Linke stellt Antrag für "Übergewinnsteuer" gegen Mineralölkonzerne

Politik in Berlin: Übergewinnsteuer und Spritpreisdeckel

Berlin () – Die Linke beantragt im Bundestag, dass die Regierung ein Gesetz zur „Übergewinnsteuer“ und einen Spritpreisdeckel bei Mineralölkonzernen vorlegt.

Die Einnahmen sollen in die Neuauflage des 9--Tickets und ein Energiekrisengeld für jedermann fließen – so steht es in einem Antragsentwurf für die Fraktionssitzung der Linken an diesem Dienstag, über den der „Spiegel“ berichtet. „Es ist nicht akzeptabel, dass Energiekonzerne mit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran und der dadurch verursachten Energiekrise hohe Gewinne erzielen, während die Bevölkerung und verschiedenste Industriezweige den dafür “, heißt es darin.

Den Vorstoß haben der Vorsitzende des Finanzausschusses, der Linken-Politiker Christian Görke, und seine Parteikollegin Ines Schwerdtner, entwickelt. Bei der „Übergewinnsteuer“, die von Mineralölkonzernen erhoben werden soll, orientieren sie sich an den Regelungen, die es 2022 auf dem Höhepunkt der Ölpreiskrise gegeben hat. Die Abschöpfung der höheren Profite soll allerdings stärker ausfallen. Denn „der frühere Energiekrisenbeitrag“ sei „zu schwach“ gewesen. Schon bei einem Mehrgewinn von 15 (und nicht 20 Prozent) im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2024 und 2025 soll die Steuer greifen. Statt 33 Prozent, so wie im damaligen Gesetz, sollen nun 50 Prozent der Mehrgewinne abgeschöpft werden.

Die Linken rechnen mit höheren Einnahmen des Staates als 2022. Bei dem damaligen Steuersatz kamen rund zweieinhalb Milliarden Euro zusammen. Verwendet werden soll das Geld, um „soziale und nachhaltige Mobilitätsangebote“ zu fördern, heißt es in dem Antrag weiter. Die Linkspartei hat dazu auch schon konkrete Vorstellungen. Sie fordert „eine Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets“ vor. Schüler sowie Studierende, Auszubildende und soll sogar ein „Null-Euro-Ticket“ gewährt werden, sie sollen also umsonst Bus und fahren dürfen. Die Einnahmen aus der Übergewinnsteuer sollen als Zuschuss für die Regionalisierungsmittel der Bundesländer verwendet werden. „Das 9-Euro-Ticket im Jahr 2022 hat für viele Menschen eine extreme finanzielle Erleichterung gebracht, besonders für Menschen mit geringem Einkommen“, begründen die Linken-Politiker.

Zusätzlich fordert die Linke, dass über den seit der Energiekrise 2022 vorhandenen Direktauszahlungsmechanismus des Staates ein „einmaliges Energiekrisengeld“ in Höhe von 300 Euro an jeden Bürger ausgezahlt werden soll. Geplant ist laut Linksfraktion eine soziale Komponente. „Das Energiekrisengeld unterliegt der Einkommensteuer, wodurch die Entlastung mit der Einkommenshöhe sinkt“, heißt es in dem Antragsentwurf. Geringverdiener würden kaum Abgaben auf die 300 Euro zahlen, Großverdiener deutlich mehr.

Vorübergehend soll auf europäischer Ebene ein Spritpreisdeckel eingeführt werden. Bei welchen Preisen für Diesel, Benzin oder Heizöl dieser greifen soll, sagen die Linken nicht. Sie beabsichtigen mit ihrer Initiative, die „aus einem unkontrollierten Anstieg insbesondere der Kraftstoffpreise resultierende Inflationsdynamik zu durchbrechen“. Schon bei einem Rohölpreis von 80 Dollar pro Fass könnte es zu einem „schwerwiegenden Anstieg“ der Inflation kommen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Die vollständigen Namen von Personen im Artikel sind:

Christian Görke, Ines Schwerdtner

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Die Linke fordert im Bundestag die Einführung einer Übergewinnsteuer auf Mineralölkonzerne und einen Spritpreisdeckel, um die Einnahmen für soziale Mobilitätsangebote wie das 9-Euro-Ticket und ein einmaliges Energiekrisengeld für Bürger zu verwenden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Hohe Gewinne von Energiekonzernen
  • Völkerrechtswidriger Krieg gegen den Iran
  • Anhaltende Energiekrise
  • Inflation und steigende Kraftstoffpreise
  • Vorangegangene Ölpreiskrise 2022
  • Unzureichende Maßnahmen zur Gewinnabschöpfung
  • Soziale und nachhaltige Mobilitätsangebote gefordert
  • Finanzielle Entlastung für Menschen mit geringem Einkommen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Die Linke beantragt im Bundestag ein Gesetz zur Übergewinnsteuer und einen Spritpreisdeckel für Mineralölkonzerne.
  • Einnahmen sollen in das 9-Euro-Ticket und ein Energiekrisengeld fließen.
  • Forderung nach einer stärkeren Abschöpfung von Mehrgewinnen (50% statt 33%).
  • Antrag sieht Einführung eines "Null-Euro-Tickets" für bestimmte Personengruppen vor.
  • Zusätzliches Energiekrisengeld von 300 Euro für alle Bürger geplant.
  • Vorschlag für vorübergehenden Spritpreisdeckel auf europäischer Ebene.
  • Ziel ist es, Inflationsdynamik durch steigende Kraftstoffpreise zu brechen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einführung einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne
  • Höhere Einnahmen für den Staat als 2022
  • Förderung sozialer und nachhaltiger Mobilitätsangebote
  • Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets
  • Null-Euro-Ticket für bestimmte Gruppen (Schüler, Studierende, Auszubildende, Senioren)
  • Zuschuss für Regionalisierungsmittel der Bundesländer
  • Einmalige Auszahlung von Energiekrisengeld in Höhe von 300 Euro an jeden Bürger
  • Steuerliche Entlastung für Geringverdiener
  • Einführung eines Spritpreisdeckels auf europäischer Ebene
  • Ziel: Durchbrechen der Inflationsdynamik bei Kraftstoffpreisen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: "Es ist nicht akzeptabel, dass Energiekonzerne mit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran und der dadurch verursachten Energiekrise hohe Gewinne erzielen, während die Bevölkerung und verschiedenste Industriezweige den Preis dafür zahlen."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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