ZDF bestätigt Diskussionen auf großer Mitarbeiterversammlung
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Skandal um Fake-Videos im Journalismus
Mainz () – Nach dem Skandal um unter anderem KI-generierte Fake-Videos in einem Nachrichtenbeitrag über die US-Abschiebepolitik ist es auf einer ZDF-Mitarbeiterversammlung zu Beginn der Woche offenbar heiß hergegangen. Die Veranstaltung habe dazu gedient, die Mitarbeiter „über den Vorgang rund um einen `Heute-Journal`-Beitrag vom 15. Februar zu informieren und Fragen aus der Belegschaft zu diskutieren“, bestätigte eine ZDF-Sprecherin am Dienstag der .
Die Veranstaltung heiße „Open CR“ und sei ein ZDF-internes Dialogformat, zu dem die Chefredakteurin einlädt. „Um Vertraulichkeit zu gewährleisten, gibt das ZDF keine Aussagen einzelner Mitarbeitenden wieder“, sagte die Sprecherin.
Sie dementierte allerdings auch nicht einen ausführlichen Bericht, der von dem früheren Tagesschau-Mitarbeiter Alexander Teske veröffentlicht wurde. Demnach sollen bei der Online-Betriebsversammlung am Montag 1.150 Mitarbeiter zugeschaltet gewesen sein. Es sei verkündet worden, dass arbeitsrechtliche Verfahren gegen alle Beteiligten eingeleitet wurden.
Moderatorin Dunja Hayali, die den Beitrag mit Fake-Material anmoderiert hatte, sei allerdings nicht genannt worden und habe sich auch nicht zu Wort gemeldet. Chefredakteurin Bettina Schausten soll in „Open CR“ angeblich gesagt haben, „gewisse Plattformen“ würden „infam und böswillig“ über den Fake berichten, außerdem soll sie beklagt haben, dass Informationen durchgestochen würden und dass man in der „Heute“-Redaktion unterbesetzt sei. Es seien bedauerliche Fehler auf allen Ebenen passiert, man müsse noch besser aufpassen: „Das darf sich nicht noch einmal wiederholen“, wird Schausten zitiert. Die Verantwortung liege bei der mittlerweile abberufenen New Yorker Studioleiterin. Aber man werde „sie nicht fallen lassen“, soll die ZDF-Chefredakteurin gesagt haben.
Eine hochrangige ZDF-Redakteurin soll sich in der Mitarbeiterversammlung ebenfalls zu Wort gemeldet und gesagt haben, sie werde auf Terminen mit: „Ach, sie kommen vom KI-Fernsehen“ begrüßt. Eine andere Redakteurin wird zitiert mit den Worten: „Wir haben einen Relotius-Moment.“
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
ZDF, dts Nachrichtenagentur, Heute-Journal, Alexander Teske, Dunja Hayali, Bettina Schausten
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 15. Februar statt. Die Mitarbeiterversammlung, in der über den Vorfall diskutiert wurde, fand am Montag der Woche nach diesem Datum statt, welcher auf einen frühen Zeitpunkt in der darauffolgenden Woche hinweist.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Mainz
Worum geht es in einem Satz?
Nach einem Skandal um KI-generierte Fake-Videos in einem ZDF-Beitrag über die US-Abschiebepolitik fand eine hitzige Mitarbeiterversammlung statt, in der über arbeitsrechtliche Konsequenzen und eine Verbesserung der Produktionsstandards diskutiert wurde.
Arbeitsrechtliche Verfahren gegen alle Beteiligten wurden eingeleitet
Bedauerliche Fehler auf allen Ebenen festgestellt
Notwendigkeit verbessert, damit sich der Vorfall nicht wiederholt
Verantwortlichkeit bei abberufener New Yorker Studioleiterin
Mangel an Personal in der "Heute"-Redaktion
Steigende negative Wahrnehmung in der Öffentlichkeit
Interne Kommunikation und Vertrauen könnten beeinträchtigt werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Chefredakteurin Bettina Schausten zitiert, in der sie bedauerliche Fehler auf allen Ebenen anspricht und betont, dass sich der Vorfall nicht wiederholen darf.