AfD erwägt wieder eigenen Kandidaten für Bundespräsidentenwahl

Politik: AfD plant Präsidentschaftskandidatur in Berlin

() – Die AfD erwägt nach den Worten ihrer - und Fraktionschefin Alice die Nominierung eines eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Infolge ihrer jüngsten Wahlerfolge wird die AfD mit rund einem Fünftel der Sitze in der Bundesversammlung 2027 stärker denn je präsent sein.

„Die Alternative für tritt grundsätzlich dafür ein, den Bundespräsidenten direkt durch das Volk wählen zu lassen. Da eine Mehrheit für eine entsprechende Grundgesetzänderung derzeit nicht absehbar ist, werden wir uns sicherlich wieder Gedanken über einen geeigneten Kandidaten machen, der das Land zusammenführen kann, statt es zu spalten“, sagte Weidel dem „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe).

Die AfD sei davon überzeugt, dass der Bundespräsident „eine über allen Parteien und Lagern stehende und in der gesamten Nation angesehene Respektsperson sein muss und nicht etwa ein versorgungsbedürftiger Parteipolitiker, der das höchste Staatsamt missbraucht, um weiterhin Parteipolitik zu betreiben“, sagte Weidel.

Das Staatsoberhaupt solle seine Hauptaufgabe darin sehen, über die Einhaltung von und Verfassung zu wachen „und die Herrschenden zur Ordnung zu rufen, wenn sie ihre Macht missbrauchen, welche die Bürger ihnen auf Zeit übertragen haben“. Darüber hinaus, sagte Weidel, „sollte ein Bundespräsident rhetorisch und intellektuell in der Lage sein, über den Tag hinausweisende Botschaften zu vermitteln“.

Die AfD kann bei der Bundesversammlung am 30. Januar 2027 mit etwa 258 der 1.260 Sitze rechnen, wie die Experten der Wahlrechts-Plattform „wahlrecht.de“ für den „Tagesspiegel“ errechnet haben. In der letzten Bundesversammlung 2022 stellte die AfD 151 der 1.472 Wahlleute, also rund jeden zehnten Wahlmann. Bei der Bundesversammlung 2027 wird die CDU/CSU nach der Hochrechnung von „wahlrecht.de“ etwa 435 Wahlleute stellen, die SPD etwa 252 bis 253 Wahlleute. So könnte die AfD sogar erstmals die SPD als zweitstärkste Fraktion in der Bundesversammlung ablösen. Die Grünen werden laut „wahlrecht.de“ etwa 193 Sitze erhalten, die Linken 78 Sitze.

Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus den 630 Abgeordneten des Bundestages und 630 Abgeordneten, die die Landtage auf Basis ihrer Zusammensetzung entsenden. Bei der Bundespräsidentenwahl 2022 hatte die AfD den Ökonomen Max Otte nominiert, er erhielt 140 Stimmen und unterlag damit Frank-Walter Steinmeier. 2017 war Albrecht Glaser für die AfD angetreten. Für ihn stimmten 42 Wahlleute; auch damals setzte sich Steinmeier durch.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Kandidat Max Otte bei der Bundespräsidentenwahl 2022 (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alice Weidel, Max Otte, Frank-Walter Steinmeier, Albrecht Glaser

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

AfD, Tagesspiegel, CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke, wahlrecht.de, Max Otte, Frank-Walter Steinmeier, Albrecht Glaser

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am 30. Januar 2027 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt, wo die Bundesversammlung und die Bundespräsidentenwahl abgehalten werden.

Worum geht es in einem Satz?

Die AfD plant, angesichts ihrer gestiegenen Präsenz in der Bundesversammlung 2027, einen eigenen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt zu nominieren und befürwortet eine direkte Wahl durch das Volk, auch wenn dies zur Zeit nicht durchsetzbar ist.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • AfD will eigenen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl nominieren
  • Jüngste Wahlerfolge der AfD
  • Stärkung der Präsenz in der Bundesversammlung 2027
  • Forderung nach direkter Wahl des Bundespräsidenten durch das Volk
  • Unzufriedenheit mit bisherigen Amtsträgern
  • Überzeugung, dass der Bundespräsident überparteilich sein sollte
  • Notwendigkeit, die Einhaltung von Recht und Verfassung zu wahren
  • Ziel, spaltende Parteipolitik zu vermeiden
  • Rhetorische und intellektuelle Fähigkeiten des Bundespräsidenten als wichtig erachtet

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • AfD erwägt Nominierung eines eigenen Kandidaten für Bundespräsidenten
  • Alice Weidel äußert sich zur Notwendigkeit eines respektierten Staatsoberhauptes
  • Vorschlag zur direkten Wahl des Bundespräsidenten durch das Volk
  • Weidel kritisiert Parteipolitik im höchsten Staatsamt
  • AfD erwartet rund 258 Sitze in der Bundesversammlung 2027
  • Möglichkeit, SPD als zweitstärkste Fraktion zu verdrängen
  • Historische Kandidaturen: Max Otte 2022 (140 Stimmen), Albrecht Glaser 2017 (42 Stimmen)

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erwägung der Nominierung eines eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten
  • Stärkerer Einfluss der AfD bei der Bundesversammlung 2027
  • Forderung nach direkter Wahl des Bundespräsidenten durch das Volk
  • Notwendigkeit eines Kandidaten, der das Land zusammenführen kann
  • Betonung der Rolle des Bundespräsidenten als Respektsperson
  • Erwartung von übergreifender Verantwortung und Wachsamkeit bezüglich Recht und Verfassung
  • Möglichkeit, die SPD als zweitstärkste Fraktion zu ersetzen
  • Neue Sitzverteilung in der Bundesversammlung 2027

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Alice Weidel, der Partei- und Fraktionschefin der AfD, zitiert. Sie äußert sich zur Nominierung eines eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten und zur Rolle des Bundespräsidenten in der Gesellschaft.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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