht dabei nicht von selbst – sie sei eine politische Aufgabe, so Böhmer.

Besonders dramatisch ist die Situation laut Unesco in Regionen, die von Konflikten betroffen sind. Dort lebt mehr als jedes sechste Kind weltweit unter Bedingungen, die den regelmäßigen Schulbesuch stark erschwerten oder unmöglich machten. Das führt dazu, dass Millionen weitere Kinder keine Schule besuchen können, was in den offiziellen Statistiken nicht erfasst wurde.

Dennoch zeige der Bericht deutlich, dass Fortschritte möglich seien, so die UN-Organisation. Seit 2000 sei die Zahl der Schüler in Primar- und Sekundarschulen weltweit um 327 Millionen gestiegen. Einige Länder konnten den Anteil der Kinder und Jugendlichen ohne Zugang zur Schule deutlich senken. Der Bericht unterstreiche, dass Ausgrenzung nicht mit Einzelmaßnahmen überwunden werden könne. Entscheidend seien politische Strategien, die an die jeweiligen Lebensrealitäten angepasst sind, benachteiligte Gruppen gezielt erreichen und Bildung gerechter finanzieren.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kinder in einer Schule (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Maria Böhmer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Unesco, Deutsche Unesco-Kommission, Startchancen-Programm, UN-Organisation

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die beschriebenen Ereignisse beziehen sich auf weltweit, Deutschland, und in Regionen, die von Konflikten betroffen sind.

Worum geht es in einem Satz?

Laut dem neuen Weltbildungsbericht der Unesco sind weltweit 273 Millionen Kinder und Jugendliche ohne Zugang zu Bildung, was vor allem durch Bevölkerungswachstum, Krisen und sinkende Bildungsetats bedingt ist, und dies erfordert dringend politische Strategien zur Förderung von Bildungsgerechtigkeit.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der weltweiten Bevölkerungszahl
  • Anhaltende Krisen, einschließlich Konflikten
  • Sinkende Bildungsetats und Ressourcen
  • Globale Ungleichheiten im Bildungssystem
  • Herausforderungen in Konfliktregionen
  • Probleme beim regelmäßigen Schulbesuch
  • Mangelnde politische Strategien und Fördermittel

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Unesco-Bericht als Weckruf von Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission
  • Wachsende Zahl der Bildungsausgeschlossenen in Deutschland betrifft auch lokale politische Verantwortung
  • Betonung der Notwendigkeit frühzeitiger Maßnahmen gegen Benachteiligungen
  • Vorschläge zur gezielten Verwendung öffentlicher Mittel in bildungsbenachteiligten Regionen
  • Initiative "Startchancen-Programm" zur Unterstützung von Schulen mit besonderen Herausforderungen
  • Kritische Situation in konfliktbetroffenen Regionen; hohe Zahl an nicht beschulbaren Kindern
  • Fortschritte seit 2000, aber politische Strategien zur Bekämpfung von Bildungsausgrenzung unerlässlich
  • Notwendigkeit von angepassten politischen Strategien zur Bildungsgerechtigkeit

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Zunahme der Zahl von Kindern und Jugendlichen ohne Zugang zu Bildung
  • Jedes sechste Kind weltweit ausgeschlossen
  • Sinkende Abschlüsse bei Jugendlichen
  • Notwendigkeit zur frühzeitigen Beseitigung von Benachteiligungen
  • Zielgerichteter Einsatz öffentlicher Mittel erforderlich
  • Hoher Anteil an Jugendlichen ohne Sekundarschulabschluss oder Berufsabschluss in Deutschland
  • Bedarf an speziellen Unterstützungsprogrammen für Schulen mit Herausforderungen
  • Schwierige Bedingungen für Schulbesuch in konfliktbetroffenen Regionen
  • Millionen Kinder, die nicht in offiziellen Statistiken erfasst sind
  • Notwendigkeit politischer Strategien zur Überwindung von Ausgrenzung
  • Anpassung an Lebensrealitäten und gerechte Finanzierung von Bildung erforderlich

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Maria Böhmer, der Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, zitiert, die den Bericht als Weckruf bezeichnet und die Notwendigkeit betont, Benachteiligungen abzubauen und öffentliche Mittel gezielt einzusetzen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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