Dax rutscht unter 24.000er-Marke – Iran-Optimismus verfliegt

Wirtschaft: Dax und Märkte unter Druck in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Am Donnerstag hat der Dax deutliche Verluste verzeichnet. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.815 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

„Kurz nach Handelseröffnung in Frankfurt hatten Gerüchte über einen möglichen Verhandlungswillen des Iran im Hinblick auf das Atomprogramm den Dax noch über 24.350 Punkte getrieben“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Doch mit weiteren militärischen Aktionen im Tagesverlauf wich dieser Optimismus sogleich wieder der Ernüchterung. Es stellen sich nicht wenige auf dem Parkett die Frage, wer denn mit den USA sprechen könnte, wenn es aktuell keinen eindeutigen Verhandlungsführer im Iran gibt. Die Situation bleibt also weiterhin verworren und daran wird sich wahrscheinlich mal mindestens bis zum Wochenende auch nicht viel ändern.“

„Auch deshalb rutschte der Dax im Tagesverlauf wieder unter die 24.000er-Marke. Die Anleger bleiben in Sorge, dass sich der Krieg im Nahen Osten jederzeit weiter dynamisieren kann. Gerüchte und Spekulationen erreichen die Finanzmärkte und machen die Lage zunehmend undurchsichtiger. Das schürt Verunsicherung und sorgt für fallende Aktienkurse.“

„Vorerst bleibt auch nicht absehbar, ob sich die europäischen Aktienmärkte zeitnah wieder erholen können oder noch einmal deutlich unter Abgabedruck kommen.“ Ein wichtiger Faktor bleibe die Entwicklung beim Rohöl. „Sollten die weiterklettern, dürften sich die Investoren mehr und mehr von europäischen trennen. Beim Öl geht es derzeit eher um die Trenddynamik als um die tatsächlichen Preisniveaus.“

„Anleger fürchten sich vor einer Phase höherer Preise, die dann die Inflationsdynamik erneut anheizen könnte. Zu hoch ist dann die Gefahr, dass sich die noch junge und fragile Konjunkturbelebung in in Luft auflöst, bevor sie so richtig begonnen hat. Der Europäischen Zentralbank wären in diesem Szenario die Hände gebunden, da sie mit Zinssenkungen die zusätzlich treiben würde“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1569 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8644 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 5.067 US-Dollar gezahlt (-1,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 140,81 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 84,84 US-Dollar, das waren 4,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anzeigetafel in der Frankfurter

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Das beschriebene Ereignis fand am Donnerstag statt, das genaue Datum wird jedoch nicht erwähnt.

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Frankfurt/Main

Worum geht es in einem Satz?

Am Donnerstag sank der Dax um 1,6 Prozent auf 23.815 Punkte, da Anleger aufgrund militärischer Entwicklungen im Nahen Osten und steigender Rohölpreise besorgt waren, was die Unsicherheit an den Finanzmärkten verstärkte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Gerüchte über Verhandlungswillen des Iran bezüglich Atomprogramm
  • Militärische Aktionen im Tagesverlauf
  • Unklare Verhandlungsführung im Iran
  • Sorgen über Potenzial eines sich dynamisierenden Krieges im Nahen Osten
  • Steigende Unsicherheit und Spekulationen auf den Finanzmärkten
  • Befürchtungen einer Phase höherer Rohölpreise
  • Mögliche negative Auswirkungen auf die europäische Konjunktur
  • Schwankungen der europäischen Gemeinschaftswährung
  • Rückgang des Goldpreises

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Dax verzeichnete am Donnerstag deutliche Verluste (-1,6 %)
  • Gerüchte über Verhandlungswillen des Iran trieben Dax zunächst über 24.350 Punkte
  • Militärische Aktionen führten zu Ernüchterung und sinkenden Kursen
  • Unsicherheit aufgrund fehlender Verhandlungsführer im Iran
  • Anleger sorgen sich um mögliche Eskalation des Krieges im Nahen Osten
  • Gerüchte und Spekulationen machen Lage undurchsichtig
  • Sorge vor höheren Rohölpreisen, die Inflationsdynamik anheizen könnten
  • Europäische Aktienmärkte könnten unter Abgabedruck stehen
  • Euro schwächer gegenüber US-Dollar; Goldpreis fiel, Ölpreis stieg stark

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Deutliche Verluste im Dax
  • Dax unter der 24.000er-Marke
  • Verunsicherung bei Anlegern
  • Fallende Aktienkurse
  • Unklare Entwicklung der europäischen Aktienmärkte
  • Mögliche Trennung von Investoren von europäischen Aktien bei steigenden Ölpreisen
  • Befürchtungen vor höherer Inflation
  • Gefahr einer gescheiterten Konjunkturbelebung in Europa
  • Einschränkungen für die Europäische Zentralbank bei Zinssenkungen
  • Euro schwächer gegenüber dem US-Dollar
  • Rückgang des Goldpreises
  • Anstieg des Ölpreises

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, äußert sich zur aktuellen Situation des Dax und den Einfluss von Gerüchten über den Iran sowie den Krieg im Nahen Osten auf die Finanzmärkte.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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