Studie: Haushalte zahlen deutlich zu viel für ihren Strom

Marktverzerrungen im deutschen Energiesektor

() – Treue Kunden werden im deutschen Strommarkt offenbar systematisch benachteiligt. Das ergab eine Studie der RWTH Aachen im Auftrag des Energieunternehmens Octopus Energy, über die der Sender ntv berichtet.

Demnach locken Energieversorger Haushalte mit günstigen Einstiegstarifen als neue Kunden, ehe sie den im zweiten Vertragsjahr um durchschnittlich 47 Prozent oder 13 Cent pro Kilowattstunde anheben. Allein 2025 zahlten loyale in Deutschland dadurch rund 11 Milliarden Euro zu viel. Octopus Energy spricht von einer „Treuestrafe“.

Den Angaben zufolge wurde die Preisdifferenz von Neukundenangeboten und Bestandstarifen in der Untersuchung erstmals konkret beziffert. Als Datengrundlage dienten der RWTH Aachen Tausende Preisanpassungsschreiben privater Stromkunden. Die Auswertung der ergibt: Bis zu 30 Millionen Haushalte – knapp drei Viertel aller Haushalte in Deutschland – waren 2025 von höheren Bestandskundenpreisen betroffen und haben somit zu viel für ihren Strom bezahlt.

Octopus Energy wirft anderen Energieversorgern eine systematische des „Anlockens und Abzockens“ vor: „Die Studie zeigt, dass sich Neukundenpreise eng an den Preisentwicklungen am Energiemarkt orientieren“, so das Unternehmen. „Die Preise von Bestandskunden steigen fast unabhängig davon.“ Als Begründung für die Preisanpassungen wird demnach oftmals pauschal auf „Beschaffung und Vertrieb“ verwiesen.

Seit der Energiekrise ist die Kluft zwischen den Tarifen demzufolge nicht geschrumpft, sondern gewachsen. So lag die durchschnittliche Ersparnis für einen Haushalt laut der Studie bei einem Anbieterwechsel von 2018 bis 2021 bei 121 bis 241 Euro. Inzwischen wird der Kostenvorteil durch einen Neukundenvertrag auf bis zu 492 Euro im Jahr beziffert.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stromzähler (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

In dem Artikel kommen folgende Personen bzw. Unternehmen vor:

RWTH Aachen, Octopus Energy.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

RWTH Aachen, Octopus Energy, ntv

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand im Jahr 2025 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Aachen, Deutschland.

Worum geht es in einem Satz?

Eine Studie der RWTH Aachen zeigt, dass treue Kunden im deutschen Strommarkt systematisch benachteiligt werden, indem ihre Tarife im Vergleich zu Neukundenangeboten um bis zu 47 Prozent steigen, was 2025 rund 11 Milliarden Euro für diese Kunden kosten wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Studie der RWTH Aachen im Auftrag von Octopus Energy
  • Anstieg der Strompreise für Bestandskunden um durchschnittlich 47 Prozent im zweiten Vertragsjahr
  • Günstige Einstiegstarife für Neukunden
  • Untersuchte Tausende Preisanpassungsschreiben
  • Bis zu 30 Millionen Haushalte betroffen
  • Anstieg der Preisdifferenz zwischen Neukunden und Bestandskunden
  • Systematische Benachteiligung treuer Kunden
  • Behauptung von "Treuestrafe" durch Octopus Energy
  • Kluft zwischen Tarifen gewachsen seit der Energiekrise

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Studie der RWTH Aachen zeigt Benachteiligung treuer Stromkunden
  • Energieversorger locken Neukunden mit günstigen Tarifen
  • Preise steigen im zweiten Vertragsjahr um durchschnittlich 47%
  • Loyalen Verbrauchern entstehen 2025 rund 11 Milliarden Euro Mehrkosten
  • Octopus Energy spricht von "Treuestrafe"
  • Bis zu 30 Millionen Haushalte betroffen
  • Vorwurf an andere Anbieter: systematische Politik des "Anlockens und Abzockens"
  • Kluft zwischen Neukunden- und Bestandskundenpreisen wächst seit der Energiekrise
  • Kostenvorteil durch Anbieterwechsel hat sich erhöht

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Treue Kunden zahlen deutlich höhere Preise
  • Loyalität führt zu finanziellen Nachteilen
  • Rund 11 Milliarden Euro Mehrkosten für beständige Verbraucher im Jahr 2025
  • Bis zu 30 Millionen Haushalte betroffen von überhöhten Preisen
  • Preisdifferenz zwischen Neukunden- und Bestandskundenpreisen wächst
  • Systematische Benachteiligung treuer Kunden
  • Kostenersparnis durch Anbieterwechsel erheblich gestiegen
  • Vorwurf von "Anlocken und Abzocken" an Energieversorger

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Unternehmens Octopus Energy zitiert, in der es eine "Treuestrafe" für loyale Verbraucher kritisiert und andere Energieversorger der "systematischen Politik des 'Anlockens und Abzockens'" beschuldigt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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