Gesundheitssystem in Berlin: Hausärzte warnen
Berlin () – Angesichts der Engpässe bei der ambulanten Patientenversorgung trotz steigender Zahlen von Ärzten warnt der Hausärzteverband vor einer Verschlimmerung der Lage.
Nach Bekanntwerden, dass im vergangenen Jahr erneut mehr Mediziner im Angestelltenverhältnis und in Teilzeit arbeiteten, sagte der Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Markus Beier, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben): „Das ist eine Entwicklung, vor der wir bereits seit Jahren warnen: Zwar wächst unter Studierenden das Interesse am Hausarztberuf, aber es reicht noch nicht, um die Lücken, die auch aufgrund zunehmender Teilzeittätigkeit entstehen, zu schließen.“
„Dabei liegen die Lösungen längst auf dem Tisch“, sagte Beier. „Allein ein konsequenter Ausbau der Teamarbeit in den Praxen würde die Ärztinnen und Ärzte massiv von Aufgaben befreien.“ Das sei durch Studien bestätigt. „Umso absurder sind die aktuellen Kürzungsfantasien der Krankenkassen im Zuge der geplanten Sparreformen“, so der Verbandschef.
Fakt sei: „Wenn die hausärztlichen Leistungen nicht mehr vollständig vergütet werden, werden sich zu wenige junge Ärztinnen und Ärzte für den Hausarztberuf entscheiden.“ Gleichzeitig würden immer mehr Hausarztpraxen in bestimmten Regionen gezwungen sein, vorzeitig dichtzumachen.
„Wer angesichts dieser Zahlen ernsthaft die Abschaffung der Entbudgetierung der hausärztlichen und kinderärztlichen Versorgung fordert, nimmt mutwillig in Kauf, dass sich die Situation immer weiter zuspitzt“, sagte Beier. Die Gefahr bestehe, dass die Patienten monatelang auf Termine warten müssen, wie das im fachärztlichen Bereich bereits in Teilen der Fall sei. Wer das nicht wolle, „sollte dringend die Finger weglassen von der Entbudgetierung der Hausarztpraxen“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der im Artikel vorkommenden Personen sind: Markus Beier.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hausärzteverband, Funke-Mediengruppe, Krankenkassen
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Hausärzteverband warnt vor einer Verschärfung der Engpässe in der ambulanten Patientenversorgung, da trotz eines Anstiegs an Ärzten mehr Mediziner in Teilzeit arbeiten und Kürzungen bei der Vergütung drohen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Engpässe bei der ambulanten Patientenversorgung
- Steigende Zahl von Ärzten im Angestelltenverhältnis und in Teilzeit
- Wachsendes Interesse von Studierenden am Hausarztberuf
- Zunehmende Teilzeittätigkeit führt zu Lücken
- Notwendigkeit des Ausbaus der Teamarbeit in Praxen
- Kürzungspläne der Krankenkassen
- Unvollständige Vergütung hausärztlicher Leistungen
- Schließung von Hausarztpraxen in bestimmten Regionen
- Gefahr von langen Wartezeiten auf Termine für Patienten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Hausärzteverband warnt vor Verschlimmerung der ambulanten Patientenversorgung
- Zunahme von Ärzten in Teilzeit und Angestelltenverhältnissen
- Bundesvorsitzender Markus Beier äußert Bedenken über künftige Hausarztversorgung
- Interesse am Hausarztberuf unter Studierenden wächst, reicht aber nicht aus
- Lösungen wie Teamarbeit in Praxen sind bewiesen, aber werden nicht umgesetzt
- Kürzungsfantasien der Krankenkassen als absurd kritisiert
- Gefahr, dass weniger junge Ärzte sich für den Hausarztberuf entscheiden
- Zunehmende Schließungen von Hausarztpraxen in bestimmten Regionen
- Warnung vor der Abschaffung der Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung
- Befürchtung von langen Wartezeiten auf Termine für Patienten
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verschlimmerung der Lage bei der ambulanten Patientenversorgung
- Zunehmende Anzahl an Hausarztpraxen in bestimmten Regionen schließt vorzeitig
- Zu wenige junge Ärztinnen und Ärzte entscheiden sich für den Hausarztberuf
- Patienten müssen monatelang auf Termine warten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Bundesvorsitzenden des Hausärzteverbands, Markus Beier, zitiert.
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